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Stadtwerke-Mitarbeiter machen ihrem Ärger Luft: Streik vorm neuen Rathaus

#Völklingen. Rund 100 Mitarbeiter haben vor der Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke Holding heute vor dem Völklinger Rathaus gestreikt. Positiv: Die Gespräche sollen weiter gehen. Negativ: Die Stimmung.

Die Begelschaft weiß, dass eine Sanierung nötig ist - aber ohne Köpferollen! (Foto: Ganster)
Die Begelschaft weiß, dass eine Sanierung nötig ist – aber ohne Köpferollen! (Foto: Ganster)


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Verstimmte Mienen versammelten sich heute vor dem Völklinger Rathaus, rund 100 Mitarbeiter der Völklinger Stadtwerke nahmen an einer Kundgebung teil, die die Gewerkschaft Verdi spontan ins Leben gerufen hatte. Für 10 der rund 300 Stadtwerke-Mitarbeiter soll kein Geld mehr übrig sein, diese Stellen müssen laut Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Böddeker eingespart werden um Forderungen des Kreditgebers einhalten zu können. Gestern kündigte er, da man sich in Gesprächen mit Mitarbeitern nicht einvernehmlich auf einen Wechsel in eine Transfergesellschaft einigen konnte, betriebsbedingte Kündigungen an.

Dem Betriebsrat ging diese Ankündigung eindeutig zu schnell, schließlich sei man mitten in Gesprächen an die Öffentlichkeit gegangen. Einige der Betroffenen seien schon lange im Unternehmen, somit gleich mehrfach unkündbar berichtet der Betriebsratvorsitzende Wolfgang Jelinski. Der Betriebsratsvorsitzende zeigt sich gegenüber den Medien zuversichtlich, guter Hoffnung sei er, dass die Verhandlungen nicht scheitern. Es gibt bereits einen Plan, wie man die 10 Stellen sozialverträglich Abbauen könne: Fünf Mitarbeiter könnten ohne Nachteile früher in den Ruhestand wechseln, andere Mitarbeiter sollen von einer Firma zu anderen Arbeitgebern vermittelt werden.

Die Stimmung unter den 100 Streigenden ist dennoch höchst besorgt, selbstverständlich ist man auch Verärgert: Viele Millionen habe man für Sanierer ausgegeben, für sie sein nun kein Geld mehr da. Gesprochen haben auch der SPD-Fraktionschef Erik Kuhn und Linken-Fraktionschef Klaus Degen vor den Versammelten: Im ersten Stock des Rathauses säße der Hauptschuldige, Klaus Lorig sei sein Name und unterstrich, dass man bei der SPD keine Zustimmung für Kündigungen fände.

Geschäftsführer Michael Böddeker: Verständnis für die Demonstranten habe er (Foto: Ganster)
Geschäftsführer Michael Böddeker: Verständnis für die Demonstranten habe er (Foto: Ganster)

Auch Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Böddeker sprach zu seiner verstimmten Belegschaft: Verständnis habe er für die Demonstranten – glaubhaft, denn er ist da um aufzuräumen. Verständnis kann man dabei haben, doch das Ziel muss dennoch erreicht werden. Fragen, ob es bei den Kündigungen bliebe, konnte er aber nicht beantworten – oder wollte er es nicht? Er wich aus: Er könne keine verbindliche Antworten geben. Lorig sprach nicht zu der Menge, die Stadionfrage des 1.FCS sei wohl wichtiger stellten Streikende entsetzt fest, dafür ergriff Bürgermeister Wolfgang Bintz das Wort: Nicht nur er hoffe auf eine Lösung ohne betriebsbedingte Kündigungen.

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