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Wehrden – Das Fischerdorf an der Saar

1575:
Beim Jahrgeding vor dem Saarbrücker Rathaus sind unter den Völklinger Gerichtsleuten: Kuns Hannes von Wehrden als „gelehnter Schöffe“ und Hans Durner als „Fürsprecher“.

1602:
Graf Ludwig von Saarbrücken kauft die Wehrdener Mühle an sein Haus zurück. (XL. S.8)

um 1615:
Es verzeichnet die Fergersche Warndtkarte in Wehrden eine Kupperhütt. Nun klagt ein Völklinger Kirchengericht, daß die Kupferherren in Wehrden mit ihrem Gesinde „groß Ärgernis anrichten, weil sie gemeiniglich auf die Feyertag und Bettag unter der Predigt arbeiten, auch wohl auf den dominicalibus festis (Sonntagen) so gantz feyerlich gehalten werden.“ Dort sollen auch noch die verbotenen Pfingst- und Sonntagstänze abgehalten werden (XLII. S.48)
Die Kupferhütte stand zwischen der Straße nach Geislautern und der Rossel.

1618-1648:
Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges wurde das Gebiet des Völklinger Hofes verwüstet und entvölkert.

um 1620:
wird „die Schafbach, gewöhnlich Heller oder hermischhauser Kopf genannt“, zu Wehrden als Jagdgebiet des Wadgasser Abts erwähnt. Gemeint ist der Hallerkopf. Hier findet sich eine Erinnerung an das untergegangene Dorf Hermannshausen. (siehe Fürstenhausen!)

1635:
Nach dem Einfall des kaiserlichen Feldherrn Gallas in die Grafschaft Saarbrücken zog der Saarbrücker Rentmeister Klicker eine traurige Bilanz: 8 oder 9 Untertanen gab es noch. Zum vergleich: 1628 lebten im Völklinger Hof 68 Menschen.

1638:
Bannbeschreibung Wehrden. Der Bann grenzt an Fürstenhausen, Geislautern, den Warndt, Werbeln, Schaffhausen und Hostenbach. Er umfaßt 630 Morgen Gemeindewaldungen, 782 Morgen Äcker und Wiesen und 60 Rothecken. (s.Namen!) Einkünfte der Gemeinde: Gemeindeholz und Einstandsgelder neu Zuziehender. Ein Zuziehender, der auf dem Wehrdener Bann sitzt, zahlt mit seiner Frau 15 Albus, ein halbeinheimisches Ehepaar ohne Land zahlt 1 Gulden 2 Albus, fremde Eheleute entrichten 2 Gulden und Hintersassen (Unbegüterte) jährlich 1 Gulden, 15 Albus. (XL. S.8)

1640:
Auf der Fergerschen Warndtkarte ist Wehrden eingetragen unter „Zollwerde“, womit gesagt sein soll, daß hier Fährzoll zu entrichten ist. Ausgenommen sind nur Reisen unter gräflichem Geleit, die ihre Abgabe mit der Abgabe für den Geleitschutz entrichten. In Urkunden, die sich mit dem Geleit befassen, wird Wehrden daher immer als „Freifahr“ angeührt.
Im Verlauf des 30jährigen Krieges suchen spanische, französische und kaiserliche Truppen die Saar heim. In Wehrden und Umgegend liegt zeitweise Rittmeister Horion mit 4 Kompanien. Für jede Kompanie zu Pferd müssen wöchentlich von der Bevölkerung aufgebracht werden: 636 Gulden, für jede Fußkompanie 941 Gulden 10 Kreuzer, dazu Dienstleistungen und Verpflegung.

1648:
Der Westfälische Friede beendet den 30jährigen Krieg – Die Wehrdener Kupferhütte liegt still. (XLII. S. 54)

ab 1660:
Wieder Zunahme der Bevölkerung, vor allem durch Neuansiedler. In den folgenden Jahrzehnten bildeten die katholischen Bewohner Wehrdens die Mehrheit, obwohl die Grafschaft Saarbrücken seit 1575 protestantisch war.

1680:
Wehrden und Fürstenhausen je 5 Familien. Völklingen 12 Familien.

1684:
Wehrden zählte 46 Katholiken innerhalb der Pfarrei Völklingen.

1701-13:
Spanischer Erbfolgekrieg. Die Franzosen bauen bei Wehrden eine Holzbrücke über die Saar. Sie ist 1731 noch vorhanden aber dem Verfall nahe. (LVIII. S.19)
Treiber sammeln sich in Völklingen zur Jagd auf Wölfe bei Derlen (LIX. S.123)

1729:
Der Graf von Saarbrücken errichtet in Hostenbach eine zweite Zollstation. „damit diejenigen. so etwa den Werther oder andere Zälle defraudieret. zu dessen Entrichtung annoch in den Clösterlichen Dorfschaften angehalten werden können.“ (XL. S.8)

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