Stadtteil Wehrden • das Fischerdorf an der Saar
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1966 (Bild: Stadt VK)

1971 (Bild: Stadt VK)
Der heute nach Ludweiler zweitgrößte Stadtteil Völklingens ist eine der ältesten Siedlungen unserer näheren
Heimat. Diese Tatsache lässt sich auf die verkehrsgünstige Lage des Ortes zurückführen. Schon seit den
ältesten Zeiten führte eine Straße aus dem Metzer Gebiet durch den Warndt in Wehrden über die Saar nach
Völklingen, während eine zweite Straße von Saargemünd über Saarbrücken, Völklingen und Wehrden nach
Wadgassen verlief. Die Stelle an der Saar, an der sich später der Ort Wehrden entwickeln sollte, eignete sich
besonders gut zur Flußüberführung, weil hier die Rossel durch Geröllaufschüttung in der Saar eine Furt bildete.
Die Bedeutung des Namens "Wehrden" ist umstritten. Einerseits lässt er sich erklären mit "einer am Berg
gelegenen Siedlung" (vgl. Werdenfels, Wartburg); andererseits spricht vieles für die Bedeutung "werth" gleich
"Insel" oder "erhöhtes Land im Wasser", denn genau das entstand ja durch die Aufschüttung der Rossel in der
Saar.
Wann nun der Ort Wehrden entstanden ist, kann man heute nicht mehr genau feststellen. Die erste urkundliche
Erwähnung stammt aus einem Schenkungsbrief des Grafen Simon 2. von Saarbrücken an die Abtei
Wadgassen aus dem Jahre 1234.
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1267:
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Es wurde die Schenkung von der Tochter Graf Simons bestätigt.
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1313:
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Ersterwähnung der Wehrdener Fähre. Sie bestand aus einer Ponte und einem Nachen,
die Einkünfte gingen an den Grafen von Saarbrücken. Der Kreuzungspunkt zweier wichtiger Straßen in Wehrden
sowie die Tatsache, dass die gesamte Saar ohne Brücke war - die erste Saarbrücke wurde 1594 in
Saarbrücken gebaut -, verliehen dieser Fähre ihre überaus große Bedeutung. Die Anlegestelle befand sich
zwischen der Rosselmündung und dem ehemaligen Anwesen Trockle in der Saarstraße, auf das die Hostenbacher
Straße stößt, die damalige Hauptstraße von Wehrden.
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1422:
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Ein Weistum (Aufzeichnung des Gewohnheitsrechtes) des
Völklinger Hofes regelte die
Rechte und Pflichten um die Wehrdener Fähre. Durch ihre große Bedeutung bot sie aber auch Grund zu
Streitigkeiten zwischen Wadgassen, den Saarbrücker Grafen und anderen Benutzern.
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1430:
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Lothringer, die sich im Krieg mit Saarbrücken befanden, zerstörten die Fähre. Jahrelang war
keine Überfahrt mehr möglich.
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1434:
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Gegen Lieferung von Naturalien durfte Johann von Crichingen die Wehrdener Fähre
benutzen. Für ihn bedeutete sie den Zugang zu seiner Püttlinger Herrschaft.
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Um 1450:
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Der Völklinger Hof erwarb die Fähre und verpachtete sie gegen die jährliche Zahlung
eines Batzens. Die Fähre blieb bis 1799 im Besitz des Hofes.
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1518:
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Das Jahrgeding von Völklingen erwähnt, dass Wehrden und
Geislautern.
im Verlauf einer
Fehde niedergebrannt wurden.
Bis zu diesem Jahr verfügte der Völklinger Hof über eine eigene Hochgerichtsbarkeit, die der Vogt nicht nur über
die Dörfer des Hofes, sondern auch über Hostenbach, Werbeln, Schaffhausen, Spurk und den Warndt ausübte.
Todeskandidaten aus den letztgenannten Orten wurden auf dem Wehrdener Galgenberg hingerichtet, während
der Galgen für die Bewohner des Völklinger Hofes, also auch für die Wehrdener selbst, in Völklingen stand.
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1524:
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Das Jahrgeding von Völklingen nennt 8 Haushaltungen in Wehrden.
