AnzeigeMalerMaler BarthPlatzhalterSchiestel AnzeigeRollladen-SchiestelPlatzhalter

Positiver Trend im Saarland: Jugendfeuerwehr im Aufwind

#Saarland. Die jetzt vom saarländischen Innenministerium veröffentlichte Jahresstatistik 2014 der Feuerwehren im Saarland zeigt zwei klare Trends: Die Zahlen der aktiven Feuerwehr-Angehörigen gehen weiter zurück – eine negative Entwicklung. Positiv ist allerdings, dass die Mitgliederzahlen bei den Jugendfeuerwehren steigen. Erfreulich ist außerdem, dass die Zahl der Brandeinsätze im letzten Jahr erneut gesunken ist.

Bei diesem Einsatz musste auch die Feuerwehr ran (Symbolfoto: Hell)
Viele Feuerwehrleute fangen in der Jungendwehr an. Später retten sie Leben. (Symbolfoto: Hell)

„Die Menschen im Saarland können sich auf die Feuerwehren verlassen“, erklärt Staatssekretär Christian Seel. „Trotz höherer Anforderungen haben die Helferinnen und Helfer auch 2014  eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie professionell sie ihr Einsatzspektrum bewältigen. Ihr oftmals gefährlicher Dienst ist ein Beispiel für herausragendes bürgerschaftliches Engagement.“


Anzeige:


Die Mitgliederzahlen:
Die kommunalen Feuerwehren (Freiwillige Feuerwehren und Berufsfeuerwehr Saarbrücken) zählten im Jahr 2014 insgesamt 11.481 aktive Angehörige. 2013 waren noch 11.582 Angehörige im aktiven Dienst. Dies entspricht einem Rückgang von 0,9 Prozent.
Die Zahl der weiblichen Feuerwehr-Angehörigen ist nach einem Rückgang im Vorjahr von 910 auf 925 weibliche Mitglieder angewachsen (+ 1,6 Prozent). Der Frauenanteil beträgt jetzt 8,1 Prozent und konnte erstmals die 8-Prozent-Marke übersteigen. Der Mädchenanteil bei den Jugendfeuerwehren liegt landesweit mit durchschnittlich 22 Prozent deutlich höher, so dass ein weiterer Anstieg des Frauenanteils in den saarländischen Feuerwehren zu erwarten ist.
Im Jugendbereich stiegen – wie bereits im Vorjahr – die Mitgliederzahlen. Die Zahl der Angehörigen der Jugendfeuerwehr wuchs um 71 Jugendliche auf 3.954. Bei den Mädchen stieg die Mitgliederzahl von 835 Mädchen auf 869 Mädchen (+ 4,1 Prozent) stärker an.
Zurückzuführen ist die Gesamtsteigerung im Bereich der Jugendfeuerwehr auf die Errichtung von Vorbereitungsgruppen, deren Gründung durch die Novellierung des Gesetzes über den Brandschutz, die Technische Hilfe und den Katastrophenschutz im Saarland (SBKG) im Juni 2013 ermöglicht wurde. In den Vorbereitungsgruppen werden Kinder ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr spielerisch an die Fragen des Brandschutzes und des sozialen Engagements herangeführt.
Im Regionalverband Saarbrücken existieren zwei Vorbereitungsgruppen mit 29 Kindern, davon 5 Mädchen. Im Landkreis St. Wendel werden 75 Kinder (davon 26 Mädchen) in vier Vorbereitungsgruppen betreut.

Die Einsatzzahlen:
Im Jahr 2014 wurden die kommunalen Feuerwehren im Saarland zu insgesamt 6.349 Einsätzen alarmiert. 2.004 Einsätze galten der Brandbekämpfung (31,6 Prozent) und 4.345 der Hilfeleistung (68,4 Prozent). Die Zahl der Brandeinsätze sank von 2.126 im Jahr 2013 um 122 (- 5,7 Prozent). Dies ist zugleich die niedrigste Zahl der Brandeinsätze im Zehn-Jahres-Vergleich.
Staatssekretär Seel: „Die sinkende Zahl der Brandeinsätze bedeutet leider nicht, dass die Einsätze mit weniger Gefahren verbunden sind. Ich danke den Frauen und Männern in den Wehren für ihr beispielhaftes Engagement, ihren Idealismus und ihr Pflichtbewusstsein im Einsatz für die Gesellschaft.“

Bei den 2.004 Einsätzen zur Brandbekämpfung wurden 192 Menschen gerettet; 4 Menschen konnten nur tot geborgen werden.
487 Personen wurden bei den 3.947 Einsätzen zur Technischen Hilfe, insbesondere bei Verkehrsunfällen, gerettet. 82 Personen wurden tot geborgen.
Die Feuerwehren von Saarbrücken und Neunkirchen sind zusätzlich in den Rettungsdienst (Notfallrettung und Krankentransport) eingebunden. Hier waren 13.289 Notfalleinsätze und 4.512 Krankentransporte durchzuführen.

Die Ausstattung in Zahlen:
Um die immer vielfältigeren Aufgaben meistern zu können, benötigen die Feuerwehren – neben einer fundierten Aus- und Weiterbildung – auch eine zeitgemäße Ausstattung. Den kommunalen Feuerwehren im Saarland stehen hierbei 498 Löschfahrzeuge, 144 Rüst- und Gerätewagen, 122 Mannschaftstransportfahrzeuge, 53 Kommandowagen, 49 Einsatzleitwagen, 27 Drehleitern, 16 Schlauchwagen und 5 Wechselladerfahrzeuge zur Verfügung. Daneben verfügen die in den Rettungsdienst eingebundenen Feuerwehren von Saarbrücken und Neunkirchen über insgesamt zehn Fahrzeuge für Notfallrettung und Krankentransport.

Zum Hintergrund:
Im Saarland werden der Brandschutz und die Hilfeleistungen von 52 Freiwilligen Feuerwehren – unterteilt in 326 Löschbezirke –, der Berufsfeuerwehr Saarbrücken und 16 Werkfeuerwehren sichergestellt. Die Jahresstatistik der Feuerwehren im Saarland enthält neben Daten der kommunalen Feuerwehren auch Informationen über die Werkfeuerwehren im Saarland sowie statistische Angaben der Landesfeuerwehrschule. Auf der Homepage der Landesfeuerwehrschule (http://www.lfws.saarland.de) kann die vollständige Jahresstatistik 2014 der Feuerwehren im Saarland digital abgerufen werden.


Quelle: Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der Landesregierung des Saarlandes oder (eines) Ihrer Ministerien.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.