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Plattform Mobilität kritisiert Bebauungsplan zur Amazon-Ansiedlung

#Wehrden. „Die Plattform Mobilität unterstützt im Grundsatz die Ansiedlungen von Gewerbe auf dem Areal des ehemaligen Kraftwerks in Wehrden. Allerdings scheint es auch hier, wie im Saarland üblich und in anderen Bundesländern  undenkbar, eine Planung eines großen Gewerbegebietes ohne Anbindung an den ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) zu geben.“, sagt Erhard Pitzius von der Plattform Mobilität SaarLorLux.„Gewerbegebiete in solcher Größe brauchen einen Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel, da sonst die A620 und die innerörtlichen Straßen noch weiter belastet werden!“, betont der Sprecher der Plattform Mobilität SaarLorLux.

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Die Plattform Mobilität äußert ebenso die Befürchtung, dass der innerstädtische Verkehr in Völklingen inkl. der Ortsteile Wehrden, Geislautern und der Verkehr in der Gemeinde Wadgassen (Hostenbach, Schaffhausen) eine weitere größere Belastung für die Anwohner darstellt, als es heute schon der Fall ist.

„Die Straßen sind jetzt schon überlastet, Lärm und Abgase machen krank und schränken die Lebensqualität erheblich ein. Die Verkehre von und zu Amazon verschärfen das Problem.“, so Pitzius, weiter: „Eine innerstädtische Buslinie muss das Gewerbegebiet anfahren, ebenso braucht es ÖPNV Verbindungen aus den anliegenden Gemeinden Wadgassen und Großrosseln.“

Die Plattform Mobilität SaarLorLux weist ebenso darauf hin, dass in unmittelbarer Nähe des Gewerbegebietes „Kraftwerk Wehrden“ die Bisttalbahn vorbei führt, sogar mit zwei Streckenästen, der eine nach Fürstenhausen/Saarbrücken, der andere nach Völklingen. Hier könne sogar ein Anschluss an den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) geschaffen werden.

Erhard Pitzius : „Ein Teil der Gewerbefläche kann außerdem als P&R Fläche (Nähe zur A620) ausgewiesen werden, um Berufspendler zum Umsteigen auf die Schiene zu bewegen. Auch es muss überprüft werden, ob auch die Speditionen im Umfeld des Gewerbegebietes an der Kurt Nagel Straße einen Gleisanschluss zur Bisttalbahn brauchen und auch nutzen können. Die Gleise der Bisttalbahn sind noch vorhanden, ebenso die Anschlussweiche des Anschlusses zum ehemaligen Kraftwerk Wehrden, ebenso wird im Verkehrsentwicklungsplan des Saarlandes ( und im VEP Völklingen) über eine Reaktivierung der Bisttalbahn und der Rosseltalbahn nachgedacht.“

Die Plattform Mobilität fordert den Stadtrat von Völklingen auf, ein Konzept eines ÖPNV/SPNV Anschlusses mit einzuplanen und auch einen Gleisanschluss ins Gewerbegebiet vorzusehen.

Eine Erschließung diesen Ausmaßes hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack in der Hinsicht, dass die Erschließung und Bebauung ohne weitere Umweltverträglichkeitsprüfung ablaufen soll.

„Der Bebauungsplan wird im beschleunigten Verfahren nach § 13a Baugesetzbuch (BauGB) u.a. ohne Durchführung einer Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB durchgeführt.“, ist den Unterlagen zu entnehmen.

Erhard Pitzius: „Da auch überwiegend in der Nacht gearbeitet wird muss sichergerstellt sein, dass die Lärmschutzrichtlinien eingehalten werden, außerdem darf es nicht passieren, dass Fremdmitarbeiter die Sanitären Anlagen von Amazon nicht mitbenutzen dürfen. Die Firma Dachser in Überherrn-Altforweiler lässt es zum Beispiel nicht zu, dass Mitarbeiter von Fremdspeditionen die Sanitären Anlagen nutzen dürfen und dass diese Mitarbeiter ihre Notdurft im Umfeld des Dachser Geländes verrichten müssen.“

„Was Dachser in Überherrn-Altforweiler auch lehrt ist der Umstand, dass die Steuereinnahmen für die Gemeinde eher gering ausfallen, die Erhaltung und Sanierung der Infrastruktur meist die Einnahmen auffressen.“, erklärt Erhard Pitzius abschließend.

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