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Grube Geislautern – Die Wiege des Kohlenabbaus links der Saar

1826:
Mit den Erträgen der Geislauterner Grube scheint die Bergbehörden nicht so recht zufrieden gewesen zu sein, denn sie beabsichtigten im Jahre 1826 mit dem Geislauterner Eisenwerk auch die Grube zu verkaufen. Anscheinend fand man jedoch keinen Käufer, und so blieb die Geislauterner Grube im Besitz des preußischen Staates. (SZ 1953)

1827:
Es wurde der Lauterbachstollen angelegt. (SZ 1953)

1829:
1829 zählte die Belegschaft 63 Mann. Dem Abbau der Kohlen durch Stollen waren Grenzen gesetzt. An die tiefer gelegenen Kohlenflöze kam man nicht heran. Das änderte sich mit der Entwicklung der Technik, vor allem mit der Einführung der Dampfkraft. Sie wurde zur Förderung der Kohle und zum Heben des Wassers verwendet. Die meisten saarländischen Gruben gingen in der Zeit nach 1815 zum Tiefbau über. Man teufte von der Erdoberfläche senkrechte Schächte in die Erde. So war es möglich, die tiefer gelegenen Kohlenflöze zu erschließen. (SZ 1953)

1830:
Zeitgenössischer Bericht: „Geislautern, ein Dorf am Rosselbach mit 1 Mühle, 60 Feuerstellen, Steinkohlengruben und einem vormals königlichen Eisenwerk.“

1833:
Die Grube Geislautern ging zum Schachtbau über. Der erste Förderschacht wurde am Rotweg abgeteuft und erreichte 1838 die erste Tiefbausohle. Die Zahl der Bergleute stieg in den kommenden Jahren stetig an.
Geislautern hat 418 Einwohner, 59 Schulkinder im Alter von 5 bis 14 Jahren, 1 Schule, 1 Schulklasse, 1 Lehrer, (XLII. S.147)

1835:
Die untüchtige Dampflok aus Berlin wird als Schrott verkauft. Sie hatte gekbstet 5 132 Taler und wurde verkauft für 335 Taler, 6 Silbergroschen und 7 Pfennige (XL. S.40)

1839:
Bau eines katholischen Schulhauses am „Spitzen Eck“. Für die evangelischen Schulkinder wurde in der Ludweilerstraße von den Gemeinden Wehrden und Geislautern ein gemeinsames Schulhaus errichtet.

In der Grube arbeiten 49 Bergleute (XL. S.46)

1840:
In Geislautern wurde der erste Kokshochofen im Saarland angeblasen, eingesetzt wurde Steinkohle aus der Grube Geislautern.
– Auf der Grube arbeiten 108 Bergleute. (XL. S.46)

1841:
1841 war bei den Gruben des Saarlandes, die zu Preußen gehörten, nur vier Dampfmaschinen in Betrieb, davon zwei in Geislautern, eine zur förderung und eine zur Wasserhaltung. Es ist sicher erstaunlich, daß gerade die Geislauterner Grube mit den neuartigen Maschinen bedacht wurde. (SZ 1953)

1850:
In der Gleislauterner Grube arbeiten 315 Bergleute (XL. S.46)

1855:
Das Eisenwerk Geislautern zählt 271 Arbeiter, die Eberbacher Mühle des Johann Quirin 1, der Kalkofen der Hütte 1, die Erzgrube der Hütte 12, die Kohlengrube 290 Arbeiter (XLII. S. 114)

1856:
1856 wurde mit der Weiterabteufung des Förderschachtes begonnen.

1858:
Die Belegschaften gehen zurück, die des Eisenwerks auf 215, die der Kohlengrube auf 217 Arbeiter. Dagegen beschäftigt die Erzgrube jetzt 19 Arbeiter (XLII. S. 114)

1860:
202 Bergleute auf der Grube (XL.S.46)

1864:
Die zweite Tiefbausohle erreicht.
Auf der Grube Geislautern, die seit 1847 über eine unterirdische Dampfmaschine zur Kohleforderung und Wasserhaltung verfügte, ereignete sich eine Dampfkesselexplosion.