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Fehlentscheidung des Schiedsrichters kostet Saarbrücken zwei Punkte

#Völklingen/#Saarbrücken. Zum 21. Spieltag trafen sich der 1. FC Saarbrücken und die TuS Koblenz in Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion zum Duell. Saarbrücken mit dem Blick auf den zweiten Relegationsplatz, Koblenz will punkte gegen den Abstieg mitnehmen. Es ist klar: Das erste Rückrundenheimspiel wird nicht einfach. Im Mittelpunkt des Spiels standen allerdings fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen.


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Schön begann es gestern im Hermann-Neuberger-Stadion, pünktlich zum Spiel sahen die 2500 Zuschauer wie der Dauerregen der Sonne Platz machte – der Regen verabschiedete sich dabei mit einem farbenfrohen Regenbogen quer über dem Spielfeld. Weniger schön die personellen Vorzeichen beider Teams: Saarbrücken mit gleich vier Spielern aus der U19 auf der Bank, bei den Gästen nahmen gleich zwei Ersatztorhüter auf der Bank Platz.

Das Spiel war so kampfbetont wie es Lottner erwartete (Foto: Hell)
Das Spiel war so kampfbetont wie es Lottner erwartete (Foto: Hell)

Ausgeglichene erste Halbzeit

Schon vor dem Spiel wusste FCS-Coach Dirk Lottner um die Schwierigkeiten die dieses Spiel mit sich bringen wird, neben dem doppelt belasteten Grün war es die Erfahrung des Hinspiels die als Vorzeichen für eine anstrengende Partie fungierten: „Es ist eine Mannschaft, die über den Kampf kommt, die über ihre Kompaktheit kommt, die sehr gefährlich über Standardsituation ist“, erklärt FCS-Trainer Dirk Lottner schon vor dem Spiel gegenüber des SR.

Nach drei Minuten verpasste der 1. FCS eine hochkarätige Chance zur frühen Führung (Foto: Hell)
Nach drei Minuten verpasste der 1. FCS eine hochkarätige Chance zur frühen Führung (Foto: Hell)

Die erste Hälfte ausgeglichen: Beide Teams nutzten jeweils eine Großchance zur Führung nicht, ansonsten blieb es bei eher ungefährlichen Szenen. Pünktlich mit dem wiederkehrenden Regen und einer erneuten Regenbogen-Show ging es in die Pause.

Hitzige zweite Hälfte

Zunächst blieb es auch in der zweiten Hälfte ruhig, beide Teams erarbeiteten sich die ein oder andere kleine Gelegenheit, sehenswerter Fußball sieht anders aus. Doch ein (angebliches) Foul durch Peter Chrappan bringt den Gästen einen Elfmeter. Bozic gerät im Mittelfeld nach einem Ballverlust der Saarbrücker an den Ball, stürmt in den Saarbrücker Strafraum wo Sachanenko ihm den direkten Weg zum Tor zu stellt. Auf dem Weg zur Flanke wird er von Peter Chrappan durch Tackling vom Ball getrennt: Der Schiedsrichter entscheidet sofort auf Elfmeter. Eine Fehlentscheidung, wie die TV-Bilder belegen: Bozic versteht das Tackling als Einladung zur Schwalbe, tritt ins Grün und lässt sich Fallen – das hätte eigentlich eine rote Karte wegen Unsportlichkeit nach sich ziehen müssen, so schenkte Simon Karcher den Gästen einen Elfmeter. Der ehemalige Saarbrücker Andreas Glockner tritt den Elfmeter und trifft zur 0:1 Führung nach 56 Minuten.

Saarbrücken will das Spiel drehen

63. Spielminute: Saarbrücken kommt zu Chancen. Nach einem Einwurf holt Holz immerhin einen Eckball raus, dieser wird durch die Gäste in letzter Not zu einer weiteren Ecke geklärt. Dann klingelt es: Sökler schießt die Ecke direkt auf Chrappan, der Köpft und der Ball landet durch die Finger von Patzler in den Maschen. Doch das Tor zählt nicht! Abgepfiffen die Szene, doch warum weiß niemand, auch die Fernsehbilder können die Situation nicht aufklären.

