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Nur 1780 Zuschauer sehen FCS im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion | Geisterspiel gegen Stuttgart!

#Völklingen. Am vergangenen Samstag herrschte schönstes Frühlingswetter über dem Saarland. Eigentlich sollte man dann doch glauben, dass dieses Wetter auch den ein oder anderen Fan zusätzlich in ein Fußballstadion lockt – allerdings zumindest an diesem Wochenende nicht beim Spiel des 1. FC Saarbrücken. Den Rängen sah man es an: Die Polit-Posse um den Ludwigspark und die sportliche „Talfahrt“ des Regionalligisten stinkt den Fans gewaltig. Dem DFB hingegen stinken die Fans: Wegen Vorfällen aus den Spielen 1. FCS gegen Astoria Walldorf, Watzenborn-Steinberg, SV Eintracht Trier 05, FC Homburg und dem SSV Ulm 1846 verhing das Sportgericht der Regionalliga Südwest einen Zuschauerausschluss für die Partie gegen die Stuttgarter Kickers.

Die FCS-Fans sind bedient

Den leeren Rängen des Hermann-Neuberger-Stadions sah man es an, die Fans des 1. FC Saarbrücken haben keine Lust mehr: Keine Lust mehr auf Regionalliga-Fußball, keine Lust mehr auf das oftmals als „Dorfplatz“ beschimpfte Hermann-Neuberger-Stadion und ein eher unattraktiver Gast, die Folge: Nur 1780 Fans wollten den 1. FC Saarbrücken gegen den SC Teutonia Watzenborn-Steinberg in Völklingen spielen sehen! Weniger Fans gab es in dieser Saison noch nie, in der Vergangenen wohl nur beim Geisterspiel gegen die Eintracht Trier.


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Leere Ränge: Das unbeliebte Ausweichquartier kostet Zuschauer - So leer wie hier war es dann allerdings doch nicht (Archivfoto vom Geisterspiel gegen Trier)
Leere Ränge: Das unbeliebte Ausweichquartier kostet Zuschauer – So leer wie hier war es dann allerdings doch nicht (Archivfoto vom Geisterspiel gegen Trier)

Wenigstens das Spiel hat der FCS gewonnen

So schön das Wetterchen war, so wenig attraktiv gestaltete sich das Fußballspiel: Auf dem doppelt belasteten Geläuf – der SV Röchling Völklingen trägt hier bekanntlich seine Heimspiele aus – setzte sich der FCS 4:1 gegen seine Gäste durch, doch der Reihe nach:
Der zuletzt in die Kritik geratene FCS-Cheftrainer Dirk Lottner veränderte sein Team im Vergleich zur vorangegangenen Partie in Pirmasens (2:0) auf mehreren Positionen. Vor dem nun als Stammtorwart gesetzten Ricco Cymer bildeten Dominic Rau, Steven Zellner und Rückkehrer Peter Chrappan wieder eine Dreierkette. „Der Trainer braucht mich dort, also spiele ich dort“, sagte Chrappan nach dem Spiel, seine Präsenz sollte dem FCS im Spiel allerdings helfen.
Auf den Außenbahnen wurde das Trio von Mario Müller und Alexandre Mendy unterstützt. Mit Jordan Steiner rückte ein weiteres neues Gesicht in die erste Elf. Er agierte an der Seite von Marco Holz im Zentrum. Vorne wirbelten Patrick Schmidt, Kevin Behrens und Tammo Harder bei seinem Debüt in der Anfangsformation.

FCS bestimmt das Spiel

Vom Anpfiff weg waren die Blau-Schwarzen das bestimmende Team. Der Gast aus Hessen sorgte in den ersten Minuten nur einmal für etwas Gefahr, der FCS hatte da allerdings doch mehr zu bieten, wie in der 9. Minute. Schmidt setzte Behrens am Strafraum in Szene. Christopher Spang versuchte per Grätsche zu retten, traf aber nur Behrens. Den fälligen Elfmeter platzierte Zellner im rechten Eck. Keeper Yannik Dauth war zur anderen Seite abgetaucht.

