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Hausgemachte Rattenplage

#Völklingen/#Stadtteile. Die Völklinger Linke fordert die Stadtverwaltung dazu auf, unverzüglich etwas gegen die Rattenplage in Völklingen zu tun. Dieser Schritt ist wichtig und richtig, doch woher kommt diese Plage eigentlich?

Ratten sind da wo der Mensch ist - hier Exemplare aus Fürstenhausen (Foto: Privat)
Ratten sind da wo der Mensch ist – hier Exemplare aus Fürstenhausen (Foto: Privat)

In der Siedlung in Fürstenhausen werden die Rufe der Anwohner immer lauter: Die Ratten tanzen hier auf den Straßen Tango, so jedenfalls berichtet es die Völklinger Linke, die das Thema nun aufgriff und rasche Maßnahmen von Seiten der Stadt fordert.


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Wo der Mensch ist is(s)t die Ratte

Ratten machen sich nicht nur in Fürstenhausen breit: Wo der Mensch ist, dort finden sich auch die Vertreter der Altweltmäuse ein.
Seit der Antike ist sie in Europa des Menschen ständiger Begleiter. Der Allesfresser ist wenig spezialisiert, vielmehr kann er alles verzehren was der Mensch zu sich nimmt – das lockt den Kulturfolger des Menschen immer wieder in die Nähe der menschlichen Zivilisation. Die Nahrungsmittelschädlinge fressen nicht nur Müll: Sie speisen in Vorratskammern, auf Feldern oder plündern aus Maulwurfsgängen den heimischen Garten.

Essensreste gehören nicht in die Toilette!

Doch auch in der Kanalisation fühlen sich die Tiere wohl: Viele Menschen werfen ihre Essensreste gerne in die Toilette. Was nun nach einer Gruselgeschichte klingt ist keine Geschichte sondern wahr: Die Tiere verfolgen den Weg der Speisereste bis in die Toilette – so gelangen sie nicht selten in die Wohnung des Entsorgers. Doch selbst wenn die Tiere aus dem Haus bleiben, der falsche Umgang mit der Toilette einiger Mitmenschen macht aus dem Abfluss einen Lieferservice. Da sich Ratten unter diesen guten Bedingungen gerne vermehren, kann sich die Population innerhalb eines Jahres vervielfachen. Schon heute kommen in Deutschland auf einen Menschen ca. 3 Ratten – Tendenz steigend.

Die Gefahr lauert in der Ratte: Sie ist Vektor (=Träger) vieler gefährlicher Krankheitserreger die dem Menschen gefährlich werden können. Diese Erreger können durch die Ratte selbst, aber auch durch andere Vektoren wie Zecken weiterübertragen werden.

Ratten in einer Lebendfalle - diese beiden haben Glück: Sie dürfen an der Saar wieder raus (Foto: Privat)
Ratten in einer Lebendfalle – diese beiden haben Glück: Sie dürfen an der Saar wieder raus (Foto: Privat)

Was kann der Mensch gegen Rattenplagen tun?

Betreiber von abwassertechnischen Anlagen sind nach den deutschen Unfallverhütungsvorschriften zur Rattenbekämpfung verpflichtet. Dies betrifft vor allem die Kommunen und Abwasserzweckverbände, so auch in Völklingen. Grund dieser Vorschrift ist die Bekämpfung der Weil-Krankheit.

Aber auch die Bevölkerung kann einiges gegen die Verbreitung der Nager tun, so ist die ordnungsgemäße Entsorgung von Nahrungsmitteln einer der wichtigsten Punkte: Entsorgen Sie ihren Müll so, dass er für Ratten nicht erreichbar ist. Alle Nahrungsmittel, ob für den Menschen oder für Tiere sollten verschlossen und für Ratten unerreichbar aufbewahrt werden. Auch Futterstellen für Vögel werden gerne besucht, weswegen die Fütterung entweder eingestellt werden, oder zumindest kontrolliert passieren sollte.

Selbstverständlich hilft auch die direkte Bekämpfung von Ratten, dies sollte man aber einem Fachmann überlassen.

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Was hilft in Fürstenhausen und an anderen Brennpunkten?

Zunächst müssen die Fangkörbe in den Gullys zur Kanalisation erneuert werden, viele sind hier defekt, weswegen die Tiere es einfach haben nach draußen zu gelangen. Ärgerlich daran ist, dass dieser Zustand der Stadtverwaltung schon länger bekannt ist und diese dennoch nichts nachhaltiges unternommen hat. Als weiterer Schritt bleibt nur noch die professionelle Schädlingsbekämpfung, sowie der gewissenhafte Umgang der Bevölkerung mit ihrem Abfall. Um dies zu ermöglichen sollte über die Abschaffung der gelben Säcke nachgedacht werden. Ersatz: Die für Ratten nicht erreichbare „Gelbe Tonne“.

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