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Ludwigspark nicht vor 2020 – Wo spielt der FCS im Falle des Aufstiegs?

#Saarbrücken/#Völklingen. Vor 2020 kann der 1. FC Saarbrücken nicht in seine alte Heimat, das Ludwigspark-Stadion, zurückkehren. Dies wurde nach einem Spitzengespräch zwischen dem Präsidenten des Clubs Ostermann, Saarbrückens Oberbürgermeisterin Britz und den Architekten heute deutlich. Das Bespielen der Baustelle: Laut Bauleitung nicht machbar.

Als Baustelle ist der Ludwigspark nicht bespielbar

Die erhoffte vorzeitige Rückkehr in die Baustelle Ludwigspark ist nicht machbar. Frühestens 2020 geben die Verantwortlichen voraussichtlich den Ludwigspark wieder für den Spielbetrieb frei, das stellte sich nun nach einem Spitzengespräch zwischen den Verantwortlichen heraus. Der 10 Punkte-Plan, den der 1. FC Saarbrücken in der Landeshauptstadt vorlegte, ist damit abgelehnt.


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„Die Firma Wenzel + Wenzel, die wir mit der Bauleitung beauftragt haben, hatte die Aufgabe zu prüfen, wie das Stadion möglichst zeitnah und unter Einhaltung des Finanzrahmens fertiggestellt werden kann“, erläutert Saarbrückens Baudezernent Heiko Lukas gegenüber der Saarbrücker Zeitung: „Im Rahmen dieser Planung hat man festgestellt, dass die Osttribüne erst Ende 2019 fertiggestellt werden kann. Ohne sie ist überhaupt kein Spielbetrieb möglich.“, zitiert ihn die SZ weiter.

„Das Präsidium des 1. FC Saarbücken bedauert diese Entwicklung, denn es bestand die fachlich begründete Erwartung, dass ein Spielbetrieb innerhalb der Bauphase realisiert werden kann.“, teilt der FCS in einer Pressemitteilung mit.

„Wir sind allerdings kein Eigentümer des Ludwigsparks und müssen deshalb diese Entscheidung der Stadt akzeptieren. Wir richten aber den Blick jetzt nach vorne und stellen uns entschlossen der Aufgabe, den sportlichen Aufstieg mit all seinen infrastrukturellen Begleitumständen und Herausforderungen alleine meistern zu müssen. Unsere Mannschaft und unsere treuen Fans können aber sicher sein, dass wir alles in unserer Macht stehende tun werden, dass der erhoffte Aufstieg in die 3. Liga nicht daran scheitern wird, dass wir keine taugliche Spielstätte zur Verfügung haben. Wir werden eine Lösung finden“, kündigt FCS-Präsident Hartmut Ostermann an.

Zu wenig Fluchtwege während des Umbaus

Die angestrebte Interimslösung eine sanierte Victorstribüne sowie eine neue Osttribüne im Ludwigspark zu nutzen, während die neue Haupt- und Westtribüne gebaut werden ist laut Bauleitung nicht umsetzbar. Fluchtwege würden wegen den Bauarbeiten zu Mangelware, die Feuerwehr käme nicht zu den Hydranten. Das vom Verein geplante „Containerdorf“, das die Funktionsräume beherbergen sollte, hätte keinen Platz in der Baustelle. Der Plan ist – mehr oder weniger mit Ansage – gescheitert!

Wo bleibt der 1. FC Saarbrücken?

Trotz größter Bemühungen der Stadt Völklingen, als auch des SV Röchling Völklingen als Gastgeber: Im Hermann-Neuberger-Stadion laufen dem 1. FC Saarbrücken schon in der Regionalliga die Zuschauer weg! Statt erwarteten 5.000-6.000 Zuschauern finden sich regelmäßig etwas mehr als die Hälfte der Fans im Stadion ein. Bei einem Aufstieg in die dritte Fußballliga müsste vom Verein Geld in die Hand genommen werden um das Völklinger Stadion zu ertüchtigen: Neben einer helleren Flutlichtanlage (dir ihrem Namen endlich gerecht würde) müssten auch zusätzliche Sitzplätze geschaffen werden – ob man auch eine Rasenheizung verlegen müsste, um Spielabsagen wie die für morgen zu vermeiden, wäre davon Abhängig ob der Verband eine Ausnahmegenehmigung für den Ausweichspielort erteilen würde.

Die FCS-Fans haben Heimweh (Foto: Hell)
„Wir wollen nach Hause in den Ludwigspark“,…. dieser Wunsch wird bis mindestens 2020 ein Wunsch bleiben (Foto: Hell)

Alternative Elversberg?

