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Die Geschichte der Stadt Völklingen

1934/35:
Bau des St.Michael Krankenhauses als späterer „Nachfolger“ des alten St. Josefs Krankenhauses. Der Bau des St. Josefs Krankenhaus fiel 1972 der Stadtkernsanierung zum Opfer. (LXIII.)

Rückansicht des "Josefstifts" 1935 (Archiv Hell)
Rückansicht des „Josefstifts“ 1935 (Archiv Hell)

1935:
Bei der Saarabstimmung am 13. Januar stimmte in der Bürgermeisterei Völklingen 89,8% für die Rückkehr nach Deutschland.

1937:
Am 1. April erhielt die bisherige Bürgermeisterei Völklingen Stadtrechte. Die zuvor eigenständigen Gemeinden Wehrden, Geislautern, Fürstenhausen, und Fenne wurden der neuen Stadt einverleibt. Schon ein Jahr zuvor war der Bürgermeisterei Völklingen das Recht übertragen worden, das noch heute geltende Wappen zu führen.

Das offizielle Wappen der Stadt Völklingen (Verwendung amtlich genehmigt)
Das offizielle Wappen der Stadt Völklingen (Verwendung amtlich genehmigt)

Am 7. April 1937 wurde Helmuth Eder Bürgermeister
Die Ruinen der Martinskirche wurden völlig beseitigt.

Erster Spatenstich auf der Bouser Höhe (später Hermann-Röchling-Höhe).
Bau des Wasserturmes auf dem kleinen Kreuzberg, er selbst ist 25m hoch bei 327 Metern über NN und fasst 30m³.
19. November: 1. Fliegeralarmübung. (LXIII. S.41/42)

1938:
Völklingen hat 36120 Einwohner.
St.Michael wurde als Filiale von St.Eligius in der Kapelle des St.Michael-Krankenhauses eingerichtet.
Im Völklinger Stadtgebiet wurden 100 Westwallbunker in verschiedenen Größen erbaut, teilweise sind diese bis heute nicht entfernt. (LXIII. S.42)

1939:
Bei Kriegsbeginn hatte Völklingen 39.300 Einwohner.
Völklingen wurde zur Sperrzone erklärt und die Bevölkerung nach Mitteldeutschland evakuiert.
Dezember 1939: Alle Männer die auf der Hütte arbeiteten waren in großen Massenquartieren untergebracht, z.B. im Schlafhaus, Hüttenkrankenhaus und Richardstift.
Im Dezember und Januar wurden die Hüttenleute aus der Evakuierung zurückbeordert. Hermann Röchling begann den Bau zahlreicher Siedlungshäuser für seine Arbeiter auf der „Bouser Höhe“, (heute: „Hermann-Röchling-Höhe).

1940:
Nach der Beendigung des Frankreichfeldzuges konnte die Bevölkerung im Sommer zurückkehren und die durch die monatelange Abwesenheit und den Winter entstandenen Schäden an den Häusern beseitigen.

1940: Publikum bei einer Veranstaltung in der Poststraße © Strempel
1940: Publikum bei einer Veranstaltung in der Poststraße © Strempel

Ein Artelleriegeschoss der Franzosen zertrümmert am Pfingstmontag das Musikgeschäft Oberhofer in der Bismarckstraße.

Im Herbst werden Kriegsgefangenenlager für französische Soldaten errichtet, später wurden auch Lager für sowjetische Kriegsgefangene sowie für Zwangsarbeiter gebaut.
Standorte:

  • Lager Ost I Louis Röchling Straße
  • Lager Ost II
  • Lager hinter dem Schlafhaus
  • Lager Nauweiler Gewann
  • Lager Bismarckstraße
  • Lager Schule Wilhelmstraße 30
  • Lager Wehrden
  • Lager Geislautern
  • Lager Le Hoc
  • Lager Bismarckstraße 44
  • Lager Schulzenfeld
  • Lager Kraftwerk Fenne
  • Lager Am Leh
  • Lager Glashütte Fenne (Fa.Kreis)
  • Lager Saal Theis, Bismarckstraße
  • Lager Roma, Bismarckstraße
  • Lager Bürgerbräu am Alten Markt
  • Lager Drahtwerke Luisenthal
  • Lager Firma Wuppermann, Bismackstraße
  • Lager Firma Trockle (Wehrden)
  • Lager Obervölklingen
  • Lager Firma Hafner (Fürstenhausen)
  • Lager Heimer
  • Lager Rotenhof (Am Schutt)
  • Lager Kath. Vereinshaus
  • Lager Dyckerhoff & Widmann

(LXIII. S.44/45)

1941/42:
War ein sehr kalter Winter mit Temperaturen bis -20 Grad. Die Saar war auch in Völklingen zugefroren. (LXIII. S.46)

Völklingen 1935 - 1945
Völklingen 1935 – 1945

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