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1542:
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Die Türkeneinschatzung, liefert und die ersten aufschlussreichen Statistiken über Bevölkerungszahl,
Berufsgruppen und Vermögensverhältnisse. Wehrden zählte 13 Haushalte mit etwa 60 Menschen.
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1549:
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Erwähnung einer herrschaftlichen Mühle am linken Rosselufer, auf der die Bewohner Wehrdens,
Geislauterns und Fürstenhausens mahlen lassen mussten. Später ging die Mühle in den Besitz der Familie Quirin
über. 1918 wurde ihr betrieb eingestellt, die Gebäude werden vom Sägewerk Riewer übernommen. Vor dem
Dreißigjährigen Krieg existierte in Wehrden eine Kupferhütte im bereich der heutigen Autobahnbrücke zwischen der
Rossel und der Ludweilerstraße. Nach dem Krieg lag die Geislauterner Hütte still.
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1572:
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Bauern des Völklinger Hofes, darunter auch 12 Wehrdener, weigerten sich, dem Saarbrücker
Grafen Frondienste für den Bau des Homburger Schlosses zu leisten.
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1618-1648:
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Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges wurde das Gebiet des Völklinger Hofes verwüstet
und entvölkert.
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1635: |
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Nach dem Einfall des kaiserlichen Feldherrn Gallas in die Grafschaft Saarbrücken zog der
Saarbrücker Rentmeister Klicker eine traurige Bilanz: 8 oder 9 Untertanen gab es noch. Zum vergleich: 1628 lebten im Völklinger Hof
68 Menschen.
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ab 1660:
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Wieder Zunahme der Bevölkerung, vor allem durch Neuansiedler. In den folgenden Jahrzehnten bildeten die
katholischen Bewohner Wehrdens die Mehrheit, obwohl die Grafschaft Saarbrücken seit 1575 protestantisch war.
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1680:
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Wehrden und Fürstenhausen je 5 Familien.
Völklingen 12 Familien.
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1684:
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Wehrden zählte 46 Katholiken innerhalb der Pfarrei Völklingen.
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1701-1713:
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Im Verlauf des Spanischen Erbfolgekrieges bauten die Franzosen bei Wehrden eine hölzerne Brücke über die Saar, um ihre Truppen schneller
transportieren zu können.
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1730:
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19 Familien in Wehrden.
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1739:
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Die lutherischen Kinder besuchen eine Schule in
Fürstenhausen.
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um 1750:
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Kammerrat Lex berichtete: Der Wehrdener Bann umfasste etwa 2500 Morgen. Alle Wehrdener Untertanen des Saarbrücker Fürsten waren leibeigen.
Man zählte 26 fronbare Gemeinsmänner und 2 Witwen, 5 Familien waren lutherisch, 1 reformiert, der Rest katholisch. 27 Häuser waren mit Stroh,
und 10 mit Ziegeln gedeckt.
Der katholische Schulmeister wohnet zwar als Gemansmann in Völklingen, hält aber seine Schule in seinem Hause, teils jenseits der Saar zu Wehrden.
Schließlich hat der gesamte Völklinger Hof eine Fähre bei Wehrden, allwo Wagen und Pferde sowohl als Fußgänger in Pontons und Nachen über
die Saar transportiert werden. Das Fahrgeld geht aber meistens zur Unterhaltung des Färgers (Fährmanns).
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1756:
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Amtmann Lex: Zur Meierei Völklingen
gehörten die Dörfer
Wehrden,
Fürstenhausen,
Geislautern
und Knausholz.
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1763:
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Fürst Wilhelm Heinrich von Saarbrücken plante den Bau einer Steinbrücke von Wehrden nach Völklingen mit vier Brückenbogen. Der Plan kam
jedoch nicht zur Ausführung.
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1766:
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Wehrden wurde Grenzort. Fürst Wilhelm Heinrich tauschte mit dem französischen König Besitzungen aus.
Er überließ Fankreich den Wadgasser Besitz, d.h.
Wadgassen, Hostenbach, Schaffhausen und Werbeln, konnte aber den Warndt, der schon lange Ziel französischer Wünsche war, seinem Haus
bewahren. die Nordgrenze des Wehrdener Bannes (Rittersbach und Anwandsweg) wurde damit deutsch-französische Grenze.
