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Deutsch-Französischer Tag 2016: Europaminister Stephan Toscani begrüßt Fortschritte bei der Frankreichstrategie

#Saarland. Seit 2003 wird der 22. Januar in Deutschland und Frankreich als „Deutsch-Französischer Tag“ gefeiert. Er erinnert an die Unterzeichnung des Elysée-Vertrags im Jahr 1963. Damals legten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Grundstein für die deutsch-französische Freundschaft. Europaminister Stephan Toscani betont aus diesem Anlass die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft als „Motor der europäischen Einigung“. Stephan Toscani: „Die deutsch-französische Freundschaft spielt gerade im Saarland eine besondere Rolle. Aus Nachbarn sind in den vergangenen Jahrzehnten enge Freunde geworden.“

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Stephan Toscani verwies auf zahlreiche deutsch-französische Institutionen, Kooperationen und die rund 10 000 Französinnen und Franzosen, die hier leben und einen erheblichen Beitrag zu dem besonders guten Verhältnis leisten. „Die Landesregierung unterstützt die Entwicklung durch zukunftsweisende Initiativen wie die Frankreichstrategie, die im vergangenen Jahr mit dem Engagement zahlreicher Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an Dynamik weiter gewonnen hat.“
Am 27. Januar 2015 hat die saarländische Landesregierung die Umsetzung der Frankreichstrategie beschlossen. Dabei haben alle Ressorts gemeinsam ein Maßnahmenpaket für die Jahre 2015/2016 erarbeitet und beschlossen (Feuille de route). Europaminister Stephan Toscani: „Die Bilanz nach einem Jahr ist sehr positiv. Sie zeigt, dass wir innerhalb kurzer Zeit bereits erste Maßnahmen umgesetzt haben.“
Die sogenannte „Feuille de Route“ beinhaltet insgesamt 13 Maßnahmen, deren Umsetzung in der Zuständigkeit der jeweiligen Ressorts liegt. Stephan Toscani nannte einige Beispiele, die exemplarisch das Engagement der Ressorts verdeutlichen:

  1. Eröffnung einer Klasse für Automobilberufe im Rahmen der Deutsch-Französischen Berufsschule /Lycée professionnel franco-allemand im Ausbildungsjahr 2015/2016 an den Standorten Berufsbildungszentrum St. Ingbert und Lycée Professionel Régional André Citroën in Marly bei Metz.
  2.  Start des ersten Weiterbildungsaustauschprogramms praxes@admin für Bedienstete der Landesregierung am 14. September 2015.
  3. Neueröffnung der Vertretung des Saarlandes bei der Europäischen Union am 02. Juli 2015 unter einem gemeinsamen Dach mit der französischen Region Elsass, Lothringen, Champagne-Ardenne.
  4. 15 saarländische KiTas haben sich für die Auszeichnung mit dem Label „Deutsch-Französische Qualitätscharta für zweisprachige Kindertagesstätten“ beworben.
  5.  Einrichtung einer gemeinsamen Gastdozentur „Grenzüberschreitende Arbeitswelten“ des Deutsch-Französischen Hochschulinstituts (DFHI) an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) und des Frankreichzentrums der Universität des Saarlandes (UdS) vom 01. April 2016 bis zum 30. September 2016. Studierende werden an eine Tätigkeit in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit herangeführt und lernen den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt als Beschäftigungsoption nach dem Studium kennen. Im Rahmen der Gastdozentur ist innerhalb des Center for Border Studies der Universität der Großregion die Mitarbeit an einer Forschergruppe vorgesehen. An der HTW ist die Einbindung in Kooperations- und Forschungsprojekt zum interregionalen Arbeitsmarkt, zur Arbeitsmarktintegration von Migranten sowie zum grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen vorgesehen. Außerdem soll ein Kolloquium „Les évolutions économiques et sociales en Europe“ im Jahr 2017 vorbereitet werden. Bei dieser Veranstaltung sollen die Ergebnisse der hochschulübergreifenden Zusammenarbeit veröffentlicht werden.
  6. Vorstellung des Labels „Partner der Frankreichstrategie“ im Rahmen des „Runden Tisches Frankreich“ am 30. September 2015. Das Label „Partner der Frankreichstrategie“ wird saarländischen Unternehmen und Vertretern der Zivilgesellschaft zur Verfügung gestellt, damit sie ihr Engagement für die Frankreichstrategie öffentlich dokumentieren können. Der „Runde Tisch Frankreich“ wurde gegründet, um die Umsetzung der Frankreichstrategie mit wichtigen Entscheidungsträgern des Saarlandes in regelmäßigen Abständen zu beraten.

Eines der wichtigsten Ziele der Frankreichstrategie ist es, Französisch als zweite Verkehrssprache zu etablieren. Damit wird das Saarland zum einzigen mehrsprachigen Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. „Dies eröffnet den Weg zu einer gelebten Mehrsprachigkeit, die wir in einem zusammenwachsenden Europa dringend brauchen. Die erfolgreiche Umsetzung der Frankreichstrategie stärkt das Saarland als lebens- und liebenswerte Region im Herzen Europas“, so Stephan Toscani. „Die Frankreichstrategie ist eine interaktive Strategie. Daher freue ich mich sehr, über das Engagement der zahlreichen Partner diesseits und jenseits der Grenze.“
Neben vielen Unternehmen wirken auch Verbände, Vereine, Hochschulen aber auch einzelne Bürgerinnen und Bürger an der Frankreichstrategie mit.
Europaminister Stephan Toscani verweist dabei auch auf die „Deutschlandstrategie“ Lothringens und des Departements Moselle. Er sagte: „Dieser wichtige Schritt ist eine Antwort auf die Frankreichstrategie des Saarlandes. Damit verstärken das Saarland und Lothringen wechselseitig ihre Rolle als europäische Referenzregionen. Die europäische Ausrichtung und die deutsch-französische Zusammenarbeit sind auch ein wichtiges Kennzeichen der neuen französischen Großregion Grand-Est mit Elsass, Champagne-Ardenne und Lothringen.“


Quelle: Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der Landesregierung des Saarlandes oder (eines) Ihrer Ministerien.

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