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Völklinger Bauunternehmer muss in Haft

#Völklingen/#Saarbrücken. Der einst erfolgreiche Völklinger #Bauunternehmer, der in der jüngsten Vergangenheit durch #Brandstiftung, #Diebstahl, #Hehlerei und #Vorteilsgewährung auf sich aufmerksam machte muss nun für vier Jahre und drei Monate ins #Gefängnis, so lautet das Urteil des Landgerichts.


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Der geständige 37-Jährige hatte Helfer, ein mit seiner Ehefrau verwandter 23-Jähriger wurde zu zwei Jahren und neun Monaten verurteilt, da er für den Bauunternehmer auf fremden Baustellen Material gestohlen hat, aber auch zwei Bagger in Flammen aufgehen lies.

Der Firmenchef selbst gestand, dass er mehrere Verantwortliche im Rahmen der Baustelle an der  Uniklinik Homburg mit Geld- und Sachleistungen zur Kontaktpflege geschmiert hatte. Sein technischer Leiter habe dies großteils übernommen, er wurde deswegen zu einem Jahr und neun Monaten Gefängnis auf Bewährung nebst Zahlung von 7500 Euro verurteilt. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Uni-Klinik, der von der Baufirma Holz, Schotter und Splitt ohne Rechnung bekommen hatte, muss 6000 Euro Geldstrafe zahlen.

Neben der Baustelle an der Uniklinik war die Sanierung der Berliner Promenade in Saarbrücken wohl das aktuell prominenteste Projekt, für den der Bauunternehmen den Zuschlag bekam. Medien zeigten ihn oft mit Spitzenpolitikern, der 37-Jährige selbst, seine Arbeitsweise und seine Hobbys wurden zum öffentlichen Thema.

In dieser erfolgreichen Zeit kamen allerdings nach und nach seine Verbrechen zum Vorschein: Auf einer Baustelle eines Mittbewerbers brannten im August 2012 zwei Bagger, wie bereits berichtet führte der 23-jährige Verwandte der Ehefrau den Auftrag aus – ein weiterer Bekannter des 23-jährigen war bei dieser Tat dabei, er bekam es mit der Angst zu tun und ging zur Polizei. Was dann passierte, kann bis heute niemand so richtig erklären. Ob es sich um Ganster-Methoden des Bauunternehmers, oder um Selbstüberschätzung handelt, darüber sind sich der Oberstatsanwalt und der Verteidiger uneinig – doch schickte der Unternehmer einen Anwalt seines Vertrauens zu dem jungen Mitbrandstifter. Dieser sorgte dafür, dass der Junge sein früheres Geständnis zurücknahm und den Auftraggeber des Feuers nicht erwähnte. Das funktionierte.

Auch danach waren der Unternehmer und der junge Verwandte seiner Frau regelmäßig unterwegs, um fremde Baustellen zu inspizieren – bei diesen Touren wies der Unternehmer seinen Komplizen an, was er auf den Baustellen zu tun habe. Es ging dabei um Diebstahl von Material und Werkzeug. Nachdem die beiden Bagger in Flammen aufgingen hatten die Strafverfolger genug, sie hatten das Tun der beiden schon länger beobachtet, und nahmen im Juni den Unternehmer fest.

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