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Völklinger Namen

Diese Aufzählung beruht auf einer Aufstellung in einem Manuskript eines unbekannten Autors.

Völklingen,
822 Fulcelingas. Patronymische oder Zugehörigkeitsform. Der germanische Personenname Fulco wurde durch Verkleinerung
zu Fulculo. Diesem Namen wurde die Zugehörigkeitsergänzung -ing in der Mehrzahl -ingen angehängt. Bedeutung also: Zu den Leuten oder der Siedlung des Fulcilo.

Die Saar,
lateinisch Saravus, 4. Jh. Sara, Sarra indogermanisch sar fließen, sskr. saras Wasser, saril Fluß. oberdeutsch das Sar Schilf, Binse. Vergl. der Saarbach, Ommersheim u. Fleckenstein, Vogesen. Saarbach, Schönau, Pfalz – 1660 le Sarbach, Leberach, EIs. – Merlsaar, Ludweiler – Fluß Sar, li.z.Vorderrhein, Schweiz, mit d.SN Sarganz, Sarboden, Sarfall (alt Saruna) – Sahrbach li. zur Ahr – Fluß Saar u. Saargrund b.Eisfeld, Thür.Wald. 1196 ripa Sara, 0.0. b.Buck – Sara, alter Name der Serre, zur Oise, Frankr. – Sara, alter Name d. Molignee, zur Maas – Bach Zarrenbeck, Arrond. Dixmude, Belg., mit SN Zarren, alt Sarra.

Der Köllerbach,
893 in Colredalio (Wolfgang Jungandreasp Historisches Lexikon der Siedlungs- und Flurnamen des Mosellandes. Trier 1962 – S.231), 1223 Collertal (August Herrmann Jungk, Regesten zur Geschichte der ehemaligen Nassau-Saarbrückischen Lande. Saarbrücken 1914-1919 – S. 247) Kelt col, cull = Sumpf, mnd.goole. Vergl. Kohlbach, Bad Ems, 1367 Koylbach – Kohlbach, Fronhofen, Pfalz – Köllbach, li.z.Nagold, Schwarzw. – Köllenwieserbach, Hellenhausen – SN Ober-Köllnbach, 731 Colinpah, BA Landshut – Köllerbruch, Weiskirchen – Kohlenbruch, Schwemlingen – Kohlbach, Fürstenhausen und Quierschied – Kollerbach, b.Pfronten, Bayr.Alpen. – Köllenwies, Eiweiler – Köllesbroch, Bergen, Saarl.

Der Frommersbach,
Banngrenze nach Altenkessel. 1330 Frymersbach, 1372 Frumersbach, 1377 Frymersbach, 1381 Fremersbach. lateinisch fremo = wallen, rauschen, brausen, neufranzösisch fremir. Vergl. Fromersau, Limbach Kr. Sls – Frommbach, Rhaunen, Hunsr. – Frombach, Hornberg, Schwarzw. – SN Pfrombach, BA Erding, c.1100 Frumpach.

Rotstay,
Wie Rotweg Name alter Straße. keltisch rüdJrut Straße, neufranzösisch route, afrz.rote, it.rotta. Weg, Vergl. Roter Weg, Geislautern -zu rotersteige, roten steige, 1293/94 Wiesloch, Baden (der alte Weg fohrt zum Dorfe Rot und heiBt im Volksmund „Dammweg“.)- 1401 an der Rotensteye, 1523 dy alt rot Steig, 1617 in der alten Rotensteig, Malschenberg, Baden. Rote Steig, Straße Rottenburg – Ofterdingen. Steig: althochdeutschstiga = Pfad, Weg, bedeutungsverengt althochdeutsch steiga = zur Höhe fDhrender Weg. Um 1100 Aldunsteiga, b.Nagold, Schwarzw. – 1521 bis uff die Rottsteige, Niedersteinbach, Pfalz. – 1577 bei der Rothensteig, Gutenbach, Baden.

Rotenberg,
Der Berg scheint gleichfalls seinen Namen von der dort verlaufenden alten Straße zu haben.

An der Grät.
mittelhochdeutsch graht = Graben, niederländisch gracht. Vergl. Uf der Graechte, 1491 Bachem – 1630 die gregt, Wallerfangen.- 1689 die gredt oder Graaben, Spichern. 1738 Judenpfad, jetzt Gerhardstraße. Verluft von der Köllerbachbrückke bis zur Banngrenze am Kesselbrunnen, setzt sich fort auf Püttlinger Bann in der Ritterstraße, die auf Riegelsberger Bann wieder Judenpfad heißt. – Römische straße. Im Mittelalter wurden in Namen Juden mit Heiden, d.h. Vorchristen gleichgestellt. S.Judenhohl, Judengehäu in Lauterbacher Namen!
Vergl. Judenpfad, Brotdorf, Fitten, Püttlingen (mit röm. Siedlg.) Erden, Mos. – Judenweg, Oberleuken – Judenstraße, Schleddendorf, Westf.