Saarbrücken hält den Druck hoch, will unbedingt wenigstens noch einen Punkt retten. In der 82. Minute flankt der eingewechselte Jens Meyer auf Patrick Schmidt, der den Ball zum Ausgleich ins Tor köpfte.

Patrick Schmidt hatte keine Zeit zum bejubeln seines Ausgleichstreffers: Er ärgerte sich gemeinsam mit Manuel Zeitz mehr darüber, dass ein Gegenspieler den Ball nicht hergeben wollte und so versuchte Zeit zu schinden (Foto: Hell)
Patrick Schmidt hatte keine Zeit zum bejubeln seines Ausgleichstreffers: Er ärgerte sich gemeinsam mit Manuel Zeitz mehr darüber, dass ein Gegenspieler den Ball nicht hergeben wollte und so versuchte Zeit zu schinden (Foto: Hell)

Lottner nimmt es sportlich

Ein für Saarbrücken verdienter Punkt, hätten es ohne die Schiedsrichterentscheidungen auch derer drei sein können: „Für uns war es genau das schwierige Spiel, das wir erwartet hatten. Die Partie können wir in dem Moment öffnen, indem wir die eine Chance direkt am Anfang nutzen. Mit fortlaufender Spielzeit war es so, dass die Mannschaft, die mehr Ballbesitz hat, Gefahr läuft, bei diesem Boden mehr Fehler zu machen. Dazu kam es, manchmal Unkonzentriertheiten geschuldet, manchmal dem Platz. Dadurch bekam Koblenz eine hundertprozentigen Chance, bei der Sali sehr gut hält. Wir wollten in der zweiten Halbzeit versuchen, die Intensität zu erhöhen. Mehr Bälle in die Box reinzubekommen, damit man darum kämpfen kann, weil fußballerisch doch alles sehr eingeschränkt war.“, so Lottner.

Dirk Lottner zeigt sich sportlich, reicht dem Schiedsrichtergespann trotz Fehlentscheidungen nach dem Spiel die Hand und beruhgt die erhitzten Gemüter seiner Spieler (Foto: Hell)
Dirk Lottner zeigt sich sportlich, reicht dem Schiedsrichtergespann trotz Fehlentscheidungen nach dem Spiel die Hand und beruhgt die erhitzten Gemüter seiner Spieler (Foto: Hell)

„Dann kommt der Elfmeter und wir laufen der Musik noch mehr hinterher und müssen noch mehr das Spiel machen. Auf dem Boden ist das ohnehin schwierig, wenn du dann noch einen Gegner hast, der dazu beiträgt, es noch schwieriger zu machen, was Koblenz sehr gut geschafft hat, dann ist es verdammt schwer. Trotzdem hat die Mannschaft an sich geglaubt, weiter Gas gegeben, alles versucht und ist durch das 1:1 belohnt worden. Anschließend haben wir die Möglichkeit, das Spiel zu ziehen. Unterm Strich ist das Ergebnis leistungsgerecht, da sich Koblenz den Punkt erkämpft und erspielt hat. Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit zu wenig Lösungen gefunden, um die Koblenzer Abwehr zu knacken. Dann kommt ein 1:1 raus, das haben wir uns vor dem Spiel sicher anders vorgestellt und auch gewünscht. Aber Fußball ist nicht immer ein Wunschkonzert und da muss man auch mal mit so einem 1:1 zufrieden sein“, zeigte sich Lottner nach dem Spiel versöhnlich, so lässt er die (Fehl-)Entscheidungen des Schiedsrichters gänzlich unkommentiert.

So spielten sie

1. FCS
Salfeld – Döringer, Chrappan, Sachanenko (66. Meyer), Rau – Studtrucker, Zeitz, Holz, Wenninger – Sökler (66. Euschen), P. Schmidt
TuS Koblenz
Patzler – Stark, von der Bracke, Marx, Antonaci – Glockner (90. Eldin Hadzic), Grupp, Stahl, Lahn (62. Charrier) – T. Schmidt, Bozic

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