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Verkehrsentwicklungsplan des Saarlandes: Reaktivierung auf der Trasse der Köllertalbahn schwierig

#Völklingen/#Köllertal. Am 08.02.2020 wurde im Saarbrücker Schloß den Bürgern der VEP (Verkehrsentwicklungsplan) des Saarlandes präsentiert, speziell zugeschnitten auf den Schienenpersonennahverkehr und das Landesbusnetz (Regionalbuslinien).

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Auch viele Anwohner aus Püttlingen und Köllerbach waren anwesend und wurden enttäuscht, die Stadt Püttlingen mit ihren über 18.000 Einwohnern kam im VEP nicht vor.

Viele der Köllertaler kamen spontan auf Erhard Pitzius zu, der gebürtige Püttlinger ist Vorstand der Plattform Mobilität Saar-Lor-Lux und Mitglied im Projektbeirat des VEP Saarland und fragten, wie man Püttlingen noch an das S-Bahn oder Saarbahn Netz anschließen könne?

Reaktivierung der Köllertalbahn: Nutzen-Kosten Untersuchung wird wohl negativ ausgehen

Die Planungsbüros des VEP Saarland hatten im Vorfeld die Reaktivierung der Köllertalbahn zwischen Etzenhofen und Völklingen analysiert und kamen zum Ergebnis, dass eine Reaktivierung sehr teuer wird und sich eine Nutzen-Kosten Untersuchung mit negativen Vorzeichen darstellt. Die Plattform Mobilität geht aber mittelfristig davon aus, dass auch ein Lückenschluss Etzenhofen – Völklingen Sinn macht, über 11.000 PKW kommen aus dem Köllertal täglich vor den Toren Völklingens an.

Fährt die Saarbahn auf der ehemaligen Köllertalbahn? Foto: Hell/Archiv
Fährt die Saarbahn auf der ehemaligen Köllertalbahn? Foto: Hell/Archiv

Auch der Abschnitt Köllerbach – Walpershofen ist mit ca. 8.000 PKW täglich gut belegt, sodass ein Potential von Umsteigern auf die Bahn vorhanden ist, gerade auch in Bezug auf Mobilitätsbedürfnisse innerhalb der Püttlinger Stadtteile. Besonders mit einem auf die Bahn abgestimmten Ringbussystem könne die Köllertalstadt Püttlingen punkten und den ÖPNV stärken, begründet Erhard Pitzius die Zuversicht.

Reaktivierung auf der Trasse der Köllertalbahn schwierig

Die Reaktivierung auf der Trasse der Köllertalbahn gestaltet sich an manchen Stellen schwierig, die Stadt Püttlingen hat in den letzten 30 Jahren an einigen Stellen erheblich in die Trasse eingegriffen, besonders im Stadtkern von Püttlingen zwischen Hexenturm und ZOB Am Wimbach, in Köllerbach am Köllner Platz und Fresagrandinaria Straße und letztendlich in Etzenhofen in der Nähe des ehemaligen Bahnhofes. Daher wird dort eine Reaktivierung sehr aufwendig und teuer.

In Etzenhofen bietet sich eine alternative Trasse an und von vielen Bürgern aus Püttlingen und Köllerbach wird auch eine Straßenbahnvariante entlang der Straße zwischen Völklingen und Etzenhofen ins Spiel gebracht. Bei einer komplett neuen Trasse muss natürlich ein ganz neues Planfeststellungsverfahren mit Umweltprüfung eingeleitet werden.

„Die Plattform Mobilität Saar-Lor-Lux wird sich weiterhin mit der Reaktivierung beschäftigen und mit den Bürgern der Stadt Püttlingen den Dialog pflegen, gerne auch mit der Lokalpolitik.“, so der  Vorstand der Plattform Mobilität Saar-Lor-Lux Erhard Pitzius: „Ein solches Projekt kann aber nur angestoßen und umgesetzt werden, wenn sich Politik und Bürger gleichermaßen dafür aussprechen!“ Red./Plattform Mobilität Saar-Lor-Lux

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