Watzenborn tat sich auch danach schwer, Lücken zu finden und zu nutzen. Der FCS versäumte es allerdings, direkt nachzulegen. Ein Querpass von Behrens auf den lauernden Schmidt schnappte sich Dauth. Wenig später war der Schlussmann auch bei einem Freistoß von Müller hellwach und parierte.

Pech war bei einem feinen Heber von Behrens im Spiel. Die Kugel landete statt im Netz wenige Zentimeter zu hoch am Querbalken. Den Nachschuss von Schmidt begrub Dauth unter sich. Auf der Gegenseite aber auch ein, zwei Szenen der Gäste, die aber kein Kapital daraus schlagen konnten.

Zwei Wechsel in der Halbzeit beim FCS!

Durchgang zwei startete mit zwei Wechseln. Rau und Harder mussten verletzungsbedingt in der Kabine bleiben. Neu dabei waren fortan Ivan Sachanenko und Marwin Studtrucker. „Harder klagte über Kreislaufprobleme, wohl wegen Eisenmangel“, erklärte Lottner nach dem Spiel.

In der 50. Minute konnten sie dann gemeinsam mit den Teamkollegen jubeln. Mendy war über die rechte Außenbahn marschiert. In der Mitte hatte sich Schmidt freigestohlen und verwertete die Flanke des Franzosen mustergültig zum 2:0.

Aus dem Nichts fiel nur acht Minuten später der Anschlusstreffer. Von der rechten Seite flatterte der Ball nach innen. Der kurz zuvor eingewechselte Markus Müller wuchtete sich in den Ball und Cymer war geschlagen. Es stand nur noch 2:1.

Patrick Schmidt, hier ein Archivfoto, zeigte wieder seine Torjägerqualitäten (Foto: Hell)
Patrick Schmidt, hier ein Archivfoto, zeigte wieder seine Torjägerqualitäten (Foto: Hell)

Nach 67 Minuten wurden die Kräfteverhältnisse wieder zu Recht gerückt. Studtrucker schlug einen Freistoß in den Sechzehner. Zellner schraubte sich hoch und bugsierte den Ball in die Maschen. Und Schmidt hätte nur kurz später gleich das 4:1 nachlegen können. Das holte er dann in der 88. Minute nach. Studtrucker wurde gefoult, Schmidt nagelte die Kugel vom Punkt aus unter die Latte.

Weiter geht es am kommenden Wochenende mit einem Auswärtsspiel. Der FCS gastiert am Samstag, 18. März, beim FC Nöttingen.

Stadionfrage nervt die Fans – trotzdem Platz 3 im Zuschauerranking!

Die Punkte blieben zwar bei den Blauschwarzen, sportlich passte es also nach der Negativ-Serie von drei Punkten aus fünf Spielen. Die Stadionfrage ist dennoch das Thema Nummer Eins bei den Anhängern: Bis 2020 muss der FCS (mindestens) auf den Ludwigspark verzichten. Steigt er auf steht der Club erst recht vor der Frage wo es weiter geht: Umzug nach Elversberg oder doch das Hermann-Neuberger-Stadion für die 3. Liga herrichten – geht es doch irgendwie im „Park“? Die Meinung bei den Fans ist gespalten, klar ist aber: Am liebsten würde man natürlich Zuhause in Saarbrücken spielen, gar das FC-Sportfeld ist bei den Fans als mögliches Ausweichquartier im Gespräch. Egal wie man über die Ausweichstation denkt, man merkt allen an: Groß ist der Ärger über den wohl verfrühten Abriss des altehrwürdigen Ludwigsparks.
Und trotz Fan-Frust: Im Zuschauerranking der Regionalliga Südwest belegt der 1. FC Saarbrücken trotz Ausweichsspielstätte hinter den Kickers Offenbach und dem Waldhof Mannheim den dritten Platz! Knapp 3000 Zuschauer lockt der 1. FC Saarbrücken im Schnitt nach Völklingen, der beste Besuch betrug 4070 Zuschauer bei der Partie gegen Mannheim. Und auch bundesweit ist man in der 4. Fußball-Spielklasse noch in den Top 10! Sport1 hat am Sonntag während einer Übertragung eines Regionalligaspiels die Rangliste der Zuschauer aller Regionalligisten eingeblendet: Bundesweit steht der 1. FCS noch immer auf Platz 9 der Zuschauergunst – Trotz Ausweichquartier!

