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Landesweite Aktion „Freiwilligendienste für die Flüchtlingsarbeit

#Saarland. 100 Helferinnen und Helfer für das Saarland“ unter Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin gestartet!

Landesweite Aktion „Freiwilligendienste für die Flüchtlingsarbeit – 100 Helferinnen und Helfer für das Saarland“ unter Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin gestartet – Sozialministerium richtet 10 Freiwilligendienstplätze ein  und  schaltet Telefonhotline  für Interessierte  Helfer und die saarländischen Städte und Gemeinden.

Gemeinsam mit Vertretern der Träger von Freiwilligendiensten hat  Sozialstaatssekretär Stephan Kolling heute die landesweite Aktion „Freiwilligendienste für die Flüchtlingshilfe – 100 Helferinnen und Helfer für das Saarland“ unter Schirmherrschaft der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer gestartet.

Damit will das Sozialministerium junge Männer und Frauen im Saarland motivieren, sich im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) und des Bundesfreiwilligendienstes in der Flüchtlingshilfe zu engagieren. Die Aktion hat das Ziel, Ehrenamtlern und Gemeinden Unterstützungskräfte zur Verfügung zu stellen, um die Flüchtlingsarbeit in saarländischen Kommunen zu verbessern. „Unser ehrgeiziges Ziel ist es, 50 bis 100 Männer und Frauen im Saarland zu gewinnen, die sich bereit erklären, im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres oder eines Bundesfreiwilligendienstes die Flüchtlingshilfe zu unterstützen“, sagte Kolling. „Alle Träger der Freiwilligendienste waren von der Initiative sofort begeistert und wirken mit.“

Der Vorteil der landesweiten Aktion ist es, dass nicht nur junge Saarländer bis 27 Jahre sich im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres engagieren können, sondern auch ältere Mitbürger, Ruheständler und  anerkannte Asylbewerber können die Aktion im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes unterstützen.

Die saarländischen Wohlfahrtsverbände und Träger der Freiwilligen Dienste begrüßen die Initiative der Saarländischen Landesregierung.
„Wir unterstützen das Vorhaben, weil die Freiwilligen in der Begleitung der Flüchtlinge wertvolle Erfahrungen sammeln können“, sagt Volker Bourgett, Abteilungsleiter Jugendhilfeverbund des Diakonischen Werkes an der Saar (DWSAAR). „Sie begegnen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und lernen ein wichtiges Arbeitsfeld der sozialen Arbeit kennen. Sehr wichtig dabei ist jedoch die entsprechende sozialpädagogische Begleitung, damit die Freiwilligen bei Problemen, organisatorischen oder pädagogischen Fragen nicht alleine sind.“

Das DWSAAR hat in den Clearinghäusern und Wohngruppen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge seit einigen Jahren  junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr  (FSJ) und im Bundesfreiwilligendienst im Einsatz und macht dabei gute Erfahrungen. „Auch die jungen Flüchtlinge profitierten von der Begegnung“, betont Bourgett.

Interessierte junge Menschen aber auch diejenigen Städte, Gemeinden und andere Einsatzstellen, die Bedarf an Freiwilligendiensten anmelden wollen, können sich ab sofort an die Info-Hotline im Sozialministerium wenden.  Unter der Telefonnummer  0681 501-2223 erhalten Sie dort Montag bis Freitag von 9.00 bis 16.00 Uhr weitere Auskünfte und Informationen. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet.

„Das Sozialministerium wird die interessierten Bewerber sowie die Kommunen und die Träger der Freiwilligendienste zusammenbringen und das Projekt unterstützen. Gleichzeitig sind die Städte und Gemeinden aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen, und die Kostenträgerschaft für Freiwillige in ihren Zuständigkeitsbereichen zu übernehmen“ erklärte Kolling. „Wir gehen aber auch mit gutem Beispiel voran und werden 10 Freiwilligendienstplätze in Zusammenarbeit mit den Trägen einrichten“, so der Staatssekretär weiter.

„Wir sind den Trägern der Freiwilligendienste für ihre engagierte Unterstützung sehr dankbar. Jetzt  suchen wir Menschen, die für ein Jahr bereit und in der Lage sind, Flüchtlinge bei der Bewältigung ihrer aktuellen Lebenssituation zu unterstützen. Die Begleitung bei Behördengängen, bei Arztbesuchen, bei der Anmeldung der Kinder in Kindergarten oder Schule sind nur einige Beispiele, wo die Freiwilligen unterstützend tätig werden können. Ich bitte alle jungen Männer und Frauen, die beispielsweise noch auf einen Studienplatz warten oder die angestrebte Ausbildungsstelle noch nicht gefunden haben, für sich einen solchen freiwilligen Einsatz zu prüfen. Wir brauchen Ihre Hilfe. Wenn Sie helfen wollen, kann der Freiwilligendienst nicht nur den aus ihrer Heimat geflüchteten Familien wertvolle Hilfestellung geben. Auch Sie selbst können profitieren, indem Sie vielfältige Lernerfahrungen machen und Ihre Kompetenzen erweitern.“

Hintergrundinformation:

Konkret werden junge Menschen gesucht, die sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bzw. einen Einsatz im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) interessieren. Sie sollten offen und einfühlsam sein für Menschen aus anderen Kulturen, die aus Kriegsgebieten geflüchtet und  in einer Notsituation im Saarland angekommen sind. Sie sollten einen Führerschein haben und möglichst Fremdsprachenkenntnisse besitzen, vorzugsweise in Englisch und/oder Arabisch. Sie sollten überlegt, aber auch aktiv und zupackend handeln können. Auch volljährige junge Menschen mit Migrationshintergrund, die mindestens seit drei Monaten in Deutschland leben, kommen für den Freiwilligendienst in Frage und sind mit Blick auf ihre Sprachkenntnisse besonders willkommen.

Einsatzort sind die Kommunen im Saarland, die auf diesem Weg Unterstützung für die Arbeit mit den Flüchtlingen vor Ort erhalten können. Der Freiwilligeneinsatz dauert in der Regel ein Jahr; er soll mindestens sechs Monate und maximal 18 Monate dauern. Es handelt sich um eine Vollzeittätigkeit mit rund 39 Wochenstunden.

Bei ihrer Arbeit werden die jungen Freiwilligen nicht alleine gelassen, sondern sie arbeiten unter der Anleitung einer hauptamtlichen Kraft vor Ort, die in der Kommune  für die Flüchtlingsarbeit zuständig ist. Darüber hinaus werden die saarländischen Träger der Freiwilligendienste – wie auch in allen anderen Einsatzfeldern bei FSJ und BFD während der gesamten Dauer des Einsatzes – die sozialpädagogische Begleitung der Freiwilligen übernehmen.

Den Freiwilligen wird ein monatliches Taschengeld von bis zu 380 Euro gezahlt. Außerdem sind sie sozialversichert und können im Öffentlichen Personennahverkehr eine Fahrpreisermäßigung erhalten. Kindergeldansprüche und/oder Ansprüche auf Waisenrente bleiben während des Freiwilligendienstes uneingeschränkt erhalten.  Die Ableistung eines Freiwilligendienstes wirkt sich positiv auf die Bewerbung um einen Studienplatz aus.

FSJ und BFD sind kein Ersatz für reguläre Arbeitsverhältnisse. Sie gehören zu den besonderen Formen des bürgerschaftlichen Engagements und sollen Lernorte insbesondere für junge Menschen sein, mit dem Ziel ihnen soziale, kulturelle und interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl zu stärken.


Quelle: Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der Landesregierung des Saarlandes oder (eines) Ihrer Ministerien.