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Das City-Center in Völklingen wird kleiner

Völklingen. Der Traum von Einkaufsspaß auf über 9000 Quadratmetern ist für die Völklinger zwar ausgeträumt – aber immerhin sollen es noch 6000 werden. Die „Light“-Version des City Centers ist nicht nur ein Drittel kleiner, sondern kostet auch ein Drittel weniger als die vorherige Planung es vorsah. Investor Thorsten Vogt, Geschäftsführer der Main Asset GmbH aus Dreieich bei Frankfurt, erläuterte gestern seine bescheidenere Vorschläge zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit – Nur die zuständigen Ausschüsse des Stadtrats und die Verwaltungsspitze durfe zuhören. Begleitet wurde Vogt von seinem Architekten Matthias Kraemer und seines Projektsteuerers Volkhard Kruch.

CityCenter Völklingen
So sahen die ursprünglichen Planungen aus.
Grafik: Stadt Völklingen / GWB Immobilien AG

Trotz des Rückschlages blieb man bei dieser Besprechung aber sachlich, wobei die Enttäuschung doch zu vernehmen war – wie Ausschussmitlieder später berichteten.


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Der Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) erläuterte nach der Sitzung die neu gestaltete Planung:

  • Statt Geschäften auf zwei Etagen mit 9500 m² Verkaufsfläche, wird es nur noch eine mit 6000 m² geben.
  • Statt wie zuvor in einem Bogen soll die Verkaufsfläche nun entlang der Rathausstraße entstehen, wodurch eine L-Form wie beim Vorgängergebäude entstünde…
  • … im Querriegel (ähnlich ehemaligen Kaufhof überbaut er die Schulstraße) sollen Büros unter gebracht werden.
  • Das Obergeschoss dient als Parkfläche
  • Der Angebots-Schwerpunkt soll nach wie vor bei Textilien liegen, wobei eine schnelle Einigung mit zukünftigen Mietern möglich sei.

Bevor diese Planung aber in die Tat umgesetzt werden kann, muss der Stadtrat entscheiden ob man den veränderten Plänen einverstanden ist.

„Herr Vogt will in jedem Fall bauen und wird auch bauen, wenn er die Genehmigungen hat“, so wird Klaus Lorig von der Saarbrücker Zeitung zitiert, und betont damit wie ernst der Investor es meine. Projektsteuerer Kruch hatte bereits für die Immobiliengesellschaft GWB am Projekt gearbeitet. Die Main Asset GmbH übernahm im vergangenen Jahr von GWB das Projekt.

Wenn man den Ausführungen der Herren und den Worten des Völklinger Oberbürgermeisters glauben darf, wäre das neue City Center in 18 bis 24 Monaten fertig, was bedeuten würde Ende 2015 könnte man im fertigen City Center seine Weihnachtseinkäufe erledigen – dies hat aber zur Bedingung, dass in spätestens acht Monaten mit dem Bau begonnen werden kann.

0 Gedanken zu „Das City-Center in Völklingen wird kleiner

  • Pingback: Brand im ehemaligem Kaufhof Parkhaus | Völklingen im Wandel – Nachrichten

  • 7. August 2013 um 19:05
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    Es wird meiner bescheidenen Meinung auch kein Erfolg mit der „Light-Version“ des VKer CC sein. Wenn schon kleine das „Café DuckDich“ sich nicht hat behaupten können, oder ein Kino wie das alte „Residenzkino“ mehrfach vergeblich reaminiert wurde, wie soll es dann ein großer Klotz von „CityCenter“ das können?

    Das Einzige, was in der verfahrenen Situation hülfe, sind Arbeitsplätze, Arbeitsplätze und noch einmal Arbeitsplätze. Nur dann bekommt man genug Kaufkraft in die Stadt, um ein solches Einkaufszentrum auch adäquat zu füllen.

    Aber einfach mal ein Einkaufzentrum zu bauen, und dann zu hoffen, dass die Käufer von alleine kommen, ist nicht mehr nur blauäugig, sondern eher dilettantisch und grob fahrlässig. Selbstverständlich würde es auch mich freuen, wenn es in der Stadt endlich wieder so etwas wie Leben gäbe. Aber das bleibt der Wunsch wohl der Vater des Gedanken.

