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Weltkulturerbe Völklinger Hütte: Rückblick 2016 | Ausblick 2017

#Völklingen. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück. Größter Erfolg des Industrie-Denkmals Völklinger Hütte war die Sanierung der Trockengasreinigungen, die im Februar 2016 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden konnten. Der neue Kooperationsvertrag mit dem Parc Explor Wendel im französischen Petite-Rosselle stellt die Zusammenarbeit zweier überregional herausragender Industrieorte der Region Saarland-Lothringen-Luxemburg auf eine neue Basis und ist Start verstärkter interregionaler Zusammenarbeit. Auf eine herausragende Anerkennung, auch in Fachkreisen, stößt die aktuelle Buddha-Ausstellung des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. Mit 85.077 Besuchern ist sie zugleich die besucherstärkste Ausstellung im Jahr 2016. Insgesamt besuchten mehr als 250.000 Menschen das Weltkulturerbe Völklinger Hütte, seine Ausstellungen und Veranstaltungen. Als Tourismus-Ort wurde das Weltkulturerbe Völklinger Hütte zum dritten Mal in Folge mit dem TripAdvisor Zertifikat für Exzellenz“ ausgezeichnet.

„Die Sanierung der Trockengasreinigungen stellt die bisher größte Baustelle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte dar und ist für uns ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer kompletten Grundsanierung. Wir sind sehr glücklich, dass die Qualität unserer Arbeit überregional wahrgenommen wird: Das gilt sowohl für die Sanierung und Restaurierung des Industriedenkmals als auch für die Umwandlung der Völklinger Hütte in einen Kulturort des 21. Jahrhunderts mit hochkarätigen Ausstellungen und Veranstaltungen. Besonders freut uns die Anerkennung für ein so aufwendiges Projekt wie die Buddha-Ausstellung, mit der wir einer Kultur ein Portal geben, die für viele von uns eine fremde Welt ist. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte steht heute für Qualität auf drei Gebieten: Industriekultur, Kultur und Tourismus“, sagt Meinrad Maria Grewenig, Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte.


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Science-Fiction: Die Trockengasreinigungen des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, Innenraum der TGR II Copyright: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Tom Gundelwein
Science-Fiction: Die Trockengasreinigungen des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, Innenraum der TGR II
Copyright: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Tom Gundelwein

Mit den Trockengasreinigungen wurde ein zentraler Teil der ehemaligen Roheisenproduktion der Völklinger Hütte termingerecht und im Kostenrahmen saniert. Dabei handelte es sich um ein außergewöhnlich aufwendiges Projekt, für das es bislang keinerlei Vorbild gab. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist nun das einzige historische Eisenwerk der Welt mit drei restaurierten Trockengas-Reinigungsanlagen. In den Trockengasreinigungen der Völklinger Hütte wurde das Gichtgas, das bei dem Hochofenprozess entstand, von Erzstaub und Koksresten für ein Recycling gereinigt. Danach konnte das Gas als Brennstoff beispielsweise für den Betrieb der Gebläsemaschinen genutzt werden.

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist weltweit das einzige Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung, das vollständig erhalten ist. Auch für zukünftige Generationen wird die Völklinger Hütte als herausragendes Technik- und Kulturdenkmal erhalten. Heute ist der Kernbestand des Weltkulturerbes Völklinger Hütte zu etwa 85 Prozent restauriert. Die Sanierung und touristische Erschließung der Völklinger Hütte werden aus Mitteln der Bundesrepublik Deutschland, der Europäischen Union und des Saarlandes finanziert.

UNESCO Weltkulturerbe Völklinger Hütte © Andreas Hell
UNESCO Weltkulturerbe Völklinger Hütte © Andreas Hell

Ein bedeutender Schritt für die saarländische und lothringische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Industriekultur war die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zwischen dem Weltkulturerbe Völklinger Hütte und dem Parc Explor im französischen Petite-Rosselle. Mit dieser Zusammenarbeit soll eine große Industrieregion sichtbar gemacht werden, deren Besonderheit darin bestand, dass sie die Gebiete verschiedener Nationalstaaten umfasste. Geplant sind unter anderem gemeinsam organisierte Tagestouren, die die beiden nur fünf Kilometer auseinander liegenden Orte der Industriekultur ansteuern. Der Parc Explor Wendel in Petite-Rosselle ist die größte museale Grubenanlage Frankreichs und präsentiert die Geschichte der Kohle in der Großregion.

