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Karbach gewinnt in Völklingen einen Punkt – Röchling verliert deren zwei

#Völklingen. Der FC Karbach hatte gegen den SV Röchling Völklingen eine Choreographie einstudiert: „Du weißt doch! Fallen lassen und schreien!“, ruft der Karbacher Co-Trainer Klasen auf’s Spielfeld und der Schiedsrichter fällt darauf hinein.


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„Wir sahen wenig Fußball, viele Zweikämpfe. Ein Spiel mit vielen Nicklichkeiten.“, resümiert Günter Erhardt, Trainer des SV Röchling Völklingen nach dem Spiel. Die Gäste kamen besser in die Partie, die Gastgeber allerdings die erste kleine Chance. Doch diese blieb ungenutzt. Anders auf der anderen Seite in der 14. Minute: Karbach kommt aus dem Nichts zum Angriff, Osacr Feilberg erst mit dem Kopf, Völklingens Torwart Sebastian Buhl kann abwehren und gibt damit Karbacher Stürmer die Vorlage: Er schlenzt den Ball mit dem Knie über den Torwart hinweg ins Tor. 0:1 für die Gäste.

Karbach geht in Führung: Die Abwehr des SV Röchling Völklingen hat geschlafen (Foto: Hell)
Karbach geht in Führung: Die Abwehr des SV Röchling Völklingen hat geschlafen (Foto: Hell)

Doch die Völklinger haben das Spiel nicht aufgegeben, waren plötzlich wach: Fast im direkten Gegenzug trifft Völklingens Marcel Linn trifft das Tor, doch beim Zuspiel stand er im Abseits. Weiter 0:1. Ein wackelndes Netz auf der richtigen Seite: Die Röchling Elf hat Appetit bekommen!

Die Bank der Gäste unzufrieden – Röchling kommt!

Der Co-Trainer der Gäste ist angespannt: Seine Laune lässt zusehends nach. Sein Tipp an die Spieler grenzt an Unsportlichkeit, die in der zweiten Hälfte belohnt werden soll. „Du weißt doch! Fallen lassen und schreien!“, ruft der Karbacher Co-Trainer Klasen aufs Spielfeld, nachdem einer seiner Spieler in einem aggressiven Zweikampf vom Ball getrennt wurde.

Minute 34: Zimmermann spielt bei einem Freistoß den Ball auf Zimmer, der köpft das Tor des Tages des Saarländischen Rundfunks: 1:1! Das Spiel ist wieder offen. Röchling macht weiter Druck. Nur zwei Minuten nach dem Ausgleich wird das belohnt: Ein Schuss wird abgefälscht, der Gästetorwart ziemlich Chancenlos, der Gastgeber führt mit 2:1. Nach diesem Spielverlauf verdient.

Jetzt sitzt das Ding: Linn bejubelt die Führung (Foto: Hell)
Jetzt sitzt das Ding: Linn bejubelt die Führung (Foto: Hell)

Völklingen zur Halbzeit vorn

Die Völklinger führen mit 2:1 als es in die Pause geht. Nach der Halbzeit will Karbach mehr, kommt allerdings zu keinen wirklichen Chancen. Erst in der 60. Minute kommt Karbach erstmals vor’s Tor, es fällt jemand, schreit: Wer die Worte von Klasen aus der ersten Halbzeit hörte glaubt an eine funktionierende Choreographie der Karbacher: Elfmeter! Allerdings zu Recht wie die Fernsehbilder später unter Beweis stellen werden. Sören Klappert verwandelt den Elfer eiskalt in einer Phase, die kein Tor verdient hätte, denn für wirkliche Torgefahr sorgte in dieser Phase keine der beiden Elfen auf dem Feld.

FC Karbach mit dem Punkt zufrieden

Die Karbacher geben sich mit dem Punkt zufrieden, das merkt man an immer länger dauernden Pausen zum Ball holen, zögerlich ausgeführten Standards, aber auch an der Leichtigkeit wie die Spieler in Weiss zu Boden gehen. Schiedsrichter Ingo Hess und seine Assistenten fallen darauf hinein. Bisher haben Sie auf unseren Webseiten keine Bewertung der Schiedsrichterleistung lesen können, doch heute müssen wir dem SR klar widersprechen! Die Leistung des Schiedsrichters, gerade in der zweiten Hälfte war mehr als fragwürdig. Gästefans, die einen unberechtigten Pfiff für „ihre“ Elf natürlich gerne in Kauf nehmen fanden den Unparteiischen auch „seltsam“, die Völklingenfans unter den rund 260 Zuschauern waren über die Schiedrichterleistung gar erbost. Verständlich, selbst wenn man es als (Völklinger) Redakteur versucht neutral zu beurteilen.

