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Jeder Zeit bereit: Die Freiwilligen der Feuerwehr Völklingen probten den Ernstfall

#Völklingen. Am Samstag gab es rund um das neue Rathaus eine Ansammlung vieler Feuerwehrautos: Die Feuerwehr Völklingen probte mit ihren Freiwilligen und der Werkfeuerwehr Fenne den Ernstfall. In Völklingen sind die Feuerwehrleute nicht nur für die Feuerbekämpfung jeder Zeit bereit, nein: Auch bei einem Autounfall, Umwelt-Notfällen oder der Rettung aus großer Höhe stehen die Retterinnen und Retter ihren Mann.


Proben für den Ernstfall: So weiß jede(r) was im Ernstfall zu tun ist!

Es dauerte über zwei Stunden: Rund um das (neue) Rathaus versammelten sich viele rote Feuerwehrautos. 155 Feuerwehrfrauen und -männer demonstrierten bei der Jahreshauptübung was in ihnen und ihrer Wehr steckt. Was sonst verpönt und ungerne gesehen ist, war anders: „Zuschauen erwünscht“, so hieß es am vergangenen Samstag bei der Feuerwehr ausdrücklich. Neben vier Übungen stellte die Feuerwehr Luisenthal ihr Rettungsboot 3/97 und die Abteilung Atemschutz den Gerätewagen-Atemschutz 9/64 zur Schau.


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Übung 1: Verkehrsunfall mit zwei Pkw´s und zwei Verletzten

Die Situation: Bei einem Zusammenstoß mit zwei Fahrzeugen sind zwei Personen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt worden.
Die eingeklemmten Personen werden mit hydraulischem Rettungsgerät aus ihren Fahrzeugen befreit und an den Rettungsdienst übergeben. Die hydraulischen Scheren fressen sich durch die Schrottautos, als wären es Konserven. Während dieser technischen Rettung wurde der Brandschutz sichergestellt und auslaufende Betriebsstoffe aufgenommen.
Es wurden bei der Übung einmal eine zeitkritische Crash-Rettung und einmal eine Rettung ohne zeitlichen Druck vorgeführt: Bei dem zeitkritischen Opfer geht es um Leben und Tod, der Patient musste schnellst möglich zum Notarzt in den Rettungswagen, das zweite Unfallopfer war hingegen „stabil“. Um für etwas mehr Realismus in die Übung zu bringen, wurden die Unfallopfer von Mitgliedern des Mimentrupp Saar überzeugend echt dargestellt.

Unfallübung der Feuerwehr Völklingen (Foto: Hell)
Unfallübung der Feuerwehr Völklingen (Foto: Hell)

Diese Übung wurde von den Löschbezirken Stadtmitte und Wehrden durchgeführt. Außerdem nähm auch die DRK Rettungswache Völklingen mit einem Rettungswagen und einem Krankentransportwagen an dieser Übung teil.

Übung 2: Rettung einer Person vom Rathausdach (Hindenburgplatz)

Die Situation: Eine Person, die an der Fassade des Rathauses arbeitete, wurde ohnmächtig und hängt im Gurt.
Die Höhenrettungsgruppe des Kraftwerks Fenne in Zusammenarbeit mit der Drehleiter 7/31 vom Löschbezirk Ludweiler befreien diese Person. Zwar sei dies nicht unbedingt realistisch, da die Werkfeuerwehr Fenne nur auf dem Werksgelände tätig ist, doch geübt werden muss ja trotzdem! Im Realeinsatz käme wohl wahrscheinlicher eine ähnliche Einheit der Berufsfeuerwehr Saarbrücken zum Einsatz.

Der Fensterputzer wird durch den Höhenretter der Fenner Werkfeuerwehr bereits das Dach des Rathausunterbaus erreicht, von dort wird er mit der Drehleiter auf den Boden transportiert.

Übung 3: Gefahrgutunfall (Marktplatz)

Die Situation: Ein Lkw verliert eine giftige, zuerst unbekannte Flüssigkeit aus mehreren Fässern.
Die Gefahrstoffeinheit, bestehend vornehmlich aus den Löschbezirken Ludweiler und Lauterbach, durfte diese Übung abarbeiten.

