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Burbach und Völklingen sollen noch dieses Jahr Sozialraumbüros bekommen

Völklingen/Burbach. Burbach und Völklingen sollen noch dieses Jahr Sozialraumbüros bekommen Jugendamt des Regionalverbandes Saarbrücken vernetzt Hilfen im Stadtteil durch sozialraumorientierte Jugendhilfe

Getreu dem afrikanischen Sprichwort: „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen“, beschreitet das Jugendamt im Regionalverband Saarbrücken bereits seit 2011 neue Wege im Bereich der erzieherischen Hilfen. Im unteren Alt-Saarbrücken und unteren Malstatt wurden Sozialraumbüros eingerichtet, in denen Teams aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamts, Freien Trägern und dem Jugendhilfezentrum flexible Unterstützung anbieten. Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung empfohlen, diese beiden Pilotprojekte fortzusetzen und weitere Sozialraumbüros einzurichten.


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Regionalverbandsdirektor Peter Gillo: „Die Sozialraumbüros in Alt-Saarbrücken und Malstatt werden von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen und als unbürokratische Unterstützung verstanden. Aufgrund der erzielten Erfolge werden voraussichtlich noch in diesem Jahr in Burbach und in der Völklinger Innenstadt weitere Sozialraumbüros eingerichtet.“

Das Konzept der Sozialraumorientierung befasse sich mit dem Leben und den Lebensumständen der Bürgerinnen und Bürger eines Stadtteils, so Peter Gillo weiter. Der Sozialraum gestalte sich als ein lebendiges Netzwerk von Einrichtungen, Beratungsstellen und Behörden, das permanent geknüpft und erweitert wird. Das Sozialraumteam, bestehend aus Fachkräften des sozialen Dienstes des Jugendamtes und Fachkräften der beteiligten Einrichtungen, hilft den Menschen passende Angebote wie Babyclubs, Elterntreff, Hausaufgabenhilfe, Beratungsstellen oder Jugendzentren zu finden. Diese Idee ersetzt den „Gang zum Amt“ durch den Besuch des Sozialraumbüros. Ratsuchende können sich frühzeitig Hilfe holen, sind an der Entwicklung der Hilfe beteiligt und profitieren von der Schaffung des ausgedehnten Netzwerks.

Die Pilotprojekte werden vom Saarbrücker Institut für Sozialforschung, Praxisberatung und Organisationsentwicklung  (iSPO) wissenschaftlich begleitet. Erik Schäffer vom iSPO Institut empfahl in seinem Abschlussbericht vor dem Jugendhilfeausschuss die Weiterführung und Ausweitung der Sozialraumbüros: „Diese neue Jugendhilfestruktur ist sowohl effektiver als auch effizienter als die klassische Struktur der Jugendhilfe. Auch sind die Fallzahlen der Hilfen zur Erziehung in den beiden Sozialräumen seit 2011 gesunken, während sie im restlichen Regionalverband leicht angestiegen sind.“ Dies hänge laut Schäffer damit zusammen, dass die Menschen in den Stadtteilen vertrauen zu den Teams der Sozialraumbüros gewonnen haben und so in vielen Fällen flexible Hilfen im Vorfeld der Hilfen zur Erziehung gefunden werden konnten.

(PM Regionalverband SB)

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