Zuschauerausschluss gegen Stuttgart | Auflagen für das Auswärtspiel gegen Trier

Das Urteil des Sportgerichts der Regionalliga Südwest:

Das Sportgericht der Regionalliga Südwest hat durch seinen Vorsitzenden Prof. Dr. Pitz als Einzelrichter aufgrund der Vorfälle aus den Spielen gegen Astoria Walldorf, Watzenborn-Steinberg, SV Eintracht Trier 05, FC Homburg und dem SSV Ulm 1846 folgendes Urteil gegenüber dem 1. FC Saarbrücken erlassen:

  1. Der Verein 1. FC Saarbrücken wird wegen fortgesetztem unsportlichem Verhalten seiner Anhänger zu einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 € verurteilt.
  2. Des Weiteren wird der Verein 1. FC Saarbrücken wegen fortgesetztem unsportlichem Verhalten seiner Anhänger verurteilt, dass Meisterschaftsheimspiel gegen SV Stuttgarter Kickers in der Saison 2016/17 unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen.
  3. Dem 1. FC Saarbrücken werden zur Umsetzung der in Ziff. 2 aufgeführten Sanktion nachstehende Auflagen erteilt:
    1. Das o.g. Meisterschaftsheimspiel gegen den SV Stuttgarter Kickers ist unter Schließung sämtlicher Stehplatzbereiche des Hermann-Neuberger-Stadions in Völklingen, insbesondere der Bereiche Nordrang A und B sowie Südrang C und D auszutragen. Lediglich der Sitzplatzbereich der Haupttribüne darf geöffnet werden
    2. Zudem wird nur der Verkauf von Eintrittskarten im Vorverkauf nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Sitzplätze in personalisierter Form gestattet. D.h. auf den Eintrittskarten ist beim Kartenverkauf der vollständige Name des Zuschauers/Käufers dauerhaft anzubringen.
      Die Tageskassen sind geschlossen zu halten. Dem Gastverein ist von den zur Verfügung stehenden Sitzplätzen ein Kontingent von 10 % zu überlassen.
    3. Im gesamten Stadionbereich dürfen keine Banner, Plakate, Transparente o.ä. aufgehängt oder sonst angebracht werden.
    4. Die Übertragung des Spiels im Rahmen eines so genannten Public Viewing ist auf dem gesamten Stadiongelände, wozu auch die Parkplatzflächen zählen, nicht gestattet.
  4. Zur Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Ablaufs des Meisterschaftsauswärtsspiels gegen den SV Eintracht Trier 05 e.V. in der Regionalligasaison 2016/17 werden dem 1. FC Saarbrücken nachstehende Auflagen erteilt:

Ticketing:
1. Es ist durch den Verein 1. FC Saarbrücken anzustreben, dass eine koordinierte Anreise seiner Anhänger mit Bussen stattfindet. Alternative Anreiseoptionen sind ebenfalls möglich.
2. Karten sind nur im Einzelkauf zu verkaufen und schon beim Verkauf mit dem Vor- und Nachnamen des Käufers zu versehen, der sich mit einem amtlichen Lichtbildausweis auszuweisen hat. Nicht namentlich gekennzeichnete Tickets erhalten keinen Einlass zum Spiel. Es ist darauf hinzuweisen, dass im Rahmen der Einlasskontrolle eine
Identitätsüberprüfung stattfindet.
3. Beim Verkauf ist darauf zu achten, dass keine Personen eine Eintrittskarte erhalten, die ein potenzielles Sicherheitsrisiko darstellen.
4. Der Verein 1. FC Saarbrücken hat für das o.g. Spiel 25 Ordner auf eigene Kosten zu stellen. Der Einsatz ist mit dem SV Eintracht Trier e.V. eng abzustimmen.

Über die damit verbundenen Abläufe und Einschränkungen in Bezug auf die Vergabe von Eintrittskarten im Rahmen des Auswärtsspieles in Trier am Samstag, dem 01. April 2017, sowie dem Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers am Sonntag, dem 09. April 2017, wird der Verein zeitnah informieren.

PM FCS/Redaktion

 

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