Der Gerätewagen-Gefahrstoff ist das zentrale Fahrzeug der Gefahrstoffeinheit Völklingen. Es hat neben den Gerätschaften zur Gefahrenabwehr, Auffangmaterial für ca. 15000l Flüssigkeit verladen. Die Literatur Hommel in Verbindung mit der Software ResyB dient zur Stofferkennung und als Entscheidungshilfe für Erstmassnahmen bei Gefahrguteinsätzen. Die nächste Hauptkomponente des Fahrzeuges sind die verladenen 8 Chemievollschutzanzüge der höchsten Schutzstufe. Das Fahrzeug ist zwar im Löschbezirk Ludweiler stationiert, gehört aber zur Gefahrstoffeinheit der Gesamtwehr Völklingen. Es kommt niemals alleine zum Einsatz. Im Einsatzfall organsiert sich die Einheit gemäßes ihres Konzeptes aus verschieden Fahrzeugen der Löschbezirke. Die Besatzung besteht aus einem verstärktem Trupp (1/2). (Text: Feuerwehr Völklingen/Foto: Hell)
Der Gerätewagen-Gefahrstoff ist das zentrale Fahrzeug der Gefahrstoffeinheit Völklingen. Es hat neben den Gerätschaften zur Gefahrenabwehr, Auffangmaterial für ca. 15000l Flüssigkeit verladen. Die Literatur Hommel in Verbindung mit der Software ResyB dient zur Stofferkennung und als Entscheidungshilfe für Erstmassnahmen bei Gefahrguteinsätzen. Die nächste Hauptkomponente des Fahrzeuges sind die verladenen 8 Chemievollschutzanzüge der höchsten Schutzstufe. Das Fahrzeug ist zwar im Löschbezirk Ludweiler stationiert, gehört aber zur Gefahrstoffeinheit der Gesamtwehr Völklingen. Es kommt niemals alleine zum Einsatz. Im Einsatzfall organsiert sich die Einheit gemäßes ihres Konzeptes aus verschieden Fahrzeugen der Löschbezirke. Die Besatzung besteht aus einem verstärktem Trupp (1/2). (Text: Feuerwehr Völklingen/Foto: Hell)

Der Fahrer stand unter Schock und wurde vom Rettungsdienst betreut. Die Gefahrstoffeinheit sicherte die Einsatzstelle ab, rüstete sich mit Schutzanzügen aus und sicherte die Fässer gegen weiteres Auslaufen. Nachdem bekannt war, um welchen Stoff es sich handelte, wurden die weiteren Sicherungsmaßnahmen und der Abtransport geregelt.

Eingesetzte Fahrzeuge Gerätewagen-Gefahrgut 10/2, Tanklöschfahrzeug 7/23 sowie Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz 8/44.

Übung 4: Vorführung eines Schrägaufzuges der Höhenrettung (Hindenburgplatz)

Diese Übung wird eine Vorführung der Höhenrettungsgruppe. Es wird ein Schrägaufzug vorgeführt.

Alle vier Übungen wurden in Zusammenarbeit mit dem Einsatzleitwagen (ELW) 1/12 abgearbeitet. Die Besatzung des ELW´s besteht aus der ELW Gruppe Stadtmitte und Geislautern.

Feuer gab es nicht zu sehen

Zwar heißt es Feuerwehr, doch zumindest in diesem Jahr zeigte das Rettungsteam der Feuerwehr Völklingen nicht eine Flamme. Zwar wurde bei der Unfallrettung ein Löschtrupp als Sicherheitsmaßnahme in Stellung gebracht, gebraucht wurde das Wasser dieser Einheit allerdings nicht – der Schwerpunkt der Übung bestand aus den anderen Aufgaben der Wehr.

Der gebraucht angeschaffte Mannschafttransportwagen dient unter anderem als Zubringerfahrzeug für die Einsatzleitwagen-Unterstützungsmannschaft des Löschbezirks Geislautern.  Als weitere Zusatzbeladung ist auf diesem Fahrzeug der Quadrokopter der Feuerwehr Völklingen verladen. Mit diesem können Erkundungen bei größeren Schadenslagen durchgeführt werden können. (Foto: Hell/Text: FFW)
Der gebraucht angeschaffte Mannschafttransportwagen dient unter anderem als Zubringerfahrzeug für die Einsatzleitwagen-Unterstützungsmannschaft des Löschbezirks Geislautern.
Als weitere Zusatzbeladung ist auf diesem Fahrzeug der Quadrokopter der Feuerwehr Völklingen verladen. Mit diesem können Erkundungen bei größeren Schadenslagen durchgeführt werden können. (Foto: Hell/Text: FFW)

Nach der erfolgreichen Übung lud die Völklinger Feuerwehr noch in den Löschbezirk Geislautern ein, wo dann während des dortigen Sommerfests auch noch ein neuer Mannschaftstransportwagen eingeweit wurde.

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