In der Pressekonferenz wurde die Meinung der Völklinger deutlich: Stellvertretend für Trainer Schmidt, der bis heute im Urlaub weilte, stellte sich der zweite Co-Trainer des FC Karbach der Presserunde. Das Fazit von Klaus Ohnesorge „wir sind mit dem Punkt zufrieden“ erntete entsprechendes Gelächter: Die Karbacher Elf fiel in den letzten 30 Minuten gerne, Schmerzensschreie schallen des öfteren durch das Köllertal, doch am Schluss musste niemand verletzt vom Platz, der Mann in Blau konnte die in Karbach einstudierte Choreographie nicht immer von echten Foulspielen unterscheiden. Das zeigt wie kaltschnäuzig und abgeklärt die Gästeelf ist.

Röchling und Karbach weiter ungeschlagen

Am Ende bleibt es Fußball, am Ende steht ein Ergebnis, egal wie es zustande kam. Mit diesem Ergebnis können beide Teams zufrieden sein: Karbach ist mit einem Spielvorsprung weiter Tabellenführer. Der SVR ist wegen des noch offenen Spiels gegen Hauenstein, ebenfalls ungeschlagen, mit drei Punkten Rückstand in Reichweite zur Spitze. Das weiß auch Günter Erhardt: „Mit sieben Punkten sind wir zufrieden, der Saisonstart ist gelungen!“
Dennoch bleibt den Fans ein fader Beigeschmack: „Völklingen hat heute zwei Punkte verloren.“, so das Fazit eines Fans, diese Meinung ist durchaus gerechtfertigt, sieht man wie viele Chancen der SVR in den zweiten 45 Minuten ausgelassen hat.

So geht es weiter

Am Mittwoch muss der SV Röchling Völklingen 06 zum SC nach Hauenstein, der morgen gegen die Bundesligawerkself von Bayer Leverkusen in Pirmasens um den Einzug in die nächste Runde des DFB-Pokals spielt. Die Zweite des FK Pirmasens kommt derweil am kommenden Samstag um 15 Uhr nach Völklingen.

 

2 Gedanken zu „Karbach gewinnt in Völklingen einen Punkt – Röchling verliert deren zwei

  • 21. August 2016 um 18:12
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    Im Bericht wird leider nicht erwähnt, das unser Spieler Oscar Feilberg als „Kaffer“ beleidigt und die Klappert Brüder über 90 Minuten verbal bepöppelt und bei jedem Foul, beklatscht und mit Sätzen wie: Wer den Klappert umtritt, kriegt ein Bier!!
    Wenn also unser Co- Trainer als unsportlich betitelt wird, dann bitte auch vor der eigenen Haustür kehren.
    Die Schiedrichterleistung war bescheiden, aber das galt für alle gleichermaßen, nur das wir Karbacher damit besser umgegangen sind.
    Seriöse Berichterstattung sieht jedenfalls anders aus.

    Antwort
    • 21. August 2016 um 19:25
      Permalink

      Leider sind uns solche Aussagen nicht zu Ohren gekommen – mit Ihrem Kommentar findet das hier allerdings ja seinen Platz. Hätten wir soetwas gehört, wäre dies genau so Teil unseres Berichts wie der Rest – wer unsere Webseiten kennt (dazu zählen Sie als jemand aus der Gegend von Karbach wohl eher nicht), der weiß dass wir unsere Berichte bewusst neutral halten. (Un)sportliche Anweisungen von der Trainerbank sind in unseren Augen jedenfalls ein „no-go“, da Trainer eben Offizielle sind und keine Fans, die es sicher einmal übertreiben.
      Das die Karbacher Spieler das Verhalten des Schiris zu nutzen wussten, findet im Bericht ja seine Erwähnung.

      Antwort

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