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Zuwanderung aus dem Ausland deutlich gestiegen

Im Jahr 2012 sind 10 365 Personen aus dem Ausland ins Saarland zugezogen. Das waren 1 253 Zuzüge mehr als im Jahr 2011 (+ 14 %). Die Zuwanderung aus dem Ausland stieg damit auf den höchsten Stand seit 1993, so das Statistische Amt des Saarlandes. Ins Ausland fortgezogen sind im Jahr 2012 insgesamt 6 707 Personen, 635 mehr als im Jahr 2011 (+ 10 %). Aus der Bilanz der Zu- und Fortzüge ergibt sich ein Wanderungsgewinn gegenüber dem Ausland von 3 658 Personen. Gleichzeitig verlor das Saarland 2 110 Personen durch Wanderungsverluste an die anderen Bundesländern. Damit ergibt sich nach vorläufigen Ergebnissen der Wanderungsstatistik für das Saarland insgesamt ein Wanderungsplus von 1 548 Personen.


Die deutlich gestiegene Zahl der Zuzüge aus dem Ausland im Jahr 2012 ist auf eine stärkere Zuwanderung von Ausländerinnen und Ausländern zurückzuführen. Von den 10 362 Zuwanderern waren 8 675 ausländische Personen, 1 355 Personen oder knapp 19 Prozent mehr als im Jahr 2011. Die Zahl der Zuzüge deutscher Personen ist dagegen mit 1 687 sogar leicht zurückgegangen (- 6 %). Hier handelt es sich um Deutsche, die aus dem Ausland ins Saarland zurückkehren – überwiegend aus Frankreich – und Spätaussiedler.


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Im Jahr 2012 reisten rund 71 Prozent aller zugewanderten Personen aus der Europäischen Union (EU 27) ein. Seit dem 1. Mai 2011 gilt in Deutschland die uneingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit für alle Staaten der EU. Die Zahl der Zuwanderer aus ost- und mitteleuropäischen EU-Staaten ist daher im vergangenen Jahr besonders stark gestiegen. Insbesondere nahm die Zuwanderung aus Ungarn (+ 208 Personen bzw. + 70 %), Rumänien (+ 493 Personen bzw. + 48 %), Bulgarien (+ 110 Personen bzw. + 25 %) und Polen (+ 187 Personen bzw. + 20 %) zu. Die meisten ausländischen Zuwanderer kamen 2012 aus Rumänien. Insgesamt 1 519 Personen zogen aus dem Balkanstaat ins Saarland. Damit hat Rumänien erstmals Frankreich, aus dem bislang die meisten Zuwanderer kamen, überholt.

Auffallend ist dagegen, dass der Anstieg des Zuzugs aus südlichen EU-Staaten, die am stärksten von der Finanz- und Schuldenkrise betroffen sind, begrenzt blieb. Lediglich aus Italien, dem für das Saarland traditionell bedeutendsten Zuwanderungsland, kamen deutlich mehr Einwanderer (+ 178 Personen bzw. + 42 %) als 2011. Die Zahl der Einwanderer aus Portugal stieg um 22 Personen (+ 39 %), aus Spanien um 77 Personen (+ 37 %) und aus Griechenland um 36 Personen (+ 28 %).
Die Zuwanderung aus den sonstigen europäischen Staaten, die nicht Mitglied der EU sind, stieg um 98 Personen oder 11 Prozent. Mit einem Plus von knapp 3 Prozent oder 30 Personen ist die Zuwanderung aus Asien leicht gestiegen. Rückläufig war dagegen die Einwanderung aus Amerika (- 17 %) und aus Afrika (- 13 %).
(Statistisches Amt Saarland)

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