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Neues von der Saarbahn: Ist sie für Völklingen entgültig abgefahren?

Völklingen. Es sieht schlecht aus für eine Saarbahn-Verbindung zwischen Saarbrücken und Völklingen. Wie wir bereits am 22.08.2013 berichtet haben, ist mit einem Saarbahn-Ausbau in unsere Stadt aus Sicht des Landes vorerst nicht mehr zu rechnen.

Saarbahn - für Völklingen ist sie wohl abgefahren.
Saarbahn – für Völklingen ist sie wohl abgefahren.

Wie bereits am Samstag in der Saarbrücker Zeitung zu lesen war widerspricht das Unternehmen dem Rechungshof: Entgegen der Meinung des Landesrechnungshofs ist Norbert Reuter (Geschäftsführer der Saarbahn GmbH) laut „SZ“ optimistisch, dass die Strecke in Richtung Burbach und Neuscheidt bis 2018 gebaut werden könne, da die Bundesregierung bereits zusagte einen 60%-Anteil zu übernehmen. Doch die Landesregierung weiß noch nicht, wie viel Geld sie aus Regionalsfonds für den Öffentlichennahverkehr erhalte. Man hofft auf Seiten der Saarbahn GmbH, dass dies im nächsten Jahr geklärt sei. Wenn im Jahr 2014 dann auch eine Entscheidung zum Weiterbau getroffen würde, könne man den Ausbau bis 2018 abschließen.


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Der Landesrechnungshof hat in seinem Bericht 2012 allerdings gravierende Fehler bei der Saarbahn festgestellt:

„Der Rechnungshof hält den Bau der Saarbahn-Linie 2 von Burbach bis Neu-Scheidt für nicht mehr realistisch“, sagte Rechnungshof-Präsident Klaus Schmitt gegenüber der SZ. Man betrachtet eine Fertigstellung der zweiten Linie bis 2019 als nicht mehr möglich. Die Erfahrungen beim „schleppenden Ausbau“ der Linie 1 von Saargemünd bis Lebach würde dies zeigen. Zudem sei das Land in absehbarer Zeit nicht in der Lage, einen weiteren Ausbau finaziell zu stemmen.

Als Rückgrat des Verkehrssystems wird die Saarbahn im Verkehrsentwicklungsplan bezeichnet, doch diese Funktion könne die Saarbahn mit der „Solo-Linie“ nicht erfüllen. Zudem ist durch den Nicht-Ausbau bis 2019 das breits zugesagte Geld (25 Mio. Euro) des Bundes in Gefahr, außerdem könne bei einem Nichtausbau der Strecke eine bereits gezahlte Summe von 2,8 Mio. Euro für die Eisenbahnbrücke über den Kreisverkehr am Römerkastell in Saarbrücken vom Bund zurückgefordert werden.

Zusätzlich würde das Land neue Saarbahn-Züge für die Linie 2 anschaffen müssen, dies würde die Kasse des Landes mit etwa 75 Millionen Euro belasten. Wie der Rechnungshof weiter feststellte, sind beim Ausbau der Saarbahn-Werkstatt in Brebach durch Vergabefehler und Bauverzögerungen Mehrkosten von rund 300 000 Euro entstanden. Das Verkehrsministerium halte diese Mehrkosten für „unvermeidbar“, die Rechnungsprüfer sprechen von einer „mangelhaften Koordination der freiberuflich Tätigen“. Diese Tatsachen lassen den Rechnungshof vorsichtig werden.

Doch nicht nur die Saarbahn GmbH hält die Linie 2 für wichtig: Die Linke in Burbach-Altenkessel hat sich für den Ausbau der Saarbahn über Burbach und Altenkessel nach Völklingen ausgesprochen. Ansonsten sähe man die weitere Entwicklung des Saarbrücker Westens und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit behindert. Der Ortsvorsitzende Manfred Klasen erklärt gegenüber der SZ die Linie 2 sei eineder entscheidenden Investitionen überhaupt. Die verbindet den Verdichtungsraum zwischen der Landeshauptstadt und Völklingen zuverlässig und schnell. Auch eine weitere Fortführung nach Forbach sei von erheblicher Bedeutung. Mit einem Haltepunkt auf dem Festplatz Saarterrassen  wäre eine Direktverbindung bis in die lothringische Nachbarstadt möglich.
Auch Klasen weist auf die bereits zugesagten Gelder vom Bund hin.

Welches Streckenpotenzial alleine rund um Völklingen liegt hat Andreas Hell für Sie in seinem Bericht vom 22.08.2013 bereits Aufgeführt: http://www.voelklingen-im-wandel.de/nachrichten/saarbahn-und-wieder-faellt-voelklingen-hinten-runter/

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