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„Das Saarland braucht Blut – Du bist dran“ – Täglich fehlen 55 Blutspenden im Saarland

#Saarland. Heute startet die 1.Saarländische #Blutspendewoche vom 14.-20. Oktober. Noch immer deckt das #Blutspendeaufkommen der #Saarländer nicht den tatsächlichen Bedarf.

Eine Blutspenderin – Foto: Deutsches Rotes Kreuz
Eine Blutspenderin – Foto: Deutsches Rotes Kreuz

Tatsächlich fehlen im Saarland täglich etwa 55 Blutspenden. Darum haben das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes, die Blutspendezentrale Saar-Pfalz und das Transfusionszentrum am Universitätsklinikum ein Blutspende-Bündnis Saarland gegründet, um gemeinsam für mehr Blutspende zu werben.


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Vom 14. bis 20. Oktober findet die erste saarlandweite Blutspendewoche statt. Mit verlängerten Öffnungszeiten sowie Sonder-Informationsveranstaltungen sollen auch diejenigen Saarländerinnen und Saarländer überzeugt werden, die bislang noch unsicher sind. Gesundheitsminister Andreas Storm, der zugleich Schirmherr der Aktion ist, erklärt: „Leider sind wir im Saarland von einer Selbstversorgung mit Spenderblut weit entfernt. Glücklicherweise können zurzeit Blutkonserven aus anderen Bundesländern diesen Mangel auffangen. Da künftig jedoch bundesweit aufgrund der demografischen Entwicklung mit rückläufigen Spenderzahlen bei gleichzeitig steigendem Blutverbrauch zu rechnen ist, müssen wir es schaffen, uns selbst mit dem lebenswichtigen Spenderblut zu versorgen. Dabei fehlt es vor allem an jungen Spendern. Ich freue mich über jeden, der sich in der Blutspendewoche, aber auch zu jedem anderen Zeitpunkt, zum Blutspenden entscheidet.“ Minister Storm wird im Rahmen der Aktions-Woche am 17. Oktober um 17 Uhr in der Blutspendezentrale am Winterbergklinikum Blut spenden.

Im Saarland werden etwa 190 Blutkonserven am Tag benötigt. 2012 hat das DRK 40.352 Blutspenden verzeichnet, die beiden stationären Einrichtungen in Saarbrücken und Homburg verzeichnen zusammen etwa 15.000-16.000 Blutkonserven jährlich. Die fehlenden rund 20.000 wurden überwiegend durch den DRK Blutspendedienst West in Bad Kreuznach geliefert. Dabei variiert die Spendebereitschaft von mehr als 5% der Bevölkerung im nördlichen Saarland gegenüber 3,5-4% im Bereich des Stadtverbandes Saarbrücken.

„Im Schnitt ist jeder Mensch mindestens einmal im Leben abhängig von gespendetem Blut. Und das nicht in erster Linie durch Unfälle. Wichtiger sind diese Spenden zur Behandlung von Krebspatienten oder Krankheiten von Organen“, erklärt Dr. Alexander Patek, Leiter der Blutspendezentrale Saar-Pfalz mit Entnahmestellen am Klinikum Saarbrücken auf dem Winterberg und am Westpfalz-klinikum Kaiserslautern: „Für Blut gibt es bis heute noch keinen gleichwertigen Ersatz: Der Transport von Sauerstoff und Nährstoffen, die Abwehr von Erregern, die Blutstillung und der Wärmetransport – das sind Funktionen, die unser Blut unersetzlich macht.“

Prof. Dr. Hermann Eichler, Leiter des Instituts für Klinische Hämostaseologie und Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum des Saarlandes, erklärt: „Das Universitätsklinikum des Saarlandes ist als überregionales medizinisches Hochleistungszentrum auf eine sichere regionale Versorgung mit Spenderblut angewiesen. Die Abhängigkeit von Blutprodukten aus anderen Regionen muss dringend reduziert werden, um die medizinischen Leistungen auch in Zukunft zuverlässig erbringen zu können.“

Und das Blutspenden bringt auch Vorteile mit sich. Jan Christian Kuhr, kaufmännischer Geschäftsführer des DRK Blutspendedienstes Rheinland-Pfalz und Saarland, erklärt: „Regelmäßig wird im Rahmen der Blutspende auch auf etwaige Infektionskrankheiten untersucht (z.B. Hepatitis B und C). Insofern kann die Blutspende auch für bestimmte Erkrankungen einen Beitrag zur Früherkennung bringen. Jedoch ersetzt die Untersuchung der Blutspenden nicht den regelmäßigen hausärztlichen Gesundheitscheck; sie kann diesen nur ergänzen.“

Weitere Informationen zum Blutspende-Bündnis Saarland finden Sie unter www.saarland-braucht-blut.de und www.facebook.com/DasSaarlandBrauchtBlut

(PM: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie)

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