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Hilfsangebote bei häuslicher Gewalt im Saarland

#Saarland. Die Coronakrise hat Ausgangsbeschränkungen, KiTa- und Schulschließungen zur Folge. In verschiedenen Bereichen der Industrie und Wirtschaft wird die Beschäftigung komplett eingestellt oder stark heruntergefahren. All diese Maßnahmen führen dazu, dass sich Familien im Ausnahmemodus befinden. Alle Familienmitglieder sind im kleinsten Kreise 24 Stunden zusammen und das kann in manchen Familien gefährlich werden. Es droht eine Zunahme der häuslichen Gewalt. Für die Opfer, deren Bekannte und Angehörige, gibt es saarlandweit verschiedene Beratungsstellen.

Seniorenbetreuung

Ansprechpartnerin bei der Stadt Völklingen (Tel.: 06898 13-2100)

Unter anderem bietet die Stadt Völklingen in solchen Fällen Hilfe an. Wer selbst Opfer von gewalttätigen Handlungen wurde oder diese miterleben musste, kann sich an die Frauenbeauftragte, Roswitha Spaniol, wenden.

Weitere Beratungsstellen im Saarland sind:

Beratungs-und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt (Tel.: 0681 3799610)

Hier erhalten Opfer Information und Unterstützung. Die Beraterinnen gehen nach Einverständnis der Betroffenen direkt auf sie zu und erleichtern so die Kontaktaufnahme. Sie klären auch einen eventuellen weitergehenden Beratungs- und Schutzbedarf ab und vermitteln ggf. an geeignete Stellen weiter. Für Kinder und Jugendliche, die Opfer häuslicher Gewalt wurden oder diese miterleben mussten, gibt es ein spezielles Hilfsangebot.

Frauennotruf  (Tel.: 0681 367367)

Der Frauennotruf berät und unterstützt telefonisch und persönlich Frauen, die misshandelt wurden oder die von sexualisierter Gewalt betroffen sind. Die Mitarbeiterinnen hören zu, informieren und vermitteln an spezialisierte Stellen weiter, zum Beispiel im ärztlichen oder psychologischen Bereich. Außerhalb dieser Zeiten können Betroffene eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Die Beraterinnen rufen dann so schnell wie möglich zurück.

Saarländische Frauenhäuser der Arbeiterwohlfahrt (AWO)

  • Saarbrücken: 0681 991800
  • Saarlouis: 06831 2200
  • Neunkirchen: 06821 92250

Hier finden Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden, und ihre Kindern eine sichere Unterkunft, Beratung und Unterstützung, und das unabhängig von ihrer Herkunft, Kultur oder ihrem Aufenthaltsstatus. Die Frauenhäuser sind rund um die Uhr besetzt. In einem telefonischen Vorgespräch kann geklärt werden, ob die Frau eine Aufnahme oder nur ein Beratungsgespräch wünscht.

Spezielle Beratungsstellen für Migrantinnen (Tel.: 0681 373535)
Die Beratungsstelle des Vereins „Therapie Interkulturell“ richtet sich besonders an Frauen mit Migrationshintergrund. Zwei Beraterinnen mit persischem und bosnischem Migrationshintergrund betreuen und begleiten die Frauen, auch mit Hilfe von Dolmetschern. Auch traumatisierte Kinder werden unterstützt.

Trauma-Ambulanz der AHG Klinik Berus (Tel.: 06836 39-161 oder -168)
Hier erhalten Opfern sexueller Gewalt psychotherapeutische Unterstützung.

Bundesweites Hilfetelefon (Tel.: 08000 116 016)
Hier werden Frauen telefonisch und Online zu allen Formen von Gewalt  beraten. Die Beratung erfolgt anonym, vertraulich, barrierefrei und in 17 Fremdsprachen.

Auf Großflächenplakaten weist das Frauenbüro des Regionalverbands Saarbrücken auf das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ hin, Grafik: Hilfetelefon u. Regionalverband Saarbrücken
Auf Großflächenplakaten weist das Frauenbüro des Regionalverbands Saarbrücken auf das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ hin, Grafik: Hilfetelefon u. Regionalverband Saarbrücken

Frauenbüro weist auf Beratungsangebote bei häuslicher Gewalt hin: Plakataktion unterstützt das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“

Das Frauenbüro des Regionalverbands Saarbrücken weist aufgrund der derzeitigen Lage mit einer Plakataktion und auf der Internet-Seite auf Hilfsangebote bei häuslicher Gewalt hin. Auf insgesamt zwanzig Großflächenplakaten wird in den Regionalverbands-Kommunen auf die Kontaktdaten des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ aufmerksam gemacht. Von den Plakaten befinden sich ab Ende der Woche zehn in Saarbrücken selbst und zehn in den Umlands-Kommunen. Unter der Telefonnummer 08000 116 016 können Betroffene oder Personen aus deren sozialen Umfeld täglich und rund um die Uhr eine Beraterin erreichen. Auf Wunsch können beispielsweise auch Unterstützungsmöglichkeiten und Hilfsangebote in der Nähe vermittelt werden. Der Anruf ist kostenfrei. Auf den Großflächenplakaten wird zudem in deutscher, türkischer und arabischer Sprache dazu ermuntert, das Schweigen zu brechen.

Neben dem Hilfetelefon gibt es noch zahlreiche weitere Hilfe- und Beratungsangebote im Regionalverband und deutschlandweit. Einen Überblick finden Sie auf der Internetseite des Frauenbüros unter www.regionalverband.de/frauenbuero.

Gewalt gegen Frauen sei laut Regionalverbandsdirektor Peter Gillo noch immer ein alltägliches Problem, das oft bagatellisiert werde. Dies dürfe nicht hingenommen werden. „Familien sind aktuell einer besonderen Belastung ausgesetzt. Die Maßnahmen während der Corona-Pandemie sorgen dafür, dass Familien mit ihren Sorgen und Ängsten oftmals 24 Stunden auf engstem Raum verbringen müssen. Die derzeitige Situation könnte zu einem Anstieg der häuslichen Gewalt führen. Reden kann helfen. Auch wenn es beispielsweise aus Angst oder Scham schwerfällt. Wir wollen das Hilfetelefon noch bekannter machen, damit mehr Frauen wissen, wo sie sich hinwenden können, wenn sie Hilfe brauchen“, so Peter Gillo. Das Hilfetelefon kann auch von Personen aus dem direkten Umfeld der Betroffenen kontaktiert werden, beispielsweise dem Familien- und Freundeskreis oder von besorgten Nachbarn.

PM Stadt VKL/RVSB

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