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Die Geschichte der Stadt Völklingen

1869:
4. Januar: Einweihung der Saarbrücke von Völklingen nach Wehrden.

Die erste Saarbrücke zwischen Völklingen und Wehrden.
Die erste Saarbrücke zwischen Völklingen und Wehrden.

1870:
19. Juli: Frankreich erklärte Preußen den Krieg
21. Juli: Sicherung der Brücke Wehrden
23. Juli: Gefecht bei Wehrden.
27. Juli: die „Schlacht bei Geislautern
02. August: die Franzosen beschossen mit 2 Kanonen vom Hohberg in Fürstenhausen her Völklingen. (LXIII. S.8)

1871:
10. Mai: Der Friede von Frankfurt am Main beendete den Deutsch-Französischen Krieg. Elsaß und Lothringen kamen zum Deutschen Reich.

1872:
eine 6 km lange Verbindungsbahn vom Bahnhof Völklingen zur Grube Viktoria in Püttlingen wurde fertig. Die Grubenbahn führte durch das Gelände der Kohlen-und Rohproduktenhandlung Schiel & Co (heute Verkehrskreisel Heidstock), kreuzte die Provinzialstraße (obere Karl-Janssen-Str.) und lief über den „Schwarzen Weg“ durch den Völklinger Wald zur Grube.
25. Juli: Die Freiwillige Feuerwehr Völklingen wurde unter Bürgermeister Kühlwein gegründet. Sie bestand aus 2 Löschzügen. (LXIII. S.9)
Völklingen zählt 5.711 Einwohner.

1873:
Gründung der Völklinger Eisenhütte in der Gemarkung „Jungfernbrühl“. Sie arbeitete zunächst mit 10 Puddelöfen und drei Schweißöfen.
In Obervölklingen wurde ein Schulhaus erbaut und im Herbst in betrieb genommen. (LXIII. S.9)

1874:
Der Gemeinderat unter Bürgermeister Kühlwein beschloss einstimmig den Bau eines neuen Gemeindehauses. Im „Unterdorf“ wurde dagegen Protest eingelegt, da der Weg zu weit wäre. Mit dem Bau des neuen Rathauses wurde die Verlagerung des Ortszentrums vom „Alten Brühl“ an der Saar, an die Hauptstraßen nach Wehrden und Bous eingeleitet. (LXIII. S.10)

Völklingens erstes Gemeindehaus
Völklingens erstes Gemeindehaus

1875:
In der heutigen Kühlweinstraße wurde ein neuer Friedhof angelegt. (LXIII. S.10)
Völklingen hat 4202 Einwohner.

1876:
Am 1. Januar erschien erstmals die „Völklinger Zeitung“, die später in „Völklinger Nachrichten“ umbenannt wurde.
Der Anna-Schacht wurde als „Simschelter Schacht“ angehauen.
Das damals zweistöckige Rathaus wurde bezogen. (LXIII. S.10)
Im Knappschaftslazarett sind in diesem Jahr insgesamt 552 Patienten behandelt worden.

1879:
Der Bürgermeister Jakob Kühlwein verstarb am 20. Oktober und wurde auf dem Friedhof Kühlweinstraße (jetzt Bürgerpark) bestattet.

Das Grab Kühlweins auf dem alten Völklinger Friedhof, dem heutigen Bürgerpark
Das Grab Kühlweins auf dem alten Völklinger Friedhof, dem heutigen Bürgerpark

Neuer Bürgermeister wurde Carl Stürmer.
Es arbeiteten bereits 345 Beschäftigte auf der Völklinger Eisenhütte, die aber wegen Absatzschwierigkeiten im gleichen Jahr stillgelegt wurde.
27. November: Hochwasser in Völklingen. Pegelstand von 8.70m. Im gleichen Jahr wird die Kanalisierung der Saar bis Ensdorf vollendet. (LXIII. S.11)

1880:
4250 Einwohner leben in Völklingen.

1881:
Bebauung in dieser Zeit:

Die Bebauung Völklingens um 1881
Die Bebauung Völklingens um 1881

1881

Im Juni erwarben die Gebrüder Haldy die stillgelegte Hütte auf einer Versteigerung für 200.000 Mark und verkauften sie am 8. August an den Saarbrücker Kaufmann Karl Röchling für 270.000 Mark. Das Völklinger Eisenwerk entwickelte sich unter der Familie Röchling in den folgenden Jahren zu einer der größten und modernsten Hütten in Deutschland. Der große Bedarf an Arbeitskräften bedeutete für Völklingen und Umgebung nochmals eine rasante Bevölkerungsentwicklung.

1882:
Auf der „Völklinger Hütte“ wurde am 2. Juli der Grundstein zum 1. Hochofen gelegt. Röchling gründete im gleichen Jahr eine Betriebskrankenkasse.
Völklingen erhält ein Postamt 3. Klasse (1891 wird es zur 2. Klasse, 1906 zur 1. Klasse erhoben).

1883:
Der 1. Hochofen der Völklinger Hütte und die Gasgebläsehalle wurden in Betrieb genommen. Die Puddel- und Schweißöfen wurden stillgelegt.
Die Hütte erbaute die Kolonie I und Häuser für leitendes Personal am alten Bahnhof (Torhaus 6). (LXIII. S.12)
Die Martinskirche muss erweitert werden.
Etwa zu dieser Zeit wird die Bahn-Strecke Völklingen – Wadgassen – Überherrn – Diedenhofen gebaut.

1884:
Die Hütte begann mit dem Bau von dreizehn zweigeschossigen Arbeiterhäusern in der Kolonie III (Eupener Straße). Zur gleichen Zeit wurde die Kolonie II (Hochstraße) erbaut.(LXIII. S.12)
Röchling beschäftigte schon 1067 Mitarbeiter.

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