Herausragendes Tourismus-Ziel

Auch 2016 hat das Weltkulturerbe Völklinger Hütte die überregionale Wahrnehmung als herausragendes Reiseziel aufs Neue bestätigt. Zum dritten Mal in Folge nach 2014 und 2015 erhielt das Weltkulturerbe Völklinger Hütte das „TripAdvisor®Zertifikat für Exzellenz“. Diese Auszeichnung wird an Unternehmen verliehen, die konstant herausragende Bewertungen von Reisenden auf der Reise-Website erhalten. Wie schon 2015 wurde das Weltkulturerbe Völklinger Hütte in einer Empfehlungsliste der Zeitschrift „Stern“ aufgeführt. In dem Heft „Extra Reise – Die schönsten Urlaubsziele. Deutschland entdecken“ wurde das Weltkulturerbe Völklinger Hütte unter den 50 Empfehlungen im Bereich „Kultur & Genuss“ gelistet. Auch in der Serie „Deutschland ist Spitze!“ des ZDF-Mittagsmagazins wurde das Weltkulturerbe Völklinger Hütte vorgestellt. Um die Service-Qualität und somit auch das Reise- und Kulturerlebnis für die Gäste noch zu verbessern, hat das Weltkulturerbe Völklinger Hütte im Januar 2016 das Qualitätsmanagement-System „ServiceQualität Deutschland“ im Unternehmen eingeführt. Im Sommer wurde dem Weltkulturerbe Völklinger Hütte das Service-Q-Zertifikat verliehen. Es wird an Unternehmen vergeben, die sich in besonderem Maße für Ihre Service-Qualität engagieren.

Hohe Besucherresonanz

Insgesamt besuchten im Jahr 2016 mehr als 250.000 Menschen das Weltkulturerbe Völklinger Hütte, seine Ausstellungen und Veranstaltungen. Die Besucherzahl beinhaltet Veranstaltungen wie „Electro-Magnetic“ oder das „Autokino am Weltkulturerbe Völklinger Hütte“. Auch der nichtzahlungspflichtige Bereich und kostenfreie Veranstaltungen wie der „Völklinger Hütten Jazz“ und die Mobil-Home-Station wurden berücksichtigt.

145.839 Besucher lösten 2016 eine Kombi-Eintrittskarte für das UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Rund 33 Prozent der Besucher kamen aus dem Saarland. Rund 49 Prozent reisten aus den restlichen deutschen Bundesländern an, rund 18 Prozent der Besucher kamen aus dem Ausland. Insgesamt wurden 2.157 Gruppenführungen gebucht.

Die Ausstellung "Buddha - Sammler öffnen ihre Schatzkammern - 232 Meisterwerke buddhistischer Kunst aus 2.000 Jahren" im Weltkulturerbe Völklinger Hütte Südasien | Indien Copyright: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Hans-Georg Merkel
Die Ausstellung „Buddha – Sammler öffnen ihre Schatzkammern – 232 Meisterwerke buddhistischer Kunst aus 2.000 Jahren“ im Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Südasien | Indien
Copyright: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Hans-Georg Merkel

Eine Besonderheit ergab sich 2016 für die Buddha-Ausstellung: Für diese Ausstellung kamen nahezu fünf Prozent der Besucherinnen und Besucher aus Fernost und außereuropäischen Ländern.

Große Anerkennung für Buddha-Ausstellung

Auf große Anerkennung, auch und besonders in Fachkreisen, trifft die aktuelle Buddha-Ausstellung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Harald Eggebrecht sprach in der „Süddeutschen Zeitung“ von einer „grandiosen Schau“. Karlheinz Schmid bezeichnete die Ausstellung in dem „Informationsdienst KUNST“, dem Branchenbrief für die Kunstszene, als „eine Großausstellung, die man unbedingt gesehen haben muss“. Wissenschaftler und Experten für buddhistische Kunst zeigten sich von der Qualität der Exponate äußerst beeindruckt. Mit mehr als 85.000 Besuchern ist die Buddha-Ausstellung auch die besucherstärkste Ausstellung des Weltkulturerbes Völklinger Hütte im Jahr 2016. Mit den Ringvorlesungen zur „Schädel“-Ausstellung und zu „Buddha“ hat sich das Weltkulturerbe Völklinger Hütte 2016 als Ort der Bildung etabliert und weiterentwickelt. Die Buddha-Ringvorlesung war die bereits siebte Vorlesungsreihe im Weltkulturerbe Völklinger Hütte seit 2010.

Drehort Völklinger Hütte

Auch als Film-Location und als Drehort größerer TV-Reportagen war das Weltkulturerbe Völklinger Hütte im Jahr 2016 gefragt. Sowohl die Filmakademie Baden-Württemberg als auch die Hochschule für Fernsehen und Film München drehten 2016 im Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Spiegel TV Geschichte produzierte in seiner Reihe „Das Erbe der Deutschen“ eine 45-minütige Dokumentation über das Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Mit der Speicherstadt Hamburg, der Altstadt Lübeck, dem Kloster Lorsch und der Berliner Museumsinsel war die Völklinger Hütte unter den ersten fünf Weltkulturerbestätten, die Spiegel TV Geschichte in seiner Reihe vorstellte. Zudem lief 2016 in der ARD die Dokumentation „Arbeit war das halbe Leben“, in der ehemalige Mitarbeiter des Eisen- und Stahlwerks Völklinger Hütte auf dem Gelände des heutigen Weltkulturerbes von ihrer Arbeit erzählten. Und schließlich war das Weltkulturerbe Völklinger Hütte als Kulturort Teil der ZDF-Sommer-Reportage „Sommer von oben“.

