Petra AnzeigePetra WesterkampPlatzhalterLitzenburger AnzeigeLitzenburger MalerbetriebPlatzhalter

Feuerwehr von Saarstahl probte den Ernstfall: „Einsatzszenario voll im Griff“

#Völklingen. Einmal im Jahr findet eine groß angelegte Übung statt, die die Leistungsfähigkeit der Werkfeuerwehr Saarstahl Völklingen/Burbach eindrucksvoll demonstriert. So wurden auch bei der diesjährigen Jahreshauptübung am 31.10.2018 die Koordination aller Einsatzkräfte sowie die Kooperation mit den Behörden durch ein fiktives Szenario trainiert, damit jederzeit die Sicherheit von Mitarbeitern, Umwelt und Anlagen am Standort gewährleistet werden kann.

In diesem Jahr galt es, den durch Schweißarbeiten ausgelösten Brand an einer Lok zu löschen. Dabei stand die Werkfeuerwehr weiteren großen Herausforderungen gegenüber. So hatten mehrere Mitarbeiter durch die Rauchentwicklungen im Bereich der Kranwerkstatt die Orientierung verloren und konnten den Fluchtweg nicht mehr finden. Besonders problematisch war die Situation für einen Mitarbeiter, der laut Übungsszenario auf der Flucht in eine KFZMontagegrube gefallen ist. Nach einiger Zeit griff der Brand durch die Wärmekonvektion der Rauchgase auf das Dach über und breitete sich dort aus.

Copyright "Saarstahl AG"
Copyright „Saarstahl AG“

Die Einsatzkräfte rückten zügig an und begannen fachmännisch mit ersten Einsatzmaßnahmen. Der Brand an der Lok wurde zur Hallenseite hin abgeriegelt, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Zudem war es möglich, den in die KFZMontagegrube gestürzten Mitarbeiter im Rahmen der ersten Einsatzmaßnahmen durch die „Respihood“-Rettungshaube und Atemschutznotfalltasche mit Atemluft zu versorgen. Nachdem die Wasserversorgung hergestellt war, konnten sowohl der Brand an der Lok als auch der Brand in der Kranwerkstatt gelöscht werden. In Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Völklingen konnte das in Brand geratene Dach durch den Einsatz von zwei Drehleitern ebenfalls gelöscht werden. Gleichzeitig wurde der abgestürzte Mitarbeiter mit Hilfe einer sogenannten Schleifkorbtrage gerettet. Auch die übrigen Mitarbeiter konnten im Zuge der Personensuche gefunden und anschließend durch Unterstützung des Werksarztes versorgt und betreut werden.

Voller Einsatz bei der Jahreshauptübung am Stahlwerk Völklingen (Foto: Saarstahl AG)
Ein Foto aus dem Vorjahr: Voller Einsatz bei der Jahreshauptübung am Stahlwerk Völklingen (Foto: Saarstahl AG/Archiv)

Die Übung zeigte eindrucksvoll, dass die Mannschaft auch in extremen und besonderen Situationen richtig handelt und den Umgang mit teils hochkompliziertem technischen Gerät beherrscht und dank der hervorragenden Kooperation und Koordination mit den internen und externen Partnern bestens auf den Ernstfall vorbereitet ist. Die Jahreshauptübung knüpft damit an ein erfolgreiches Jahr der Werkfeuerwehr an, die seit der Jahreshauptübung im vergangenen Jahr 264 erfolgreiche Einsätze bestritt. Für Brandmeister Klaus Theisen ist dieses Jahr ebenfalls ein besonderes, da ihm für seine 40- jährige Mitgliedschaft das Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes im Anschluss an die Jahreshauptübung verliehen wurde. Weitere 32 Werkfeuerwehrmänner/-frauen wurden im Rahmen der Veranstaltung befördert.

 

Über die Werkfeuerwehr Saarstahl Völklingen/Burbach:
Die Werkfeuerwehr Saarstahl Völklingen und Burbach besteht aus 37 hauptberuflichen Werkfeuerwehrleuten, die durch 33 Mitarbeiter des „Integrierten Sicherheitsdienstes“ verstärkt werden, so dass rund um die Uhr eine Staffel à 6 „Mann“ einsatzbereit ist. Zusätzlich kann auf 11 nebenberufliche Werkfeuerwehrleute zurückgegriffen werden. Neben der Jahreshauptübung, leisten die Kräfte regelmäßige Schicht- sowie Nachmittagsübungen. Am Standort Burbach sind neben 16 hauptberuflichen Angehörigen des „Multifunktionalen Dienstes“ 2 nebenberufliche Werkfeuerwehrleute tätig.

PM Saarstahl AG