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Inflationsrate im Saarland nähert sich weiter der Nulllinie

#Saarland. Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Saarland zum Jahresende weiter verlangsamt. Nach Angaben des Statistischen Amtes Saarland lag das Niveau der Verbraucherpreise im Dezember 2014 lediglich um 0,3 Prozent höher als vor einem Jahr. Gegenüber dem Vormonat November blieb der Verbraucherpreisindex unverändert auf einem Stand von 106,5 (Basisjahr 2010 = 100).

Zuletzt wurde eine so niedrige Inflationsrate vor fast viereinhalb Jahren im August 2010 gemessen. Im Jahr davor, in der Zeit von Juni bis Oktober 2009 waren für das Saarland sogar negative Inflationsraten berechnet worden. Damals wie heute waren die Veränderungsraten wesentlich durch die Preisbewegungen auf den Energiemärkten geprägt. Den kräftigen Preisrückgängen bei Rohöl folgten in den vergangenen Monaten auch die Heizöl- und Kraftstoffpreise. Seit September 2014 sind die Kraftstoffpreise im Saarland um 10,9 Prozent zurückgegangen und liegen derzeit um 11,1 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Deutlich stärker fiel der Preisvorteil beim Heizöl aus. Nach einem Rückgang um gut ein Fünftel (21,6 %) seit September liegt das aktuelle Preisniveau um 23,2 Prozent niedriger als vor 12 Monaten. Die anderen Formen der Haushaltsenergie sind diesem Trend bislang noch nicht gefolgt. Während Strom zuletzt 3,9 Prozent teurer war als vor einem Jahr, sind bei Gas (-0,7 %) und Zentralheizung und Fernwärme (-1,6 %) nur schwach rückläufige Tendenzen erkennbar. Interessant ist hierbei ein Vergleich der aktuellen Indexstände, die die Preisentwicklung seit dem Basisjahr 2010 anzeigen. Während dieses Basispreisniveau beim Heizöl mittlerweile wieder um 4,7 Prozent unterschritten wird, liegen die Strompreise um fast ein Viertel (24,4 %) höher als im Jahresdurchschnitt 2010. Sollten sich die Gasanbieter an der Heizölpreisentwicklung orientieren, lässt ein aktueller Indexstand von 115,5 den Verbrauchern deutlich Raum für optimistische Preiserwartungen. Bei Zentralheizung und Fernwärme bemisst sich der Preisanstieg seit 2010 auf 16,9 Prozent.


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Betrachtet man das nun abgelaufene Jahr 2014 insgesamt, so lag das Verbraucherpreisniveau um 0,9 Prozent höher als im Jahr 2013 und um 6,6 Prozent über dem des Basisjahres 2010. Der Bereich „Bildungswesen“, auf den im Schnitt 8,8 Prozent der Verbrauchsausgaben entfallen, wies mit einem Plus von 6,5 Prozent die höchste Teuerungsrate auf. Ursächlich waren höhere Entgelte für Dienstleistungen des Elementar- und Sekundarbereiches. Erst mit Abstand folgt der Bereich „Alkoholische Getränke und Tabakwaren“ mit einem Gesamtanstieg von 3,0 Prozent. Für den größten Ausgabenbereich „Wohnen, Wasser und Haushaltsenergie“, der fast ein Drittel (31,7 %) der Ausgaben eines Durchschnittshaushaltes umfasst, mussten die Saarländerinnen und Saarländer im Jahr 2014 im Schnitt lediglich 0,7 Prozent mehr aufwenden als im Vorjahr. Preisrückgänge gab es über das gesamt Jahr betrachtet im Bereich „Verkehr“ (  0,2 %) und im Bereich „Nachrichtenübermittlung“ (-1,2 %).

Hinweis: Die Presseinformation enthält vorläufige Ergebnisse der Berechnungen zum saarländischen Verbraucherpreisindex.

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