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Regionaler Bildungsbericht 2014 jetzt verfügbar

#Regionalverband. Der zweite Bildungsbericht für den Regionalverband Saarbrücken ist fertig und steht allen Interessierten im Internet zur Verfügung. Der rund 140 Seiten umfassende Bericht schreibt die im Jahr 2012 begonnene Bildungsberichterstattung fort und liefert grundlegende Informationen zur aktuellen Situation in den einzelnen Bildungsbereichen – von der frühkindlichen Bildung über die Schulbildung bis zur Bildung von Erwachsenen. Ein neuer Schwerpunkt der Berichterstattung liegt im Bereich der beruflichen Bildung und im Übergang von der Schule in den Beruf.

Peter Gillo: Bildungsungleichheiten abbauen und Bildungsgerechtigkeit fördern


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Wie Regionalverbandsdirektor Peter Gillo sagte, ist der Bericht jedoch mehr als eine Zustandsbeschreibung: „Wir wollen unsere regionale Bildungslandschaft so entwickeln, dass möglichst vielen Menschen eine Teilhabe an Bildung ermöglicht wird. Der Bericht zeigt an einigen Stellen, dass wir noch viel zu tun haben, um dieses Ziel zu erreichen. Denn materielle Armut und Bildungsarmut gehen auch im Regionalverband häufig Hand in Hand.“

Die Ergebnisse belegen, dass nach wie vor deutliche Abhängigkeiten der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen von ihrer sozialen Herkunft bestehen. So schaffen zum Beispiel Grundschüler aus Stadt- und Gemeindeteilen mit einem hohen Anteil von Hartz IV-Empfängern deutlich seltener den Übergang zum Gymnasium als Grundschüler aus besser gestellten Elternhäusern. „Mittlerweile erhält fast jedes vierte Kind im Regionalverband Sozialgeld“, so Gillo weiter. „Damit diese Kinder bessere Chancen auf einen erfolgreichen Schulbesuch und einen guten Start ins Berufsleben erhalten, müssen wir sie besonders fördern. Gleiches gilt für Kinder mit Migrationshintergrund, deren Anteile vor allem in den jüngeren Altersgruppen steigen.“

Der Bericht zeige aber auch positive Entwicklungen im Regionalverband. Neben den Problemen gebe es auch viele nachweisbare Stärken: „Die Beteiligung an der vorschulischen Betreuung steigt stetig, es gibt einen stabilen Trend zu höherwertigen Bildungsabschlüssen und nirgendwo sonst im Saarland tummeln sich so viele Akteure der Weiterbildung wie im Regionalverband Saarbrücken.“

Außerdem zeige der Bericht, dass Armutsprävention Bildungschancen erhöht. Mit der Entwicklung von lückenlosen Präventionsketten von den frühen Hilfen, der Finanzierung von Schulsozialarbeit und der Einrichtung der dritten gebundenen Ganztagsschule am Standort der Gemeinschaftsschule Ludwigpark bis hin zu einem neuen Schnittstellenmanagement am Übergang von der Schule in den Beruf sei der Regionalverband bildungspolitisch also auf einem guten Weg. Peter Gillo weiter: „Besonders freue ich mich darüber, dass es gelungen ist mit der neu gegründeten Jugendberufsagentur eine Anlaufstelle für Jugendliche zu schaffen, in der das Jobcenter, die Bildungsträger und unser Jugendamt fachlich und örtlich eng zusammenarbeiten. So werden vorhandene Bedürfnisse der Jugendlichen am Übergang von der Schule in den Beruf schneller erkannt und eventuelle Notlagen besser gelöst.“

Eine weitere Herausforderung für das Bildungswesen ist die demographische Entwicklung, die auch in den beruflichen Schulen im Regionalverband ankommen wird. Bis zum Jahr 2025 wird die Zahl der Schulabgänger aus allgemeinbildenden Schulen um fast ein Drittel sinken. Die Schülerschaft der beruflichen Schulen wird jedoch nicht nur schrumpfen, sie wird in Zukunft auch zunehmend heterogener in ihren Bildungsvoraussetzungen sein. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Menge an vorzuhaltenden beruflichen Bildungsangeboten, sondern ist auch eine Herausforderung für die qualitative Gestaltung dieser Angebote.

Abschließend betonte Regionalverbandsdirektor Gillo noch einmal die herausragende Bedeutung einer funktionierenden Bildungslandschaft für die Region: „Bildung ist Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung in unserer Region. Und Menschen bilden sich ein Leben lang. Wir wollen die Menschen dabei unterstützen, Bildungsungleichheiten abbauen und Bildungsgerechtigkeit fördern. Die Einrichtungen der Jugendhilfe, freie Träger der Gemeinwesenarbeit, Schulen, unsere VHS und andere Weiterbildungseinrichtungen tragen alle ihren Teil bei.“

Der Bildungsbericht 2014 für den Regionalverband Saarbrücken kann jetzt im Internet unter der Adresse http://www.rvsbr-bima.de/index.php/regionales-bildungsmonitoring heruntergeladen werden. (PM Regionalverband)

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