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Völklinger Hütte: Schauplatz für die Zukunft

Es ist mitten in der Nacht, dunkel, kalt, es nieselt leicht. Eine junge Frau in einem blauen Ganzkörperanzug bahnt sich ihren Weg durch eine asiatisch angehauchte Gasse. Zwischen Lampions und chinesischen Leuchtreklamen verkauft ein glatzköpfiger Mann Neuroprothesen.

Chinatown DYSTOPIA
Chinatown DYSTOPIA
Foto: www.create-dystopia.org

Wir befinden uns inmitten der Völklinger Hütte, genauer gesagt in der Handwerkergasse. Das Filmteam von DYSTOPIA dreht die letzten Szenen eines Cyberpunk-Films, einer düsteren Zukunftsvision im Jahre 2084. Das Genre Cyberpunk beschreibt die Folgen einer übertriebenen Technisierung und zeichnet eine dystopische Zukunft. Mit der Völklinger Hütte haben die Filmemacher daher die ideale Location gefunden, die zeitlos und gleichzeitig surreal erscheint: „Das Weltkulturerbe vermittelt ein starkes Gefühl von der Vergänglichkeit von Übertechnisierung. Die Formgebungen sind surreal industriell (Steampunk) und die Oberflächen stark verrostet und bringen somit einen postapokalyptischen Charakter ein“, so Pascal Nothdurft, Producer von DYSTOPIA.


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Allerdings ist die Hütte ein inhaltlich und logistisch höchst anspruchsvolles Filmmotiv:

Filmszene DYSTOPIA Foto: www.create-dystopia.org
Filmszene DYSTOPIA
Foto: www.create-dystopia.org

Die schier unendliche Auswahl an Drehorten und Perspektiven, Fragen der Beleuchtung beim Nachtdreh und Sicherheitsvorkehrungen erforderten aufwendige Vorbereitungen. Nur durch die umfassende Unterstützung durch die Leitung und die Mitarbeiter der Völklinger Hütte war es möglich, diese Herausforderungen zu meistern.

Über fünfzig Teammitglieder reisten zum Teil aus ganz Deutschland an und wurden im Schullandheim Völklingen-Wardt freundlich aufgenommen. Die hochkarätigen Darsteller kamen im Leonardo Hotel in Völklingen unter und während der meist nass-kalten nächtlichen Drehzeiten konnte die Crew in einem großen Aufenthaltszelt von Outbrave Adventures Unterschlupf finden: „Unser Dank gilt allen Sponsoren, vor allem auch vor Ort, und den Mitarbeitern und Verantwortlichen der Völkliger Hütte. Sie alle gemeinsam haben diesen Dreh erst möglich gemacht“, so Pascal Nothdurft.

Pascal Nothdurft, Producer von DYSTOPIA
Pascal Nothdurft, Producer von DYSTOPIA
Foto: www.create-dystopia.org

In jedem Fall haben sich die Mühen gelohnt: Zwar wird es noch eine Weile dauern, bis das Material ausgewertet wurde und man sieht, ob der erzählte Ort im Film diejenige beabsichtige Stimmung widerspiegelt. Mit dem Rohmaterial sind die Producer aber schon sehr zufrieden, die Bilder wirken höchst surreal und zeigen einen Ort, den es eigentlich nicht geben kann. DYSTOPIA wurde als user-generated cinema konzipiert, das bedeutet, dass sich jeder bei der Entwicklung und Fertigstellung des Films einbringen kann. Das Rohmaterial wird derzeit bearbeitet und anschließend auf der Website (www.create-dystopia.org) des Projektes veröffentlicht, sodass jeder seinen eigenen Film daraus schneiden kann.

Filmszene DYSTOPIA
Filmszene DYSTOPIA
Foto: www.create-dystopia.org

Insbesondere die saarländische Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft hat das Team nachhaltig beeindruckt, resümiert Pascal Nothdurft: „Selbst während des Drehs konnten noch Dinge möglich gemacht werden, die über das Geplante hinaus gingen und den Film bereicherten. Herzlichen Dank an alle Völklinger, insbesondere natürlich das Weltkulturerbe, die HBK Saar, das Café Umwalzer und die Feuerwehr Völklingen. Wir sind uns einig, dass wir jederzeit gerne wieder einen Film dort drehen würden. Die besonderen Herausforderungen und das auf den ersten Blick einem Irrgarten ähnelnde Gelände sind uns nun bekannt, insofern sagen wir einfach: Bis zum nächsten Mal!“

im Web: www.create-dystopia.org

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