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Geislautern – Die Wiege der Schwerindustrie in Völklingen

1822:
Geislautern zählte 480 Einwohner.

1827:
Die Gebrüder Stumm kauften dem preußischen Staat das „Musterwerk“ für 40.000 Taler ab, überließen es aber 1 Jahr später zum selben Preis der Dillinger Hütte. (LVIII. S.91)

1828:
Geislautern zählt 52 kath. und 15 ev. Familien.

1830:
Zeitgenössischer Bericht: „Geislautern, ein Dorf am Rosselbach mit 1 Mühle, 60 Feuerstellen, Steinkohlengruben und einem vormals königlichen Eisenwerk.“

»Geislautern, ein Dorf am Rosselbach mit 1 Mühle, 66 Feuerstellen, 526 Einwohnern, Steinkohlengruben und einem vormals königlichen Eisenwerk. Dies besteht aus einer Eisenhütte mit 2 Hochöfen und 1 Gießerei, aus 1 Puddling-Frischanlage mit 5 Flammöfen, 3 Walzwerken, 1 Eisenschneidewerk und den nötigen Hammerwerken, aus 1 Bohr- und Drehanstalt, 1 Emaillierhütte zum Emaillieren gußeiserner Poterie, -aus 1 großen Laboratorium mit Gußstahl- und Stahlcementieröfen, aus 2 Doppelröstöfen zum Rösten des Eisenerzes, aus 1 Stahlpochwerke, 1 Erzwäsche, 2 Werkschmieden usw. Ferner ist in Geislautern eine Weißblechfabrik, die jährlich etwa für 15 bis 20 000 Rthr. weißes Blech verfertigti» (Restorff S. 948)
Der Geislauterner Vorsteher- Sebastian Stein an den „Herrn Bürgermeister wohlgeboren in Völklingen. da die gemein mit Zufriedenheit den Friederich Kreiß von wer den als ban und bolizei schutz zu Geißlautern Vor das jahr 1830 und mir sind eins geworden Vier sechs und dreißig Thaler.“

1833:
Die Grube Geislautern ging zum Schachtbau über. Der erste Förderschacht wurde am Rotweg abgeteuft und erreichte 1838 die erste Tiefbausohle. Die Zahl der Bergleute stieg in den kommenden Jahren stetig an.
Geislautern hat 418 Einwohner, 59 Schulkinder im Alter von 5 bis 14 Jahren, 1 Schule, 1 Schulklasse, 1 Lehrer, (XLII. S.147)

1835:
Die untüchtige Dampflok aus Berlin wird als Schrott verkauft. Sie hatte gekbstet 5 132 Taler und wurde verkauft für 335 Taler, 6 Silbergroschen und 7 Pfennige (XL. S.40)

Carl Ludwig Althans (1788-1864) - Hermann Maey / Erhard Born: Lokomotiven der alten deutschen Staats- und Privatbahnen. (Quelle: Steiger Verlag; Gemeinfrei)
Carl Ludwig Althans (1788-1864) – Hermann Maey / Erhard Born: Lokomotiven der alten deutschen Staats- und Privatbahnen. (Quelle: Steiger Verlag; Gemeinfrei)

1839:
Bau eines katholischen Schulhauses am „Spitzen Eck“. Für die evangelischen Schulkinder wurde in der Ludweilerstraße von den Gemeinden Wehrden und Geislautern ein gemeinsames Schulhaus errichtet.

In der Grube arbeiten 49 Bergleute (XL. S.46)

1840:
In Geislautern wurde der erste Kokshochofen im Saarland angeblasen, eingesetzt wurde Steinkohle aus der Grube Geislautern.
– Auf der Grube arbeiten 108 Bergleute. (XL. S.46)

1849:
Einwohner: 733, 575 Katholiken, 158 Protestanten. Schulverhältnisse unverändert. (XLII. s. 148)

1850:
In der Gleislauterner Grube arbeiten 315 Bergleute (XL. S.46)

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