Ausblick 2017 – die Kultur des Buddhismus, die weltweite Urban Art und die Kultur der Inka

Noch bis Sonntag, den 5. März 2017, öffnet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte mit den Ausstellungen „Buddha. Sammler öffnen ihre Schatzkammern – 232 Meisterwerke buddhistischer Kunst aus 2.000 Jahren“ und „Steve McCurry. Buddhismus – Fotografien 1985 bis 2013“ ein Portal zur buddhistischen Kultur Asiens. Die Buddha-Ausstellung bietet einen einzigartigen Überblick über die buddhistische Kunst Asiens vom 1. Jahrhundert vor Christus bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Die Exponate stammen ausschließlich aus Privatsammlungen und waren in diesem Umfang noch nie zu sehen. Ein großer Teil der Exponate wird zum ersten Mal öffentlich gezeigt. Schirmherr der Ausstellung „Buddha“ im Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist Seine Heiligkeit der XIV. Dalai Lama. Die Fotografien des berühmten Magnum-Fotografen Steve McCurry zeigen die buddhistische Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts. Ebenfalls bis zum 5. März 2017, bietet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte sein umfassendes Begleitprogramm zur Buddha-Ausstellung an – mit dem „Pfad der Erkenntnis“ auf dem Gelände der Völklinger Hütte, Meditationen mit buddhistischen Mönchen, Qigong-Übungen und zahlreichen Führungen für Kinder und Erwachsene.

Am Sonntag, dem 9. April 2017, startet die vierte "UrbanArt Biennale® 2017", die die neuesten Entwicklungen und die entscheidenden Positionen der weltweiten Urban Art in Völklingen präsentiert.
Am Sonntag, dem 9. April 2017, startet die vierte „UrbanArt Biennale® 2017“, die die neuesten Entwicklungen und die entscheidenden Positionen der weltweiten Urban Art in Völklingen präsentiert.

Am Sonntag, dem 9. April 2017, startet die vierte „UrbanArt Biennale® 2017“, die die neuesten Entwicklungen und die entscheidenden Positionen der weltweiten Urban Art in Völklingen präsentiert. Neben der zentralen Ausstellungshalle, der 10.000 Quadratmeter großen Möllerhalle, entstehen auf dem 600.000 Quadratmeter großen Gelände des Weltkulturerbes Völklinger Hütte ortsfeste Installationen, die speziell für ‚ihren‘ Ort in der Völklinger Hütte und im Dialog mit der Industriekultur geschaffen werden. Länderschwerpunkt der „UrbanArt Biennale® 2017“ ist Südamerika. Es werden auch die aktuellen Trends der interventionalen Urban-Art_2.0 gezeigt. Die „UrbanArt Biennale®“ im Weltkulturerbe Völklinger Hütte zeigt alle zwei Jahre die neuesten Entwicklungen und entscheidenden Positionen der Kunst, die sich aus dem Graffiti entwickelt hat. Sie ist die größte Werkschau zur Urban Art in der Welt.

Ab Samstag, dem 6. Mai 2017, präsentiert das Weltkulturerbe Völklinger Hütte mit "Inka – Gold. Macht. Gott."  eine weitere kulturhistorische Großausstellung.
Ab Samstag, dem 6. Mai 2017, präsentiert das Weltkulturerbe Völklinger Hütte mit „Inka – Gold. Macht. Gott.“ eine weitere kulturhistorische Großausstellung.

Ab Samstag, dem 6. Mai 2017, präsentiert das Weltkulturerbe Völklinger Hütte mit „Inka – Gold. Macht. Gott.“  eine weitere kulturhistorische Großausstellung. Rund 180 Exponate zeigen die faszinierenden Hochkulturen der Inka- und Vor-Inka-Zeit und ihr Aufeinandertreffen mit der europäischen Kultur des 16. Jahrhunderts. Der Kern-Bestand der Exponate stammt aus dem Larco Museum, Lima und Cusco, das mit mehr als 45.000 Exponaten die größte und repräsentativste Privatsammlung altperuanischer Kunst weltweit besitzt. Die Objekte sind bedeutende wissenschaftliche Informationsquellen und meisterhafte Kunstwerke. Neben der Kultur der alten peruanischen Hochkulturen der Inka- und Vor-Inka-Zeit ist die spanische Eroberung Südamerikas durch Francisco Pizarro ein wichtiges Thema. In der Ausstellung finden sich daher auch Leihgaben herausragender europäischer Museen und Sammlungen. PM WKE

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