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1793:
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Französische Revolutionstruppen besetzten die Grafschaft Saarbrücken. Fürst Ludwig
musste flüchten, was gleichzeitig auch das Ende der Grafschaft
bedeutete.
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um 1800:
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Wehrden zählte 34 Haushaltungen mit 199 Einwohnern, die fast alle von der Landwirtschaft lebten.
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1808:
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An der Saar, vermutlich Ecke Saarstraße-Hostenbacher Straße, entstand eine Schiffszimmerei.
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1814:
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Im Ersten Pariser Frieden wurde bestimmt, dass Saarlouis und Saarbrücken, und damit auch Wehrden französisch blieben.
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1815:
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Nach der Niederlage Napoleons bei Waterloo wurde im Zweiten Pariser Frieden vereinbart, dass Saarlouis und Saarbrücken der preußischen
Rheinprovinz zugeteilt wurden. Damit kam die Gemeinde Wehrden als Teil der
Bürgermeisterei Völklingen zum Kreis Saarbrücken.
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1820:
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Wehrden zählte 376 Einwohner.
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1825:
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Nach einer Aufstellung verfügt vom Landrat Dern waren nur 5 Familien des Ortes wohlhabend. Etwa 90% der Wehrdener Bevölkerung konnte sich
mehr schlecht als recht von ihrer landwirtschaftlichen Produktion ernähren. Der karge Sandboden, das für die Landwirtschaft recht schwierige
hügelige Gelände und die zum Teil weit auseinander liegenden Grundstücke erschwerten zudem die
Arbeit auf dem Felde.
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1829:
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Wehrden richtete für die etwa 40 katholischen Schulkinder eine eigene Schule ein. Das Schulhaus stand in der Saarstraße.
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1834:
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Wehrden zählte 55 Häuser mit 482 Einwohnern.
Die Schaffhauser Straße wurde neu angelegt.
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1839:
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Wehrden und Geislautern erbauten ein Gemeinsames Schulhaus in der Ludweilerstraße für ihre evangelischen Schulkinder.
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1820:
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Sehr große Hungersnot aufgrund der schlechten Lebensbedingungen. Ein sehr geringes Angebot an Arbeitsplätzen ( in Wehrden die Mühle
Quirin 3 Arbeiter, eine Schiffszimmerei und die Fähre). Eine Reihe von Familien wanderte aus wirtschaftlicher Not aus.
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1830:
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Es kam der preußische Prinz Wilhelm durch Völklingen und Wehrden. Aus diesem Grunde
musste "im Dorf Wehrden der Weg nicht allein ausgebessert,
sondern auch frei und rein gehalten werden, damit er besonders an den Stellen, wo er schmal sei und an Häusern vorbeiziehe, kein Hindernis
abwerfe...."
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1860:
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Die Einwohnerzahl betrug 653 Einwohner.
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1865:
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Landrat von Gaertner regte Bürgermeister Kühlwein an eine Brücke über die Saar zu bauen.
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1867:
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Der Bau der Brücke wurde bewilligt.
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1869:
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Am ersten Januar wurde die neue Brücke eingeweiht und dem öffentlichen Verkehr übergeben. Gleichzeitig stellte die Fähre ihren Dienst ein.
Sie war 91 m lang und 8 m breit. Ihre Fahrbahndecke bestand aus Holzpflaster. Besonders ungewöhnlich war die Begrenzung der Brücke auf
beiden Seiten durch eine 2 m hohe Eisenkonstruktion. Neben der Brücke stand das sog. Brückenhäuschen mit Brückenschranke.
Wer damals die Brücke überqueren wollte musste beim "Brückenschorsch" das Brückengeld entrichten. So zahlte z.B. ein Fußgänger ein Wegegeld
von 2 Pfennig; für ein leeres Fuhrwerk mussten 10 Pfennig und für ein beladenes 20 Pfennig entrichtet werden.
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1873:
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Bau einer Kapelle in Wehrden im Bereich der
heutigen Ludweilerstraße.
