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„Körperschleusen“ von Claudia Brieske erhält Medienkunstpreis

Völklingen. Die Installation „Körperschleusen“ von Claudia Brieske im Weltkulturerbe Völklinger Hütte erhält den Medienkunstpreis des Saarländischen Rundfunks 2013.

Claudia Brieske
Claudia Brieske
Copyright: Marie Klein

Die Installation „Körperschleusen (Liquid Souls)“ der Video-Künstlerin Claudia Brieske im Weltkulturerbe Völklinger Hütte wird mit dem Medienkunstpreis des Saarländischen Rundfunks 2013 ausgezeichnet. Claudia Brieske erhält den Preis, weil es ihr in beispielhafter Weise gelungen ist, die Atmosphäre der Völklinger Hütte in Kunst umzusetzen. „Körperschleusen (Liquid Souls)“ von Claudia Brieske ist der Beitrag des Weltkulturerbes Völklinger Hütte zur 10. Landeskunstausstellung „SaarArt 2013“.


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Die Installation aus Fotografien, Video- und Klangsequenzen im Industrie-Landschaftsgarten „Das Paradies“ tritt bewusst in einen Dialog mit der Industriekultur der Völklinger Hütte. Grundlage des Kunstwerks ist ein Arbeitsprozess in der Kokerei der Völklinger Hütte: der Verwandlung von Kohle in Koks. Claudia Brieske leitet aus diesem Arbeitsprozess die metaphorische Geste des „Pressens“ und Drückens“ ab.

„Das Paradies“ ist der Industrie-Landschaftsgarten des Weltkulturerbes Völklinger Hütte auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei. Er bietet eine faszinierende Synthese von Industriekultur und Natur. Durch die Kunst von Claudia Brieske wird er auch zu einem außergewöhnlichen Ort der Kunst.

Videoprojektion der Installation Körperschleusen
Videoprojektion der Installation „Körperschleusen“ von Claudia Brieske im Industrie-Landschaftsgarten „Das Paradies“ des Weltkulturerbes Völklinger Hütte
Copyright: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Karl Heinrich Veith

„Wir freuen uns, dass mit Claudia Brieske eine Künstlerin ausgezeichnet wird, deren Kunst in Korrespondenz mit den Örtlichkeiten des Weltkulturerbes Völklinger Hütte entstand. Dadurch haben ihre Werke eine zusätzliche Dimension“, sagt Meinrad Maria Grewenig, Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte.

In der Kohlestampfmaschine wurde gemahlene Kohle zu einem Kohlekuchen gepresst. Dieser wurde anschließend in die Kokskammer gedrückt. Unter großer Hitze wurde hier aus Kohle Koks. Dieser Koks wurde wieder aus der Kokskammer herausgepresst.

Die metaphorischen Gesten in der Videoinstallation von Claudia Brieske verweisen auf diese Arbeit in der Kokerei der Völklinger Hütte. Sie haben aber auch eine körperliche Dimension – im Sinne von „Druck aufnehmen“ und „Druck ablassen“. So erklärt sich der Titel „Körperschleusen“. „Metaphorische Gesten“ sind eines der zentralen Stilmittel der Künstlerin.

Fotografie der Installation Körperschleusen
Fotografie der Installation „Körperschleusen“ von Claudia Brieske im Industrie-Landschaftsgarten „Das Paradies“ des Weltkulturerbes Völklinger Hütte
Copyright: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Karl Heinrich Veith

Die Fotografien und die beiden Video- und Klangsequenzen im Industrie-Landschaftsgarten „Das Paradies“ des Weltkulturerbes Völklinger Hütte zeigen zwei Gesten. Zwei Hände, die einen Kopf umfassen und rhythmisch den Mund aufreißen und wieder schließen. Und eine Figur im Profil, die Wasser spuckt. Der Klang ist an die Bilder getaktet. Er verdichtet und dramatisiert die Situation des Öffnens und Schließens einer mechanischen „Körperschleuse“.

Der Medienkunstpreis des Saarländischen Rundfunks zeichnet Medienkünstler und Vermittler von Medienkunst aus. Der Medienkunstpreis 2013 wird am Sonntag, den 16. Juni 2013, 14 Uhr, im „Paradies“ des Weltkulturerbes Völklinger Hütte verliehen.

 

Claudia Brieske

Claudia Brieske, geboren am 3. Mai 1966 in Meppen, arbeitete von 2002 bis 2008 als Lehrbeauftragte an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Heute lebt sie als freie Künstlerin in Berlin. Sie ist Mitinitiatorin der „Initiative temporäre Kunsträume e.V.“ in Berlin. Claudia Brieske entwickelt Video- und Klanginstallationen, die auf den jeweiligen Ausstellungsort hin komponiert sind.

 

SaarArt 2013

Die zehnte Landeskunstausstellung des Saarlandes, SaarArt, zeigt wichtige künstlerische Positionen und ästhetische Entwicklungen im Saarland und in der Region. Vom 21. April bis 16. Juni 2013 präsentiert die „SaarArt“ exemplarisch die aktuelle Kunstszene des Saarlandes in 9 Ausstellungshäusern des Landes.

Im Web:

(PM Weltkulturerbe)

 

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