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Vor-Premiere der 90-minütigen Fernseh-Dokumentation „Der Stahlbaron – Hermann Röchling und die Völklinger Hütte“ im Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Dienstag, 19. März 2019, 19 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr), Eintritt frei

Seniorenbetreuung

Die Geschichte der Völklinger Hütte ist mit einer Familie verbunden: den Röchlings. Über Jahrzehnte prägten Vertreter dieser Familie die Geschicke des Völklinger Eisen- und Stahlwerks. Der Dokumentarfilm „Der Stahlbaron – Hermann Röchling und die Völklinger Hütte“ erzählt die Geschichte des Stahlunternehmers Hermann Röchling. Erstausstrahlung der 90-minütigen Dokumentation ist am Dienstag, dem 26. März 2019, auf arte. Bereits am Dienstag, dem 19. März 2019, bietet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte in Kooperation mit SWR/arte und moving story productions die Gelegenheit, den Film vor der Fernsehpremiere zu sehen. Die Vor-Premiere startet am Dienstag, dem 19. März 2019, um 19 Uhr. Der Eintritt zur Vor-Premiere ist kostenfrei, da die Plätze begrenzt sind, ist eine telefonische Voranmeldung unter 06898-9100-100 erforderlich.

Hermann Röchling war ein technischer Visionär, charismatisch, ehrgeizig und machtbewusst. Die Dokumentation erzählt, wie Hermann Röchling schon im Ersten Weltkrieg auf Rüstungsproduktion setzte und schildert seine Rolle als wichtigster Kopf der „Deutschen Front“ in der Völkerbundzeit. Der Film thematisiert den Einsatz von Zwangsarbeitern in der Völklinger Hütte in zwei Weltkriegen, die Nähe Hermann Röchlings zu Adolf Hitler und den Nationalsozialisten sowie Hermann Röchlings Rolle als „Reichsbeauftragter für Eisen und Stahl in den besetzten Gebieten“ an der Rekrutierung und Verschleppung von Zwangsarbeitern aus den besetzten Ländern Europas in die Eisen- und Stahlwerke des gesamten Deutschen Reichs. Im Rastatter Prozess 1948/49 wurde Hermann Röchling als Kriegsverbrecher angeklagt und verurteilt. Von diesem Rastatter Prozess nimmt der Film seinen Ausgangspunkt.

Dreharbeiten zum Film "Der Stahlbaron - Hermann Röchling und die Völklinger Hütte" in der Gebläsehalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte Copyright Foto: © moving story media
Dreharbeiten zum Film „Der Stahlbaron – Hermann Röchling und die Völklinger Hütte“ in der Gebläsehalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte
Copyright Foto: © moving story media

Zeitzeugen sowie deutsche und französische Historiker kommen in dem Film zu Wort. Auch szenische Elemente sind Teil der Dokumentation. Autorin und Regisseurin des Films ist die Journalistin Nina Koshofer, die bereits zahlreiche Dokumentarfilme realisiert hat, darunter auch mehrere Filme aus der ZDF-Reihe „Terra X“. Die Wissenschaftliche Fachberatung lag bei Dr. Inge Plettenberg, sie ist Expertin zum Thema „Die Röchlings und die Völklinger Hütte“ und zum Thema Zwangsarbeit im Saarland.

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist das erste Industriedenkmal aus der Blütezeit der Industrialisierung, das in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurde.  Es ist das einzige Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung, das vollständig erhalten ist. Nach der Stilllegung der Roheisenproduktion im Jahr 1986 wurde die Völklinger Hütte 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Anfänge der Völklinger Hütte reichen bis zum Jahr 1873 zurück. Der erste Hochofen wurde 1883 angeblasen. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte zeigt international herausragende Ausstellungen und ist Ort für außergewöhnliche Konzerte

Der Stahlbaron – Hermann Röchling und die Völklinger Hütte

Autorin und Regie: Nina Koshofer
Wissenschaftliche Fachberatung: Dr. Inge Plettenberg
Kamera: Michael Kern
Produzent: Jörg Kunkel, moving story productions, Hamburg
Redaktion SWR: Ulrike Becker
TV-Erstausstrahlung: arte, Dienstag, 26. März 2019, 20.15 Uhr
Weitere Ausstrahlung: ARD, Montag, 1. April 2019, 23.30 Uhr (45-Minuten-Fassung)

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