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Lauterbach (Saar) – Der Stadtteil an Frankreich

1786:
Lauterbach zählte 38 Familien mit 300 Seelen.

1797:
Bei der politischen Neugliederung unter der französischen Herrschaft wurde Lauterbach der neugeschaffenen Mairie (Bürgermeisterei) Ludweiler zugeteilt, ein Vorgang, der die politische Zugehörigkeit des Ortes bis 1974 bestimmt e. Der erste Municipal-agent (Gemeindevorsteher) war der Ackerer Peter Closse-Bauer.

1801:
Die Kirchengemeinde Lauterbach wurde der neugegründeten Pfarrei Emmersweiler zugeteilt. Statt einer halben Stunde Weg zur Kirche Creutzwald betrug der Weg jetzt fast zwei Stunden. Daher gingen die Lauterbacher weiterhin nach Creutzwald zur Kirche, was 1809 von den Diözesen Trier und Metz in einer Vereinbarung sanktioniert wurde und bis 1856 Bestand hatte.

1809:
Lauterbach zählte 345 Einwohner. Aus dem ehemaligen Glasmacherort war ein Bauerndorf geworden. Die Bewohner, die schon auf der Glashütte keine Reichtümer gesammelt hatten, durften bei den kargen Bodenverhältnissen als Landwirte keine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation erwarten. Erst mit dem Aufschwung des Bergbaus im 19. Jahrhundert verbesserte sich ihre Lage.

1815:
Nach dem 2. Pariser Frieden kam Ludweiler zu Preußen. Die Preußen führten die Amtsbürgermeisterei Ludweiler -Warndt mit den Gemeinden Ludweiler, Großrosseln, Emmersweiler, Naßweiler, Karlsbrunn, St. Nikolaus und Lauterbach ein.

1835:
Eine ehemalige Branntweinbrennerei wurde zur ersten katholischen Schule umfunktioniert, das Gebäude war für den Unterricht höchst ungeeignet. Daher wurden die Kinder ab etwa 1860 in Mietsälen von zwei Privathäusern unterrichtet, bis 1868 der Bau eines neuen Schulhauses mit zwei Sälen und zwei Lehrerwohnungen fertiggestellt war.

1849:
Lauterbach zählte 748 Einwohner, davon 744 Katholiken und 4 Protestanten.

1855:
Durch eine Kabinettsorder des preußischen Königs wurde Lauterbach eine eigenständige katholische Pfarrei. Ein Jahr später bestätigte der Trierer Bischof die königliche Order und ernannte Johan Orth, Pastor in Großrosseln, zum Administrator der Pfarrei Lauterbach. Die vordringlichste Aufgabe der neuen Pfarrei war der Bau einer Kirche. Am 28. August 1860 fand die Einsegnung der Pfarrkirche „St. Paulinus“ statt. Der erste Lauterbacher Pfarrer war Julius Moll, der bis zu seinem Tod im Jahre 1896 die Pfarrei betreute.

Die erste Kirche Lauterbachs um 1900.
Die erste Kirche Lauterbachs um 1900.

1858:
Lauterbach zählte 816 Einwohner, davon 813 Katholiken und 3 Protestanten.

1876:
Bei einem schweren Unglück auf der Grube Spittel kamen 26 Bergarbeiter aus Lauterbach ums Leben, darunter ein Vater mit zwei Söhnen. Der Ort verlor durch die zunehmende Industrialisierung seiner Umgebung mehr und mehr seinen bäuerlichen Charakter und wurde zu einem reinen Bergmannsdorf. Die Lauterbacher Bergleute arbeiteten meist auf lothringischen Gruben.

Gedenkstatue (A.Hell 2002)
Gedenkstatue (A.Hell 2002)

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