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Grube Geislautern – Die Wiege des Kohlenabbaus links der Saar

1672:
In dem Geislauterner Renovaturprotokoll vom Jahre 1672, durch das die Besitzverhältnisse des Geislauterner Bannes neu geregelt wurden, fand sich kein direkter Hinweis für Kohlenbergbau in Geislautern. Zwar wird die Flurbezeichnung mit dem Namen „der Kohlzippel“ erwähnt, doch ist fraglich, ob es sich bei Kohl um Kohlen oder um das Gemüse handelt. (SZ 1953)

1730:
Die große Rheinkarte des Henry Sengre verzeichnet Geislautern als „Keisloutre“.
Die Geislauterner Schäferei besteht noch. Ihr Besitzer ist der Wirt Haldy, Saarbrücken . Die Herde zählt 300 Schafe.
2 Steinkohlengruben sind in Betrieb. Ein neues Hammer werk ist geplant (LVIII. S.19) Geislautern zählt 12 Haushalte.

1750:
Am 23. November 1750 legte Hofkammerrat Heus dem Fürsten den Plan zur Übernahme der Gruben vor, um sie auf herrschaftliche Rechnung zu betreiben. (SZ 1953)

1751:
Die Grube Geislautern wurde verstaatlicht. (SZ 1953)

1754:
Durch Verordnung des Fürsten Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken vom 27. November 1754 wurde angeordnet, daß „Niemand in Zukunfft eine Steinkohlengrube eröffnet, noch viel weniger daraus Stein-Kohlen, bey 100 Reichs.Thaler Straff verkauffet“. (SZ 1953)

1766:
wurde den Untertanen der Grafschaft verbilligte Hausbrandkohlen bewilligt. Dieser Brauch hat sich bis in unsere Zeit erhalten. Es sind die Gemeindeberechtigungskohlen. (SZ 1953)

1769:
wurde eine Bruderbüchse für die Bergleute sämtlicher landesherrlicher Gruben ins Leben gerufen. An Beiträgen wurde von jedem in Arbeit stehendem Bergmann ein Kreuzer auf je eineinhalb Gulden Lohn erhoben. Aus der Bruderbüchse hat sich allmählich die Saarbrücker Knappschaft entwickelt. (SZ 1953)

1773:
Sieben Bergleute förderten in zwei Stollen Steinkohle. Diese Stollen lagen in der Gegend des heutigen Friedhofes und in Richtung Kloppwald.
1779 lag die Fordermenge bei 950,5 t Kohlen
1785 lag die Fördermenge bei 1.030,5 t
1790 lag die Fördermenge bei 1.710 t

1779:
Die Grube Geislautern fördert 950,5 t Kohlen (XL. S.45)

1785:
Die Grube fördert ca. 1030,5 t Kohlen (XL.s. 45)