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Ludweiler Naturfreunde wollen Turm auf Ehrenmal-Gelände bauen

Ludweiler. Nur für 13 Jahre erinnerte das Warndt-Ehrenmal an die Gefallenen aus den Warndtgemeinden des Ersten Weltkrieges. 1947 wurde es zerstört. Nun soll an gleicher Stelle ein Aussichtsturm errichtet werden. In der vergangenen Ortsratsitzung des Ludweiler Ortsrates ging es um die Umsetzung des Projektes.

Warndt-Ehrenmal
Das Warndt-Ehrenmal bei Ludweiler
(Aus der Sammlung von Andreas Hell)

Am vergangenen Montag tagte der Ludweiler Ortsrat im Naturfreundehaus. Die Mitglieder informierten sich über das Projekt und dessen Fortschritt.


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Das einst für die Gedenkstätte für 234 im Ersten Weltkrieg Gefallene aus den sieben Warndtgemeinden, erbaut im Jahr 1934, soll wieder genutzt werden. Hier soll ein Aussichtsturm gebaut werden, wozu der Verein bereits 33.000 Euro beschaffen konnte um einen Architekturwettbewerb auszurufen. Ziel des Wettbewerbs ist es einen ansprechenden Entwurf zu erhalten, der zugleich den Turm vandalismussicher gestaltet. 5000 Euro davon erhält der Verein aus dem Landmarken-Projekt des Regionalverbandes, der Rest konnte aus dem Leader-Programm beschafft werden. Bereits in diesem Jahr soll ein Entwurf gefunden werden, dessen Umsetzung werde aber noch dauern: Der Verein muss Unterstützer finden, die ihm bei den Baukosten unter die Arme greifen – immerhin rechnet man mit Kosten im sechstelligen Bereich. Als mögliche Partner nannte der Verein laut Berichten der Saarbrücker Zeitung den Regionalverband und die Ruhrkohle AG (RAG). Der entstehende Platz soll durch die Naturfreunde gepflegt werden, der Verein selbst versprocht sich durch den Turm einen kleinen Besuchermagneten.

Ortsvorsteherin Blatt:

„Man könnte das Fundament der Gedenkstätte teilweise frei legen, um einen Eindruck zu gewinnen, wie groß das mal war.“

0 Gedanken zu „Ludweiler Naturfreunde wollen Turm auf Ehrenmal-Gelände bauen

  • 14. Juni 2013 um 9:28
    Permalink

    Das war keine „Gedenkstätte“ und schon gar kein Mahnmal.
    Aus einer Rundanlage von 70 Metern ragte ein gewaltiger Obelisk. Auf dessen Vorderseite befand sich der Erzengel Michael, auf der Rückseite waren um die Worte „Herr mach uns frei“ 15 Kreuze angebracht, was die 15 Jahre der Trennung von Deutschland symbolisierte. Der Ehrenhof war 50 Meter im Durchmesser, darum ein tiefer gelegener Wehrgang von dem 4 Zugänge aufführten, die je von 2 Pylonen flankiert waren. An deren Seiten waren Hakenkreuze.

    Das Denkmal – Hauptsponsor Hermann Röchling – war eine klare Drohung mit Krieg gegen Frankreich.

    Antwort
    • 14. Juni 2013 um 10:54
      Permalink

      Keine Frage, die in jeder mir vorliegenden Literatur als „Warndt-Ehrenmal“ bezeichnete Gedenkstätte (=> Denkmal) stammt aus der nationalsozialistischen Zeit Deutschlands, aber auch aus der Zeit des Saargebietes.
      Allerdings habe ich noch keine Hakenkreuze an den Pylonen ausfindig machen können.
      Interessant ist auch, dass du fast wortwörtlich den Text von http://www.ludweiler.net/sehenswert/denkmaeler/ehrenmal.html verwendest, eben bis auf diese Hakenkreuze. Wo gibt es dazu Belege? Selbst das Beilagenblatt von September 1977 der Ludweiler Nachrichten „Zur Geschichte des Warndts“ des Heimatkundlichen Vereins nennt nichts der gleichen, sondern wie die gerade genannte Webseite nur „die acht Kriegsköpfe“.

      Das ein Hermann Röchling zu dieser Zeit von einigem (Haupt-)Sponsor war, ist und bleibt nichts neues – dies war bis heute noch kein Grund einige seiner Vermächtnisse dem Erdboden gleich zu machen – um nur mal mit der Versöhnungskirche ein prominentes Beispiel zu nennen.

      Antwort
  • 15. Mai 2015 um 9:29
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    Mich würde interessieren:

    1. Wer hat 1947 das Warndt-Ehrenmal zerstört und warum?

    2. Nach welchem Recht wurde Röchling in Rastatt verurteilt? In einem Rechtsstaat hat der juristische Grundsatz „Nulla Poena sine Lege“ zu gelten.

    Und nebenbei:

    Es kommt leider immer mehr in Mode die Besatzungszeiten 1919-35 und 1945-55/57/59 zu beschönigen oder gar zu glorifizieren. Von den ungeheuren Verbrechen der jeweiligen Machthaber wie „JoHo“ in Form von Verboten, Zensur, Geheimpolizei, Todesopfern, Ausweisungen und so weiter ist keine Rede mehr, stattdessen wird alles Patriotische in den Dreck gezogen und es wird von einer Annäherung an Europa gefaselt. Der Wunsch nach einer „Freimachung“ der Saar entsprach 1935 immerhin mehr als 90 Prozent der Bevölkerung (trotz eines Adolf Hitler). Also wurde im Denkmal nur der Wille des Volkes beschrieben. Die Behauptung eines frz. Ministerpräsidenten Clemenceau von 100.000 „Saarfranzosen“ war nur ein Vorwand, um sich die Hütten und die Steinkohlevorkommen unter den Nagel zu reißen. Im Übrigen ist der im Elsaß und in Lothringen gesprochene Dialekt sicher nicht französischen Ursprungs sondern zählt zu den rheinfränkischen Sprachformen und zeigt damit klar, welche Kultur dort zumindest solange vorherrschte, bis radikale Maßnahmen der frz. Regierung die Sprache der angestammten Bevölkerung (und damit auch deren Kultur) verbannten.

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