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Mundart-Treff veröffentlicht Schreibergebnisse

#Völklingen. „Durch Völklingen verläuft die Sprachgrenze zwischen dem rhein- und moselfränkischen Wortschatz. Zudem wird in Völklingen eine Vielzahl von Mundart-Varianten gesprochen, da die Arbeit in der Montanindustrie die Menschen aus der Umgebung von Frankreich bis zum Hunsrück nach Völklingen lockte. Viele blieben hier und wurden ansässig. So ist es nicht verwunderlich, dass zuweilen auch Mischungen einiger Dialekte noch heute zu hören sind.“ So ist es im Vorwort von Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig zu einer Publikation mit  den Schreibergebnissen der VHS-Mundartgruppe zu lesen.Die Aktion „Rettet die Mundart!“ von SR3 Saarlandwelle mit Susanne Wachs war Ansporn für VHS-Direktor Karl-Heinz Schäffner, eine Mundartecke an der VHS Völklingen ins Leben zu rufen. Dabei stand für Karl-Heinz Schäffner der Dozent gleich fest: Schriftsteller und Mundartautor Georg Fox. Der vielfach prämierte Autor ist nicht nur Meister seines Fachs, er kann auch Interessierte für Literatur und Mundart begeistern.


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„Ich freue mich sehr, dass die Teilnehmenden der Mundartecke solch schöne Texte geschrieben haben. Diese sind es Wert, in dieser Form veröffentlicht zu werden“, schreibt Oberbürgermeister Lorig zu den Beiträgen der Publikation. Im Rahmen dieser Veröffentlichung kommen Odette Kielburger, Marga Diwo, Irmgard Schmitt, Siglinde Kuhlmann, Stefanie Maas und auch  Georg Fox selbst zu Wort. Fotos zu dem kleinen Büchlein hat Jürgen Bennoit beigesteuert. Entstanden ist ein guter Einblick in die Arbeit der Gruppe, deren Schreibergebnisse zum ersten Mal publiziert werden.

„Im Schreiben die Welt neu entdecken“ lautete das Motto. Georg Fox berichtet in seiner Einführung über die Arbeitsweise der Gruppe. Im Laufe der Textarbeit begannen Teilnehmer, eigene Texte zu verfassen. Daraus ergab sich neben der Sammlung von Mundartwörtern ein weiteres Ziel der Seminarreihe: Die Teilnehmer wurden befähigt, eigene Gedanken in Mundart zu Papier zu bringen, daran zu arbeiten und schließlich einen fertigen Text zu präsentieren.

Eine offene Arbeitsweise war für die Seminararbeit kennzeichnend. Niemand wurde zum Verfertigen von Texten angehalten. Fox: „Der Schreibende schreibt, weil er schreiben will, nicht weil er schreiben muss.“Auch die mündliche Beteiligung war wichtig und hilfreich.  Die Bedeutung der Mundart als Identität stiftende Sprachform wurde dabei hinterfragt. So entstanden als Themenbereiche des Seminars Naturlyrik, Nonsensverse, Haiku und Limerick, aber auch Erzählungen, Kurzgeschichten und biografische Erinnerungen.

Odette Kielburger schreibt über Erinnerungen von einer Schmuggelfahrt in einer Isetta, dem damaligen Kleinfahrzeug mit Kultcharakter. Stefanie Maas berichtet von einer Bildungsreise nach Rom. Irmgard Schmitt erzählt von der Woche bei der „Vau-Haa-Ess“ und Marga Diwo hat die hübsche Glosse vom Gernhild und seinem Gebiss aufgeschrieben. Siglinde Kuhlmann dichtet in der Haiku-Form und beschreibt den idealen Ehemann.

Das Büchlein ist bei der VHS Völklingen und im Buchhandel für 9,90 Euro zu erwerben. Die Fotos aus Völklingen von Jürgen Bennoit zeigen die Glanzseiten der Stadt und bieten schöne Blicke auf die Hütte und Naturerleben.

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Quelle: Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der Stadt Völklingen.

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