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1875-1879:
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Im Zuge der Saarkanalisierung von Luisenthal bis Ensdorf wurden in Wehrden die Schleuse und das Nadelwehr erbaut.
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1881:
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Carl Röchling erwarb die 1873 gegründete, und heute stillgelegte
Völklinger Eisenhütte .
Mit dem raschen Aufschwung der Hütte siedelten sich auch viele Arbeiter in Wehrden an.
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1894:
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Das Schulhaus in der Schulstraße wurde errichtet
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1898/99:
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Bau der Wehrdener Pfarrkirche "St. Josef", die am 9. Mai 1903 eingeweiht wurde.
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St. Josef; 1954(Bild: Stadt Völklingen).
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1905:
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Wehrden zählte 4.706 Einwohner
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Grabenstraße 1905
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1906:
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Wehrden wurde zur selbständigen Pfarrei erhoben.
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1907:
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Bau der Rosselbrücke beim Sägewerk Prudlo.
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1908:
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Fertigstellung der Eisenbahnstrecke
- Fürstenhausen - Wehrden - Hostenbach. Zum Bau des
Tunnels wurden hauptsächlich italienische
Gastarbeiter eingesetzt, die zum größten Teil in
Holzbaracken im Haller wohnten. Wehrden erhielt daher
damals den Beinamen "Klein-Italien".
Bericht aus der "Völklinger Zeitung":
"Wehrden kann mit Stolz auf die letzten Jahre
zurückblicken, da der Ort durch Schulbauten,
Warenhausbauten, Pflasterungen der Wege, Umbau
der Rosselbrücke und nun durch die Wasserversorgung
in wirtschaftlicher sowie verkehrs- und hygienischer
Beziehung bedeutende Fortschritte
zu verzeichnen hat. Wie wir hörten sollen auch sämtliche
Straßen im Orte Wehrden mit Pflaster und Trottoir
ausgebaut und mit elektrischem Licht
versehen werden, so daß es nun bald heißen wird:
Völklingen bei Wehrden anstatt Wehrden bei Völklingen."
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1909:
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Am 3. September wurde die Straßenbahnlinie
Völklingen - Wehrden - Geislautern - Großrosseln bzw. Ludweiler
in Betrieb genommen.
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1910:
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Das Schulhaus in der Kleinen Bergstraße wurde errichtet.
5.407 Einwohner
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Schaffhauserstraße 1912
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1913:
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Die Röchling'schen Eisenwerke Völklingen bauten in Wehrden ein Kraftwerk zur Eigenversorgung. Es war zunächst mit 6 Dampfkesseln
ausgestattet, in den Jahren 1916 bis 1919 kamen 8 weitere hinzu.
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1914:
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Der erste Weltkrieg begann. Er beendete die schnelle Aufwärtsentwicklung Wehrdens vorerst. Die Wehrdener Schulchronik berichtet:
"Aus allen Häusern ertönen vaterländische Gesänge. Auch die eingezogenen Wehrdener ziehen, die Wacht am Rhein singend, durch die Straßen.
Helle Zuversicht strahlt aus ihren Augen." Die Wirklichkeit sah jedoch anders aus. Bereits nach den ersten ernsthaften Gefechten kamen ganze
Schiffsladungen mit verwundeten Franzosen aber auch Deutschen an der Wehrdener Schleuse an. Dort versorgte man sie zunächst notdürftig in
Zelten. Danach wurden sie mit Kutschen und Autos ins Völklinger Bergmannslazarett gebracht.
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1915:
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Viele Soldatenfrauen stellten Unterstützungsanträge; es musste ein Heldenfriedhof für die ersten gefallenen Wehrdener Soldaten angelegt werden.
Je länger der Krieg dauerte desto größer wurde die Not.
Das Brot wurde rationiert, Mehl durch Kartoffelzusatz gestreckt. Eine schlechte Kartoffelernte brachte 1916/17 den sog. "Kohlrübenwinter".
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1917:
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Im April mußte die Brotration auf 170 Gramm je Kopf und Tag, die Kartoffelzuteilung auf 5 Pfund je Kopf und Woche herabgesetzt werden.
Die Versorgung an Nahrungsmitteln war katastrophal.