    Die Kunden sind heute alle mobil und im Umkreis von noch nicht einmal 20km sind mehr Einkaufsmöglichkeiten vorhanden, als notwendig sind. Und man darf auch nicht vergessen, dass in Zeiten des Internets immer mehr online „geshoppt“ wird. Woher also sollen die Kunden herkommen? Völklingen war, ist und bleibt eine Arbeiterstadt!
    Dass Völklingen vorübergehend mal eine Einkaufsstadt gewesen ist, lag an einer prosperienden Stahlindustrie und der Unfähigkeit der Nachbarstädte wie Saarlouis, die damals keine entsprechende Kaufkraft in ihre Mauern ziehen konnten. Heute hat sich das Blatt um 180 Grad gewendet – die Situation ist genau umgekehrt. Und warum? Richtig, Kaufkraft! Industrieansiedelungen, prosperierende (Welt-)Unternehmen (denen es zugegebenermaßen auch schonmal schlechter ging, die aber die Kurve gekriegt haben…).

    Es ist also m.M. allerhöchste Zeit, so schnell wie möglich so viele Arbeitsplätze als möglich in Völklingen zu schaffen, und dazu gehören auch entsprechende Anstrengungen seitens der Stadt. D.h. Völklingen muss alles, aber auch wirklich dafür tun, um neue Unternehmen am Platz anzusiedeln. Alles andere ist in meinen Augen nicht von Erfolg gekrönt. Wer etwas anderes behauptet, lügt sich in die eigene Tasche!

    Und wenn dann irgendwann genug neue Arbeitsplätze geschaffen sind und eine entsprechende Kaufkraft vorhanden ist, dann hat man auch innerhalb kürzester Zeit so ein Einkaufszentrum aus dem Boden gestampft, ohne zu lange daran rumzukaspern, wie es derzeit als Trauerspiel im Stadtrat aufgeführt wird. Seit wann wird von einem neuen CityCenter gefaselt? 2007? 2008? Und es wird immer wieder verschoben, verändert, Unternehmer mit großen Worten gestartet gehen heimlich still und leise in die Insolvenz. Jetzt die Verkleinerung. Die Stadt sollte sich die hochtrabenden Pläne endlich aus dem Kopf schlagen und die rosa Brille endlich absetzen und den Realitäten ins Auge sehen!

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  • 19. August 2013 um 16:57
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    Das City Center wird kommen in ähnlicher Form
    Das einzige was vielleicht gebaut wird ist ist ein Kultur- und Einkaufscenter für die ausländischen Menschen in Völklingen. Da es soetwas nicht in der Umgebung gibt. Alles andere geplante als Konkurrenz zu Saarlouis oder Wadgassen oder Saarbrücken oder Zweibrücken wird nicht laufen.

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  • 2. Januar 2014 um 19:41
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    @ Thomas Schuler…natürlich braucht VK Arbeitsplätze und damit Kaufkraft. Trotzdem liegt das Problem des Einkaufens in VK mittlerweile am nicht mehr vorhandenen Angebot. Natürlich ist man mobil und kann überall einkaufen. Wenn man jetzt in einer Stadt wohnt, wo das Angebot mehr als bescheiden ist, ist man selbst als Völklinger gezwungen im Umland einzukaufen. Das bedeutet, dass die vorhandene Kaufkraft aus VK abfließt und aus dem Umland keine Kaufkraft nach VK reinkommt! Daraus resultiert ein Teufelskreis, der nur durch ein hochwertiges und in gutem Ambiente präsentiertes Angebot durchbrochen werden kann. Das ursprünglich Center wäre, aus meiner Sicht, dazu in der Lage gewesen. Schönes Ambiente, Aufwertung der Innenstadt und deutlich verbessertes Angebot. Leider hat Völklingen eine „Seuche“ am Bein. Kurz vor Baubeginn macht der Investor pleite und jetzt soll es eine light Version geben.

