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Linke stellt Antrag für Stadtküche

#Völklingen. #Die_Linke Stadtratsfraktion fordert die Einrichtung einer Stadtküche. Anlass hierfür die zunehmende Armut, die sich in Völklingen in besonderer Weise auswirkt. Wie der Linke Fraktionsvorsitzende Klaus Degen erklärt, habe diese ein Ausmaß erreicht, in dem selbst die Befriedigung des Grundbedürfnisses Ernährung nicht mehr bei jedem Bürger gesichert ist.Nach Vorstellungen Degens sollten alle Völklinger das Grundrecht auf täglich eine vollwertige warme Mahlzeit erhalten.

Degen anerkennt die Arbeit der Tafeln, doch steige dort die Zahl der einkehrenden Bedürftigen, ohne aber eine vollwertige Mahlzeiten einnehmen zu können. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise verschärfen diese Entwicklung. Ein weiteres Problem sieht Degen in der noch immer überdurchschnittlichen Arbeitslosenrate in Völklingen und die niedrigen Sätze der etwa 5.000 Hartz IV-Betroffenen. Stromsperrungen, alleine 750 in Völklingen, tun ein Übriges, dass Lebensmittel nicht mehr zweckentsprechend zubereitet werden können, sondern kalt zu sich genommen werden müssen. „In vielen Familien gehört eine warme Mahlzeit leider nicht mehr zu täglichen Ablauf“, konstatiert Degen.


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Unter Berücksichtigung einer Dunkelziffer schätzt er die Anzahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen auf mindestens 500, die täglich kein warmes Mittagessen einnehmen. „Ein Skandal“, meint Degen.

Dabei sieht er bei Stadtverwaltung und Völklinger Stadtwerke die grundlegenden Weichen für eine Stadtküchen-Gründung seit Jahren gestellt. So erlaube beispielsweise ab Frühjahr die Ernte aus der Meeresfischzuchtanlage die Belieferung der Stadtküche mit gesundem Meeresfisch. Synergien sieht Degen auch bei der Initiative „Völklingen lebt gesund“ der Volkshochschule, wie auch im Stadtwerke-Engagement für das Parkhotel Albrecht. Unzweifelhaft sei eine Stadtküche bereichernd für das städtische Engagement rund um das Thema Kulinarik, weil nun auch finanzschwache Bevölkerungsschichten von städtischen Aufgaben profitieren dürfen, zumal ein solches Projekt deutlich günstiger käme als jede Edelgastronomie.

Der Linken geht es erst einmal um eine Grundsatzentscheidung des Stadtrates, damit genügend Zeit besteht sich Partner an Land zu ziehen und möglichst noch vor dem nächsten Winter das Projekt zu beginnen.

Klaus Degen würdigt die Initiative der Eligiuskirche, wo in Völklingen eine warme Mahlzeit erhältlich ist. Doch gelinge es den Ehrenamtlern nur einmal in der Woche eine warme Mahlzeit anzubieten. „Dieses Angebot halten wir für unzureichend. Vielmehr sollte es ausgeweitet und in die Hände der öffentlichen Hand gelegt werden, auch um die konfessionelle Neutralität zu gewährleisten“.

Degen ist sich sicher, dass der Antrag im Stadtrat einer Mehrheit erhält, hätten doch gerade in den letzten Monaten andere Fraktionen das Thema soziale Gerechtigkeit sich auf die Fahnen geschrieben. (PM PG – die Linke VKL)

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