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Unredliche Moderation durch OB Lorig

#Völklingen/#Heidstock. Die SPD Fraktion kritisiert die Art und Weise, wie Oberbürgermeister Lorig die Informationsveranstaltung zur Gebundenen Ganztagsgrundschule (GGTS) organisiert und geleitet hat.

Zunächst ist es unverständlich, warum Lorig die Leiterin der heutigen Nachmittagsbetreuung, Elke Naccarato, mit ins Podium einlud. Es entstand der falsche Eindruck, dass sie die Qualität ihrer Arbeit verteidigen müsse. Die guten Argumente, die Schulleiterin Heike Schmidt-Petersohn zur Verbesserung der individuellen Förderung der Kinder und zur Weiterentwicklung ihrer Schule vorbrachte wurden in den Hintergrund gestellt.


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Lorig selbst unterstützte die Gegner gleich zu Anfang mit der Aufzählung der Kosten einer solchen Einrichtung und war sich nicht zu schade, ein Ende der Landesmittel zu unterstellen („Falls das Land kein Geld mehr hat, müssen wir das alleine tragen“). Damit lenkte er die Debatte in die von ihm gewünschte Richtung – gegen die Einrichtung der GGTS.

Die Krone setzte der Noch-OB dem Abend auf, als er das Zitat „Kurze Beine, kurze Wege“ missbrauchte. Er zielte darauf ab, die Bustransporte zu kritisieren, die notwendig wären, um Heidstocker Kinder, die nicht die GGTS besuchen möchten, in eine Kooperationsschule in der Stadt zu fahren. Dieses Zitat aus dem Jahr 2006 wurde von den Gegnern der CDU Schulreform verwendet, um sich gegen die Schließung von 80 saarländischen Grundschulen zu wehren. Luisenthaler Kinder werden seit 2007 mit dem Bus zum Heidstock gefahren.

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Die anwesende CDU Landtagsabgeordnete und Stadträtin Gisela Rink zeigte mit ihrer Forderung nach einer Bedarfsanalyse einmal mehr das Demokratieverständnis ihrer Partei. Dort wo es ihren Vorstellungen entspricht, werden die Bürger gefragt, wo es aber nicht passt – wie beim Gehwegausbau in der Kettelerstraße – erklärt man das Bürgervotum für ungültig. Beim Thema Grundschulschließung setzte sich die CDU Alleinregierung über eine Mehrheit hinweg – ein Bürgervotum wäre damals höchstwahrscheinlich anders ausgefallen.

Mit einer unredliche „Testabstimmung“ bewies am Ende wieder der OB, dass er den Abend nicht moderierte, sondern manipulativ in die Meinungsbildung eingriff.

Studienrat Lorig verlor an diesem Abend kein Wort zu den Chancen der Qualitätsverbesserung durch bessere Personalausstattung, finanzielle Unterstützung und mehr Raum für individuelle Förderung. Mit keiner Silbe ging er auf die guten Erfahrung der anwesenden Saarbrücker Schulleiterin ein, die aus ihrem Alltag berichtete. Und ebenso wenig zollte er der Initiative des Lehrerkollegiums Respekt – was glücklicherweise aber ein Diskussionsteilnehmer übernahm.

Die SPD steht zu diesem Projekt, das bessere Bildungschancen und -möglichkeiten für alle Kinder bietet. Die GGTS ist die konsequente Fortführung der Ganztagsschule, die mit dem freiwilligen Modell begonnen wurde. Ein „Bedarf“ lässt sich nicht in absoluten Zahlen ermitteln, da der Kreis der Betroffenen weder zeitlich noch räumlich eingegrenzt werden kann. Vielmehr handelt es sich um ein Bedürfnis innerhalb einer sich ändernden Gesellschaft, auf das wir reagieren müssen. Die Völklinger GGTS wird eine Lücke im Schulangebot der Stadt schließen und so echte Wahlfreiheit ermöglichen. Kinder, Eltern, Vereine und Stadt werden von diesem Projekt letztendlich profitieren.

(Diese Pressemeldung ist vom 06.02.2015 und wurde zur Vollständigkeit durch unsere Redaktion nachgereicht)

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