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ÖPNV: Saarland sucht die beste Tarifstruktur

 #Saarland. Das saarländische Verkehrsministerium lässt externe Gutachter neue Vorschläge zur Verbesserung der Tarifstruktur im Verkehrsverbund saarVV erarbeiten. Das hat Ministerin Anke Rehlinger bestätigt. Der Auftrag an ein Dresdner Team, das seit 1997 Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt habe, sei gerade erteilt worden: „Zusammen mit seinen Partnern wird das erfahrene Büro in diesem Jahr dazu auch eine eingehende Befragung starten. Dabei werden sowohl ÖPNV-Nutzer als auch diejenigen angesprochen, die bisher nicht oder kaum mit Bus und Bahn unterwegs waren.“ Die Systematik der Befragung werde in Zusammenarbeit mit saarländischen Experten bis Mai erarbeitet. In der Fachgruppe sind der saarVV, die kommunalen Aufgabenträger (zum Beispiel die Landkreise) und das Verkehrsministerium vertreten.

Anke Rehlinger: „Für die Weiterentwicklung der Waben- und Tarifstruktur ziehen alle an einem Strang, das ist erkennbar. In der Fachdiskussion über das derzeitige Wabenbild wurde jedoch deutlich, dass zunächst eine detaillierte Bestandsaufnahme und Bewertung des Systems notwendig ist. Darauf aufbauend werden konkrete Maßnahmen getroffen.“ Es bestehe in der Expertengruppe Einigkeit darin, „dass punktuelle Verbesserungen der Tarif- und Wabenstruktur nicht ausreichen, um nachhaltige Verbesserungen für eine Mehrzahl der Nahverkehrskunden zu erreichen.“


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Nun sollen zunächst Tarifhöhe, Tarifstruktur und Preisdifferenzierung mit den Bedingungen ähnlich strukturierter Regionen verglichen werden. Zugleich werden die Berater Handlungsmöglichkeiten für bessere Tarif- und Vertriebsmodelle im saarVV aufzeigen. Rehlinger: „Mein Ziel bleibt es, neue Nutzer für den saarländischen Nahverkehr zu motivieren und die Kundenzufriedenheit zu steigern. Die Untersuchung soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Die Ergebnisse können dann auch in den Verkehrsentwicklungsplan ÖPNV einfließen.“

Der saarVV trägt aus der Sicht des Ministeriums zur Mobilitätssicherung für alle gesellschaftlichen Gruppen bei: „Das ist wichtig für die Gesamtentwicklung des Saarlandes. Ein bezahlbarer Personennahverkehr muss als Teil der Daseinsvorsorge verstanden werden“, sagte Ministerin Rehlinger. Der neue saarländische Verkehrsentwicklungsplan ÖPNV ist unter breiter Beteiligung in Arbeit und soll im Sinn der nachhaltigen Mobilität weitere Fortschritte bringen. Dabei spielen auch gezielte Marketingmaßnahmen eine wichtige Rolle.

Rehlinger: „Wir wollen einen effizienten, modernen ÖPNV, der noch stärker an den Bedürfnissen der Kunden orientiert ist. Dazu gehören insbesondere auch attraktive Tarifangebote für bestimmte Zielgruppen. Mit der Einführung des saarlandweiten Kurzstreckentarifs für Gelegenheitsnutzer und dem verbesserten Jobticket für Berufspendler wurden wichtige Verbesserungen erreicht.“ Seit dem 1. Januar wurde auch das Ticketangebot für Personen ab 65 Jahren optimiert. Vorher gab es eine Monatskarte für Senioren nur als Netzkarte für das ganze Saarland, jetzt wird es diese zusätzlich auch in den Preisstufen 0 bis 3 geben. Ältere Menschen erhalten auf ihre Monatskarte im Abo einen Rabatt von 20 Prozent gegenüber einer normalen Monatskarte. „Damit wird das Angebot insbesondere für die Mehrheit der Seniorinnen und Senioren attraktiver, die nur kürzere Strecken in ihrem unmittelbaren Umfeld oder in das nächste Mittelzentrum zurücklegen“, heißt es im Ministerium. PM Land

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