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1914-1918:
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Die Waldsiedlung entstand. Ein Projekt der Baugenossenschaft 04
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Blick auf Wehrden 1920
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1922:
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In Wehrden lebten 6.049 Menschen
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1933:
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Die Autobuslinie Völklingen-Wehrden-Schaffhausen-Wadgassen-Differten ging in betrieb.
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1935:
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Wehrden zählte 6.283 Einwohner.
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1936-38:
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Die sog. Vogelsiedlung wurde oberhalb des Friedhofes gebaut.
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1937:
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Am 1. April wurden der
Amtsbürgermeisterei Völklingen die Stadtrechte verliehen. Die bis dahin
selbständige Gemeinde Wehrden verlor ihre Eigenständigkeit und wurde der neuen Stadt als Stadtteil eingegliedert.
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1942:
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Nach dem ersten Bombenangriff auf das Saarland im Juli 1942 wurden überall die Flakstellungen besetzt, so auch auf dem Wehrdener Berg
(Hoheberg). Die Tagesstrecken der ehemaligen Grube Geislautern wurden von der Bevölkerung
als Luftschutzräume benutzt.
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1944:
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Am 11. Mai erfolgte ein direkter Bombenangriff auf Wehrden:
Besonders betroffen davon waren der Haller und der Bereich des Brückenkopfes. 16 Häuser wurden total
zerstört und 55 Häuser schwer
beschädigt. 24 Tote gab es zu beklagen.
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Blick von Völklingen nach Wehrden.
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Quelle: http://www.flugzeugabstuerze-saarland.de/html/body_luftangriffe.html
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Der 2. Angriff war am 5. Oktober:
Es wurden gezählt: 9 Brandbomben und 2 Bombeneinschläge an der Bahnböschung. Die Dächer in
Bruchwiesen-, Lorenz-, Graben-, Saar-, Schul-
und Hostenbacher Straße waren alle beschädigt. Im ganzen Stadtteil waren eine große Anzahl Scheiben an Geschäften und Privathäusern zertrümmert.
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1947:
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Wehrden zählte 5.512 Einwohner.
Am 28./29. Dezember wurde mit 9,12 m (normal: 2,12m) der höchste Pegelstand der Saar bei Hochwasser gemessen. Der "Brückenkopf", der Marktplatz und
die Saarstraße waren überflutet.
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1948/49:
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Neubau der zerstörten Saarbrücke. Man errichtete eine Blechträgerbrücke mit
aufbetonierter Fahrbahndecke. Ihre Gesamtspannweite
beträgt 85,70m bei einer Breite von 11,60 m.
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1950:
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Die Wohnungsnot erforderte ein gezieltes Neubauprogramm. In den Jahren 1950 bis 1954 entstand die "Kettlersiedlung"
1952 bis 1953 die Schwalbenstraße
Die alte Schleusenbrücke, die sich an die Blechträgerbrücke anschloss erwies sich als
Verkehrsengpass. Ein neuer Brückenteil wurde gebaut.
Er fügte sich mit einer Spannweiter von 36 m nahtlos an den ersten Teil an.
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1953:
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Grundsteinlegung zur neuen ev. Auferstehungskirche in der Ludweilerstraße am 3. Mai.
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Die ev. Kirche von Geislautern und Wehrden; klein eigenblendet: der Turm. (A.Hell)
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St. Josef; 1954(Bild: Stadt Völklingen).
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1955:
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In Wehrden wohnten 6.440 Menschen
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ab 1956-62:
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wurden im Rahmen des sozialen Wohnungsbaues auf dem Wehrdener Berg 400 Wohnungen erstellt, davon 200 in fünf neungeschossigen
Hochhäusern
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1959:
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Die Straßenbahnlinie Völklingen-Wehrden-Geislautern-Großrosseln wurde stillgelegt.
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1963:
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Wehrden zählte 7.622 Einwohner.
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1964:
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Der Pfarrbezirk Wehrden/Geislautern wird innerhalb der "Evangelischen Auferstehungsgemeinde Völklingen" gegründet.
Am 30. September erfolgte die Grundsteinlegung für die neue katholische Kirche "St. Hedwig" auf dem Wehrdener Berg.
