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Völklinger Namen

Hofstattstraße,
Ort des Völklinger Hofes außerhalb des alten Dorfes.

Gatterstraße,
Das Hofgelände war bis zum Ende des Hofbereichs mit einem Gatter geschützt.

Kreppstraße,
Ein Krepp bedeutet Holzgeflecht, also gleichfalls einen Zaun. Krepp wird in saarl. Urkunden meist mit Garten gleichgesetzt. 1684 etliche Krepp oder Gärten“ (Bauer S. 95)
1777 die Kriep oder Gartenstücker, Hasborn – mittelhochdeutsch krebe = Korb, Gbdtg.Geflecht. „Kreben sind im
Hessischen Verschläge für den nächtlichen Aufenthalt der Schweine auf der Weide“ (Adolf Bach, Deutsche Namenkunde, Heidelberg 1952-56 II § 368) Vergl. Auf dem Krepp, Wellesweiler – Im Krepp, Schwarzenholz – Neuweiers Krepp, Walpershofen – Nasse Krepp, Walpershofen – Im Krepp, Riegelsberg – Im Krepp, im Kreppchen, Püttlingen.

Im Dorf,
heißt das Gelände um den alten Marktplatz, den ältesten Siedlungskern von Völklingen.

Unter der Bannbuch,
Kann eine Buche gewesen sein, unter der gebannte, also befohlene Versammlungen stattfanden. Kann aber auch eine Grenzbuche gewesen sein für ein gebanntes Gebiet. mittelhochdeutschban = Gerichtsbarkeit uncl deren Gebiet. Daher Bannmühle, Bannofen, Bannholz, Bannweg. Vergl. Bannholz, Silwingen, Weiten, Sinz, Ballern, Büdingen, Reinheim. – 1281 Banholc, 1486 Bannholtz, j.Bandels, Losheim – Bannheck, Leidingen – Bandels u. Bandelswald, Kostenbach – 1890  Bannsteinweise, Einöd.

In Wasters, Wasterswäldchen,
keltisch uast = Wald. sfrz.fust. Vergl.Wasterberg, Neunkirchen-Saar – Westerfels, Neustadt-Pfalz – Westerhardt,
Korbach, Ealdec k – Westerwald, so schon 914. – Westerberg, verbreiteter Bergname in Westfalen.

Auf dem Leh,
althochdeutschhleo, mittelhochdeutsch le = Hügel. Vergl. 1739 Am Leh, Wiebelskirchen – Leh, Lehbungert,
Hilbringen – Im Leh, Dillingen – c.1800 Lehwiese, st. Wendel – Auf der Leh, Altheim u.Bliesdalheim – Auf’m Leh, Bischmisheim.

Auf Stählingen,
1672 Stehlingen, 1753/54
u. 1825 Stählingen. Vermutete Wüstung (Dieter Staerk, Die Wüstungen des Saarlandes. Saarbrücken 1976 – S.375),
jedoch nur als FIN, nie als Siedlung genannt. Das partonymische Suffix -ingen kann auch bei Sach- oder
Ortsnamen stehen.
althochdeutsch stehal steil. oberdeutsch die Stelle Gehege für Weidevieh.
Vergl. Bei Stellen, im Stellenfeld, Fürstenhausen – Oben im Stehlen, Köllerbach – Stehlerwies, Walpershofen – Stehlsberg, 1634 stehleßberg, Walpershofen.

Grube Velsen,
Benannt nach Oberberghauptmann und Ministerialdirektor Gustav von Velsen (1847-1923). 1891-1896 Vorsitzender der Bergwerksdirektion von Saarbrücken (Saarbrücker Bergmannskalender, Saarbrücken 1965 S.94).

Gerhardstraße,
Alt Judenpfad (s.d!).
Führt zum Gerhardschacht. Benannt nach dem Oberberghauptmann Karl Abraham Gerhard. Der Gerhardschacht wurde 1821 angelegt. Gerhard war ein damals bekannter Mineraloge.

Faffenwies,
Erw. beim Bous-Völklinger Bannbegang 1708 (s.d.!) Ort einer röm. Siedlung. die als markanter Grenzpunkt gewählt wurde. Da nur weltliche und geistliche Herren Steinbauten errichten durften. hielt man im Mittelalter den Ort für ein zerfallenes klösterliches Gebäude. Aus mittelhochdeutsch wiest Anwesen. Wohnung wurde Wies. Den gleichen Namen trägt eine umfangreiche röm. Siedlung bei Leidingen. deren Höhenlage nie für Wiesen in Frage kam. Vergl. auch Auf der Weist. Wincheringen. 1490 WiBwies. Osann. Mos.

uff Frohnhofen,
1620 erw. Huppert Bastian uff Frohnhofen b. Völklingen. althochdeutsch frona herrschaftlich. mittelhochdeutsch froneguot herrschaftliches Gut. Verg l. Fronbüsch. Büdingen. Frohnwald. Heusweiler. Tünsdorf. Holz. Fronholz. st. Ingbert. froenweltgen. 1532 Nalbach.

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