    Genau diese light-Version wird am Ende wieder zum scheitern führen. Wer Käufer anziehen will muss klotzen und nicht kleckern. Mit der light-Version ist man eben nicht konkurrenzfähig mit den Centern im Umland. Man sollte dieser Version nicht zustimmen und lieber einen Investor suchen, welcher ein brauchbares Center fertigstellt. Werter Herr Schuler, ich weiß nicht ob Sie Völklinger sind. Sollte es so sein, kann ich mich nur wundern. Eine solch destruktive Einstellung zur Aufwertung der eigenen Stadt, zur Schaffung von Einkaufsmöglichkeiten vor Ort, kann ich nicht nachvollziehen. Leider haben viele Bewohner dieser Stadt eine solch negative Einstellung und nicht zuletzt deshalb, ist die Stadt so tief gesunken. Das ist nicht nur ein Folge von Arbeitslosigkeit. Die hatte man in Neunkirchen auch nachdem die Hütte zugemacht wurde. Trotzdem hat man dort nicht den Kopf in den Sand gesteckt sondern aufgerüstet. Man muss in der „Krise“ investieren damit man beim „Boom“ dabei sein kann. Und die Konkurrenz aus dem Umland muss man annehmen und versuchen besser zu sein. Dann wird man auch Erfolg haben. Wenn man sich mit dem „Ist-Zustand“ abfindet, wird man untergehen! Und um dem vorhandenen Teufelskreis zu entgehen, braucht man Mut aber auch eine positive Einstellung!

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    • 16. Januar 2015 um 8:51
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      Ich sehe das genauso. Völklingen muss aufgewertet werden. Es müssen Investoren gefunden werden, die bereit sind in die marode Innenstadt zu investieren und etwas zu errichten. Eine jährliche Erhöhung der Grundsteuern sind da sicherlich die falschen Signale.

      Man kann nicht immer nur jammern, wir liegen ja zwischen den beiden Pobacken Saarlouis und Saarbrücken.

      Man muss die Vorteile von Völklingen herausarbeiten. Völklingen ist kleiner, Völklingen ist näher und sympathischer. Günstigere Parkgebühren oder zeitweise kostenloses Parken anbieten, einen Kundenmagneten schaffen, wie ein funktionierendes City-Center, optische Aufwertung usw.

      Schaut man nach Großrosseln sieht man wie es gemacht wird, dort entstehen wieder neue Geschäfte, nicht zuletzt durch die Kaufkraft der Franzosen. Deshalb sollte man mal analysieren, was die Franzosen gerne kaufen, ein Angebot in VK schaffen und auch mal hinter der Grenze werben…

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  • 28. Dezember 2014 um 18:42
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    Mittlerweile ist 2014 so gut wie vorüber. Was ist in Sachen CC passiert? NICHTS!!!

    Gottseidank? Mitnichten. Es wäre mir lieber, man hätte das Projekt endgültig zu Grabe getragen und damit endlich einen Schlussstrich gezogen.

    @Horst (der so feige ist, seinen Nachnamen nicht zu nennen…)
    Zu Ihrer Info: Ich bin Völklinger. Und ich bin Realist. Und ich kann eins und eins zusammenzählen…

    Die Kaufkraft über den täglichen Bedarf hinaus, die ein „Globus“ oder ein „Kaufland“ nicht abdecken können, ist doch schon längst abgeflossen, falls Sie das noch nicht bemerkt haben…

    Tut mir leid, aber Sie haben es noch immer nicht verstanden. Ich schaffe nicht einfach mehr Kaufkraft, in dem ich mehr Einkaufsmöglichkeiten schaffe.

    Selbst ohne CC gibt es in VK noch massenhaft Immobilien mit leerstehenden Geschäftsräumen. Dafür brauchen wir kein CC! Und kommen Sie mir nicht mit so etwas wie „positivem Signal“ usw.

    In Völklingen gibt es ausserdem nichts zum Aufwerten – es geht vielmehr ums nackte Überleben der Stadt! Und das ist genau der Knall, den man im Rathaus einfach nicht hören will!

    Die Stadt steht finanziell und politisch mit dem Rücken zur Wand – und das seit mehr als 30 Jahren und die Politik hat es in dieser langen Zeit nach wie vor nicht verstanden, daran etwas entscheidend zu verändern!

    Und genau daraus resultiert meine ach so negative Grundhaltung, die ich wie bereits erwähnt mit vielen Völklingern teile: Ich bzw. wir sehen es realistisch und wir haben in der Vergangenheit einfach zu viel von Beispielen gesehen, wie man es besser nicht macht.

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