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1967:
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Bau der neuen Hallerbrücke.
Ausbau der B406 von Fürstenhausen bis Wadgassen und damit verbunden der Bau der Rosseltalbrücke.
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1968:
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"St. Hedwig" wurde selbständige Gemeinde.
Beginn der Erschließung der Gemarkung "Rittersbach" durch die Baugenossenschaft 04.
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1970:
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In Wehrden lebten 7.112 Einwohner.
Der "Vorderste Berg" wurde als Gewerbegebiet erschlossen.
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1970/71:
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erfolgte der Bau von drei Hochhäusern in der Gemarkung "Zum Rauenhübel".
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1972:
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Die Rosseltalbrücke wurde für den Verkehr freigegeben. Sie ist 500,5 m lang bei einer Breite von 19,50m und ruht auf 12 Pfeilern. Ihre größte
Höhe über dem Erdboden erreicht sie über der Rossel mit 25m. Die Baukosten betrugen 6,4 Mio DM.
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(Fotos: Stadt Völklingen)
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1974:
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Der Bahnhof Wehrden wurde abgerissen.
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1967-1970:
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Das alte Wehr an der Saar wurde durch ein vollelektronisches Klappenwehr ersetzt.
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1977:
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Die Stadt Völklingen begann mit der Erschließung des Gewerbegebietes "Vorderster Berg"
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1990:
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Wehrden zählte 6.469 Einwohner, davon 4.904 Katholiken, 898 Protestanten und 665 Anhänger anderer
Bekenntnisse. Der Ausländeranteil
betrug etwa 10%.
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1997:
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Durch den Saarausbau als "Großschifffahrtsstraße" fiel die Wehrdener Schleuse weg.
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Abbruch des Wehrs. (Foto: Stadt Völklingen)
Die Hochhäuser, die in der Mitte des Brückenkopfes
Wehrden den Verkehr wie eine Insel um sich fließen
ließen wurden endlich abgerissen.
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2000:
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Im Juli wurde die Schiffsanlegestelle an der Saar eingeweiht.

Blick von der Brücke zwischen Völklingen und Wehrden.
Im Hintergrund die beiden Schlackenberge "Hermann" und "Dorothea"
Links davon zwei "Kühltürme"
Rechts davon das inzwischen stillgelegte "Kraftwerk Wehrden".
Links: Wehrden mit der neuen Schiffsanlegestelle
Im Vordergrund: Die Saar (ehemalige Schleuse) Foto: Andreas Hell 2001
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2001:
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Der neue Brückenkopf und die damit verbundene neue Verkehrsregelung sind endlich fertig.
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Die neue Brücke (Foto Andreas Hell 2001)
von links: Ortskern Wehrden, Kraftwerk Wehrden, Gasometer, Weltkulturerbe
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Foto: Andreas Hell 2001
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2002:
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Der neue Wehrdener Platz (rund 1000 qm) wurde fertiggestellt. Er liegt direkt oberhalb der künftigen Saarpromenade
und der Anlegestelle und ist damit direkt verbunden. Der Bau hat rund 900000 Euro gekostet. Nicht unumstritten war, dass
die Autos von der Fläche verbannt wurden.
Seit dem 7. September hat das Wehrdener Panorama einen Turm weniger, der Turm und der Dampferzeuger des Kraftwerks
der "Kraftwerk Wehrden GmbH" wurden um 9.30 Uhr gesprengt. Das Kraftwerk hatte eine 85 jährige Geschichte.
Im November wird der rest des Kraftwerks gesprengt.
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2002 (Bild: Andreas Hell; Rundflug beim Sportfestival 2002)

(Bild:SZ)
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2003:
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Die beiden Kühltürme des alte Kraftwerkes werden abgerissen. Die Stadt Völklingen wiedersetzte sich damit gegen
den Denkmalschutz, unter dem die beiden Türme standen.
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2004:
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Baubeginn der Kulturhalle
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2011:
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Das erste saarländische Minarett steht in Völklingen-Wehrden.
Der Turm ist 8m hoch, aus Stahl und wird mit drei Kuppeln umrahmt.

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