Petra AnzeigePetra WesterkampPlatzhalterLitzenburger AnzeigeLitzenburger MalerbetriebPlatzhalter

Neues (Test-)Fahrzeuggespann für die Feuerwehr in Lauterbach eingetroffen

#Völklingen/#Lauterbach. Gestern Abend traf in Völklingen ein neues Löschfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr ein. Ein ungewöhnliches Gespann für einen Feuerwehrfuhrpark, doch steht bei der Brandbekämpfung Einsatzzweck vor Ästhetik. Wir erklären, warum die Feuerwehr nun Trecker fährt.

Bitte beachten Sie: Dieser Text war unser Aprilscherz 2019! Die Auflösung finden Sie hier:

Traktor verspricht beste Geländetauglichkeit

Gestern war es endlich soweit: Die Feuerwehr Völklingen stellte sofort nach dem Eintreffen in Völklingen das neue Fahrzeuggespann der Öffentlichkeit vor. Es handelt sich dabei um ein Versuchsfahrzeuggespann, welches den geplanten DIN-TYP „FWWA 10“ (was für Feld, Wald und Wiese Anhänger mit 1000 Liter-Löschwasser steht) im Einsatzalltag testen soll. Der vom Bund in Auftrag gegebene Anhänger ist das Ergebnis der Arbeit eines Ulmer Ingenieurbüros, welches eng mit einer benachbarten Fachfirma für Feuerwehraufbauten kooperierte. Der Auftrag: Ein in von Natur geprägten Regionen einsetzbares Löschfahrzeug, für Wehren mit kleinen Budgets.

Durch den 1000 Liter Löschwasser fassenden Tank und eine Tragkraftspritze des Typs PFPN 10-1000, die diese 1000 Liter in einer Minute bei 10 Bar abpumpen kann, soll dieser Anhänger das ideale Löschfahrzeug für Feld-, Wald- und Wiesenbrände werden. Gezogen wird der Anhänger optional von einem Traktor, der für den Versuch im Völklinger Stadtteil Lauterbach im Warndt gebraucht beschafft werden konnte, oder von dem im Löschbezirk vorhanden Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF). „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir diesen neuen Fahrzeugtyp in Lauterbach testen dürfen.“, zeigt sich der Brandlöschleiter Bernd Hollenbach begeistert, weiter: „Wir hatten in 2018 eine Vielzahl von Wald und Wiesenbränden zu bekämpfen, was uns mit diesem Gespann nun hoffentlich deutlich einfacher fallen wird. Gerade durch die neuerdings vorherrschenden extrem-Wetterlagen ist es notwenig entsprechende Technik zur Verfügung zu haben.“

Der Versuchs-FWWA mit Deutz-Zugfahrzeug beim Fotoshooting vor Völklingen (Foto: Hell)
Der Versuchs-FWWA mit Deutz-Zugfahrzeug beim Fotoshooting vor Völklingen (Foto: Hell)

Versuchsträger wird in Völklingen ein Jahr getestet

„Wir sind optimistisch, dass dieser Versuchsträger uns im der kommenden Waldbrandsaison 2019 viele wichtige Hinweise für Detailverbesserungen einbringen wird.“, berichtet Diplom-Ingenieur Michael Saalfeld, als Geschäftsführer des beauftragten Ingenieurbüros: „Ich danke der Stadt Völklingen und Ihrer Feuerwehr, dass man sich sofort als Tester zur Verfügung gestellt hat.“ Projektleiter Matthias Kläß ergänzt: „Wir sind beim Aufbau dieses Prototypen wissentlich noch den einen oder anderen Kompromiss zwischen Einsatzzweck und Verkehrssicherheit eingegangen, so verfügt das Fahrzeug aktuell über ein Fahrgestell mit zwei Achsen und Asphaltbereifung um im Verkehr eine höhere Spursicherheit zu gewährleisten. Bei unseren eigenen Tests hinderte das im Gelände nur wenig, doch nun wollen wir herausfinden, wie sich das Fahrzeug im Ernstfall verhält.“
Vorteil eines solchen Anhängers ist es, dass die Feuerwehrkameraden keinen LKW-Führerschein mehr vorweisen müssen, sofern der Hänger mit einem Kleintransporter oder wie hier mit einem Traktor zum Einsatz gezogen wird. Ein Führerschein der Klasse BE genügt.
Der Versuchsträger wird im Löschbezirk Lauterbach durch die Völklinger Feuerwehr nun ein Jahr lang im Feuerwehralltag getestet. Danach wollen die Ingenieure das Fahrzeug bei Bedarf nochmals überarbeiten. Während der Testphase wird das in Lauterbach stationierte Fahrzeug des Katastrophenschutzes im Löschbezirk Geislautern stationiert.

Daten

Anhänger:

  • Basis: Koch-Anhänger
  • Aluminiumaufbau
  • Gesamtlänge: 4,44m (Aufbau 3,24m)
  • Breite: 2,30m
  • Höhe: 2,04m + 80 cm Scheinwerfermast
  • Zulässige Gesamtmasse incl. Löschwasser:  2,5 Tonnen
  • Feuerwehrtechnische Ausstattung:
    • Tragkraftspritze PFPN 10-1000 (1.000 l/min bei 10 bar)
    • Löschwassertank 1.000 l
    • Schnellangriffseinrichtung mit Hohlstrahlrohr
    • 4 Atemschutzgeräte
    • Saugschläuche
    • B-Schlauchhaspel am Heck
    • B-Schläuche
    • C-Schläuche
    • Strahlrohre
    • Lichtmast
    • Handscheinwerfer
    • Absicherungsmaterial

Zugfahrzeug (Gebrauchtfahrzeug):

  • Deutz D07-Traktor
  • Baujahr 1984
  • 70 PS Dieselmotor mit 245 Nm bei 1.603 U/min.
  • 30km/h Zulassung

Red.

Diesen Beitrag teilen