In Elversberg wäre die Stadionmiete hoch, Summen von einer halben Millionen Euro werden hinter vorgehaltener Hand genannt. Außerdem müsste man, um länger als ein Jahr dort spielen zu dürfen, auch in Elversberg Anpassungsarbeiten durchführen.
Außerdem wurde bisher nicht bekannt ob der Brandschutz innerhalb der für 4,5 Millionen Euro errichteten und doppelstöckige Haupttribüne inzwischen abgenommen wurde: Der Unterrangs des 120 Meter langen Bauwerks (3400 Sitzplätze) war schon im Januar 2016 genehmigt und freigegeben worde, doch der Oberrang mit 180 Businessplätzen, 15 Logen und Veranstaltungsräumen für mindestens 430 Personen war bis  Juni diesen Jahres noch nicht zur Nutzung freigeben.

Weitere Alternativen wären das Waldstadion Homburg (aktuell auch nicht drittliga tauglich), der breits in der Vergangenheit ins Auge gefasste Sportpark Husterhöhe in Pirmasens (keine Rasenheizung) oder der Betzenberg in Kaiserslautern (sicher teure Miete, außerdem verstehen sich die Fans untereinander nicht: Ausschreitungen vorprogrammiert).

Ohne Stadion keine Lizenz!

Fest steht: Kann der 1. FC Saarbrücken kein (ausnahme)genehmigungsfähiges Ausweichstadion für die Dritte Liga vorweisen, bekommt der Verein keine Lizent für die höhere Spielklasse – sportlich wäre dies ein Horrorszenario!
Wie Ostermann dem Saarländischen Rundfunk erklärte, sei das einzig Gute an dem heutigen Gespräch, dass es jetzt Planungssicherheit gebe. Der Verein muss nun umgehend überlegen ob man sich woanders einmieten möchte, wer für gegebenenfalls nötige Um- und Ausbauarbeiten zuständig ist, oder ob man in Völklingen investieren nun doch investieren wird. Konkret verhandelt wurde bislang jedenfalls nirgends.

5 Gedanken zu „Ludwigspark nicht vor 2020 – Wo spielt der FCS im Falle des Aufstiegs?

  • 1. Dezember 2017 um 18:13
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    ….kann den Ärger der Fans schon verstehen.Fakt ist aber,das in Saarbrücken das Stadion komplett abgerissen wurde und man dadurch nicht wie z.B. in Aue während des Umbaus spielen kann.

    Wer das zu Verantworten kann und muss wissen nur die Entscheidungsträger.
    Ist halt nur schade weil die Mannschaft sowie der Vorstand absolut in Ordnung ist…nur haben
    wir keine vernünftige Spielstätte.

    Antwort
  • 1. Dezember 2017 um 20:01
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    Es gibt noch eine Lösung: Die Verantwortlichen des FCS sollten sich nicht mehr auf die Stadt verlassen, denn was bisher rauskam…..ohne Worte. Vielleicht ist ein vereinseigenenes Stadion die Lösung?! Das wäre mit Sicherheit schneller fertig als jetzt. Schaut mal nach Wiesbaden, Arena in ca. 5 Monaten fertig, komplett überdacht. Fragt doch mal H. Seiffert!!!

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  • 4. Dezember 2017 um 12:49
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    So etwas hat Fussball Deutschland noch nicht erlebt. Da reisst man ein Stadion ab, jeder glaubt nun kommt was neues, ja das neue war der Baustopp. Als nächstes kommt, im Februar beginnen die Arbeiten an der Flutlichtanlage samt Masten. Jeder normale macht das zum Schluß. Die Rohre für die Rasenheizung hätte man schon lange legen können, da der Rasen ja bleibt, aber nix passiert. Wenn der FC wegen der Stadt keine Lizenz bekommt gehen wohl auch die Lichter aus. Denke darauf hofft die Stadt.

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  • 5. Dezember 2017 um 11:53
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    Stadt Saarbrücken – lächerlich – so ein Desaster gibt’s nur im Saarland – unsere Verantwortlichen sollen sich mal Gedanken machen ob sie den richtigen Job haben

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  • 5. Dezember 2017 um 17:22
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    Vielleicht sollte die Stadt Völklingen als derzeitiger Stadionpartner das Gelände neben der Fischzucht im Gewerbiet Ost für einen Neubau anbieten , wie in Wiesbaden – Wehen.

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