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Die Geschichte der Stadt Völklingen

1804:
Völklingen zählte 613 Einwohner.
Am 05. Oktober kommt Napoleon I. durch Völklingen (XLII. S.82)

1805:
Bürgermeister W. Nessler wurde ermordet. Wenig ist über die näheren Umstände seines Todes bekannt, eine Eintragung im Sterberegister der evangelischen Kirchengemeinde gibt eine bescheidene Auskunft, wonach er an den Folgen einer ihm am 24. Februar 1805 in den Unterleib geschossenen Kugel starb. Weiter ist vermerkt, daß er am 26. begraben wurde und 49 Jahre alt war. Nach einer alten Überlieferung fand er den Tod durch die Kugel eines Zigeuners. Seine Nachfolger waren Nikolaus Beilstein und Georg Kunckel. Beigesetzt wurde W. Nessler auf dem Simultanfriedhof bei der alten evangelischen Martinskirche. Bei der Einebnung des Friedhofs wurde der für damalige Verhältnisse prächtige Grabstein zum Friedhof in der Kühlweinstraße gebracht, wo er an der Westseite der Friedhofsmauer aufgestellt wurde. Der Grabstein trägt die Inschrift: “ Hier ruht die sterbliche Hülle des Herrn Wilhelm Nessler, Notaire u. Maire dahier war geboren zu Lichtenau in Hessen d. 23. Mai 1755 starb durch Mördershand d. 24 Febr. 1805.“ (Zeitungsartikel der SZ vom 19.10.1966)

Hier eine Aufnahme (von Andreas Hell 2001) des Grabsteins von Wilhelm Nessler, heute zu sehen im "Bürgerpark"
Hier eine Aufnahme (von Andreas Hell 2001) des Grabsteins von Wilhelm Nessler, heute zu sehen im „Bürgerpark“

1807:
Napoleon Bonaparte eröffnete im heutigen Stadtteil „Geislautern“ die „École pratique de Mines“, eine Art technische Hochschule.

1814:
Der „1. Pariser Frieden“ (30. Mai 1814) beließ den größten und wertvollsten Teil des „Saarbrücker Landes“ bei Frankreich.

1815:
Der „2. Pariser Frieden“ (2. November 1815) trennte das Saarland restlos von Frankreich. Nach der Niederlage Napoleons bei Waterloo wurde also vereinbart, dass Saarlouis und Saarbrücken der preußischen Rheinprovinz zugeteilt wurden.
Die „Bürgermeisterei Völklingen“ wie sie nun im amtlichen Sprachgebrauch hieß, wurde in Teil des neu geschaffenen Landkreises Saarbrücken. Neben den Dörfern des ehemaligen Völklinger Hofes gehörten auch Püttlingen mit Altenkessel-Neudorf, Großwald und Rockershausen bis 1868 zur Bürgermeisterei Völklingen. Der amtierende Bürgermeister in dieser Zeit war Fr. Schaeffer.

1816:
Einwohnerzahl: 744 (LVIII. S.55)
Johann Jakob Röchling wurde Bürgermeister.

Kühlwein Jakob
Kühlwein Jakob

1817:
Bau eines katholischen Pfarrhauses. (LVIII. S.164)
Bau eines Schienenweges von der Grube Bauernwald zur Saar für pferdebespannte Grubenwagen (FriederikenSchienenweg). Länge 2,5 km. (LVIII. S.73)

1818:
In Völklingen und Umgebung werden Streifen nach Vagabunden und Gesindel angeordnet und durchgeführt.

1821:
Grube Gerhard wird angelegt. – Die Pfarrei Völklingen gehört zum Dekanat Saarbrücken.

1821/22:
Bau der ersten katholischen Schule in Völklingen. 1829 wurden von einem Lehrer 225 Kinder unterrichtet, davon allein 95 aus Wehrden.
Karl Kunckel wurde Bürgermeister.
Völklingen hat 810 Einwohner.

1825:
Inangriffnahme der Neuvermessung des Bannes. Völklingen hat 2.068 Morgen Gemeindeland. Der gesamte Bann beträgt 3.245 Morgen (XLII. S.91)

1830:
Ein zeitgenössischer Bericht: „Völklingen, ein Dorf an der Saar mit der Fromersbacher Mühle, einer Simultankirche, 138 Feuerstellen, 922 Einwohnern und Gipsbrüchen.“ (F. von Restorff, Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinzen. Berlin-Stettin 1830)
Rückschlüsse auf das Aussehen Völklingens um 1830 ermöglicht eine Anweisung des Saarbrücker Landrates Dern an den Völklinger Bürgermeister anläßlich einer zu erwartenden Durchfahrt des preußischen Prinzen Wilhelm. Da heißt es u. a.:
„Schon hierher Völklingen, von Saarbrücken aus gesehen, wo die Chaussee aufhört, kurz vor der Einfahrt ins Dorf, besonders auf dem Hügel, wo immer Löcher waren, und den Hügel herunter bis an die Stallungen des Herrn Bürgermeisters (= in der Gegend des heutigen Amtsgerichtes) soll alles so instandgesetzt werden, daß dieser üble Strich ohne alle Gefahr und Anstand passiert werden kann. Durch das Dorf Völklingen dürfen keine Wagen, Ackergeschirre, Holz oder Dung im Wege liegen; eventuelle Löcher in der Straße sollen gehörig zugemacht und alles so instandgesetzt werden, daß der Weg auch in schnellem Fahren gut passiert werden kann. Zwischen Völklingen und Wehrden soll der Weg gut hergestellt und die Abzugsgräben neben dem Weg her ausgestochen werden, damit nicht allein das Wasser Abzugsmöglichkeit hat, sondern auch die Gräben, nach der Schnur gezogen, keinen Mißstand machen.“
G.Leber war Bürgermeister bis 1831

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