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Saarland bereitet sich auf Rückkehr des Wolfes vor – Minister Jost präsentiert Wolfsmanagementplan

#Saarland. In den Vogesen und dem nördlichen Lothringen, unweit der saarländischen Grenze, sind die Wölfe bereits zurück. Im Februar dieses Jahres soll ein Exemplar sogar bei Waldhölzbach gesehen worden sein. Auch wenn dies nicht sicher bestätigt werden konnte, steht fest: Das Saarland muss mit der baldigen Ankunft des Wolfes rechnen. Um sich darauf vorzubereiten, entwickelte das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz einen Wolfsmanagementplan, den der Ministerrat am Dienstag zustimmend zur Kenntnis genommen hat.

Ein weisser Wolf im Merziger Wolfspark (© Winfried Hoffmann)
Ein weisser Wolf im Merziger Wolfspark (© Winfried Hoffmann)


„Der Wolf ist nach internationalem, europäischem sowie deutschem Recht eine geschützte Art. Wir sind demnach als Bundesland gesetzlich dazu verpflichtet, die Rückkehr des Wolfes positiv zu begleiten und etwaige Konflikte zwischen Mensch und Wolf zu vermeiden oder zu minimieren. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung und insbesondere bei den Nutztierhalterinnen und -haltern gegenüber dem Wolf zu stärken, um ein Nebeneinander von Mensch und Wolf in unserer Kulturlandschaft zu ermöglichen“, so Umweltminister Reinhold Jost.
Diesem Ziel soll der Wolfsmanagementplan dienen. Dabei fanden die Vorgaben des Bundes sowie die Erfahrungen aus den anderen Bundesländern Berücksichtigung. Mit Rheinland-Pfalz wurde die Vereinbarung getroffen, in allen Fragen des Wolfsmanagements künftig eng zusammen zu arbeiten. So orientiert sich der vorliegende Entwurf am bereits veröffentlichten rheinland-pfälzischen Wolfsmanagementplan. Der saarländische Plan enthält eine Vielzahl von Informationen. Diese reichen vom Umgang mit dem Wolf und Handlungsempfehlungen, über Präventionsmaßnahmen, Entschädigungsregelungen, bis zu Öffentlichkeitsarbeit und Zuständigkeiten.


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Der Entwurf wurde bereits im Januar im Rahmen einer Auftaktveranstaltung und anschließend in drei weiteren Arbeitsgruppensitzungen mit allen betroffenen Interessengruppen und -verbänden (Bauernverband, Ziegen- und Schafzüchterverband, Jagdverbände, NABU, BUND, Tierschutzverbände, Saarwald-Verein u.a.) intensiv diskutiert, Anregungen und Hinweise wurden eingearbeitet. Jost: „Wir sind davon überzeugt, dass mit der Wiederbesiedlung einhergehende Unsicherheiten aus dem Weg geräumt werden können und mit einer transparenten Vorgehensweise für alle Beteiligten die bestmögliche Lösung gefunden werden kann.“
Eine vom Ministerium erarbeitete Förderrichtlinie ist Bestandteil des Wolfsmanagements. Darin werden die Unterstützung für Präventionsmaßnahmen und ein finanzieller Ausgleich bei Nutztierrissen geregelt. Auch diese Richtlinie werde einen Beitrag zur Akzeptanz des Wolfes leisten, ist Minister Jost überzeugt.
Ein saarlandweites Beobachtungsnetzwerk für den Wolf (sowie für den Luchs) soll in der Zukunft weitere wichtige Erkenntnisse über Isegrim liefern.
Der saarländische Wolfsmanagementplan soll zunächst für 5 Jahre gelten. „Der Managementplan ist als „lernendes System“ zu verstehen und zu behandeln. Das bedeutet, neu gesammelte Erfahrungen, die bislang nicht dokumentiert wurden, werden im Managementplan entsprechend nachgearbeitet und berücksichtigt“, erläutert der Minister.

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