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Erweiterung des „Handlungskonzepts Warndt“ auf die Völklinger Stadtteile Fenne, Fürstenhausen und Wehrden – Lorig: „Zehn Meßstellen erforderlich“

#Warndt. Die Erweiterung des Handlungskonzepts Warndt auf die Völklinger Stadtteile Fenne, Fürstenhausen und Wehrden ergänzt das im November 2013 vorgestellte Handlungskonzept Warndt und baut somit ebenfalls auf der Studie ZUKUNFT WARNDT WASSER aus dem Jahr 2009 auf. Es handelt sich bei erstgenanntem nicht um ein klassisches Gutachten, sondern ist vielmehr als Leitfaden und Entscheidungshilfe gedacht, um aktiv mit den mittlerweile bekannten Gefährdungen umzugehen, die sich infolge der veränderten Wassersituation in der Nachbergbauzeit im Warndt und den angrenzenden Völklinger Stadtteilen südlich der Saar ergeben. Es werden planerische und organisatorische Schritte genannt und erläutert, wertende Empfehlungen und Prioritäten erarbeitet und eine zeitliche Rangfolge der Umsetzung von Maßnahmen vorgeschlagen.

Experte Thomas Wittek und Klaus Lorig (Oberbürgermeister) [Foto: Stadt]
Experte Thomas Wittek und Klaus Lorig (Oberbürgermeister) [Foto: Stadt]


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Das erweiterte Handlungskonzept besteht inhaltlich aus vier Kernbausteinen:

  • Aufführen der durch die Grubenflutung und den Grundwasseranstieg grundsätzlich vorstellbaren, möglichen und wahrscheinlichen Folgen in prägnanter Form
  • Darstellung der wesentlichen Ergebnisse des Handlungskonzepts Warndt 2013
  • Betrachtung der hinsichtlich der Priorität wichtigsten Thematik der eventuellen baulichen und infrastrukturellen Schadwirkungen durch Vernässungen, die es mit geeigneten Gegenmaßnahmen zu minimieren oder zu vermeiden gilt (konkrete Flächenzuweisungen, exemplarische Planungsvorschläge usw.)
  • Eingrenzungen wer, was, wann in Angriff nehmen könnte (Empfehlungen, Begründungen, Kostengrößenordnung)

Neben dem Schadwirkungspotenzial durch Vernässungen für die vorhandene Bebauung gibt es durch den Anstieg des Grundwassers grundsätzlich weitere mögliche Auswirkungen, die aber für die Völklinger Stadteile Fenne, Fürstenhausen und Wehrden nicht relevant sind. Beispielhaft sind hier Hebungen/Senkungen, Auswirkungen auf die Oberflächengewässer oder auch Gasemissionen genannt.

Die Studie ZUKUNFT WARNDT WASSER lieferte erste Prognosen zum Anstieg des Grundwassers im Warndt und den angrenzenden Völklinger Stadteilen Fenne, Fürstenhausen und Wehrden. Der Anstieg des Grundwasserspiegels ist nach Bereichen differenziert zu betrachten und beträgt südlich der Saar in Fenne, Fürstenhausen und Wehrden zwischen 0 m und maximal 5 m.

Im Zusammenhang mit den für die bis zur Endphase des Wasseranstiegs etwa im Jahr 2040 prognostizierten Auswirkungen ergeben sich weitere Fragen, jedoch beinhalten die Vernässungen und das hoch anstehende Grundwasser das größte Schadwirkungspotenzial. Sie werden daher im erweiterten Handlungskonzept betrachtet. Bei der Zuweisung von Schadwirkungspotenzialen wurde nicht nur der Grundwasserstand am Ende des Anstiegs betrachtet, sondern auch andere Kriterien berücksichtigt, wie etwa das Vorhandensein einer Bebauung oder eines Kellers und dessen Einbindetiefe in den Untergrund.

Anhand dieser Vorgehensweise ergaben sich in den betrachteten Völklinger Stadtteilen z.T. sehr kleinräumige Bereiche mit einem höheren Schadwirkungspotenzial innerhalb der Bebauung. Diese wurden zusammen mit Bereichen, die ein mittleres oder geringes Schadwirkungspotenzial aufweisen, kartographisch dargestellt.

Das erweiterte Handlungskonzept Warndt stellt exemplarisch und standortbezogen geeignete Schadensvermeidungs- und Schadensminimierungsmaßnahmen vor und erläutert diese. Abschließend fasst das erweiterte Handlungskonzept Warndt die wichtigsten Handlungsempfehlungen und deren zeitliche Priorität mit Angabe der Kostengrößenordnungen in Form einer To-Do-Liste zusammen.

Wie Diplomgeologe Thomas Wittek erklärte, seien es vor allem vier kleinräumige Bereiche der Bebauung, wo bis 2040 eine höhere Schadeinwirkung durch steigendes Grundwasser möglich sei.

Oberbürgermeister Klaus Lorig wies vor diesem Hintergrund auf brauchbare Meßreihen hin, die in diesen Bereichen notwendig seien. Lorig: “Wir wissen nun, wo Meßstellen notwendig sind, um die weitere Entwicklung sicher abschätzen zu können. Deshalb erwarten wir von der RAG als Verursacher, dass diese Meßstellen so schnell als möglich eingerichtet und finanziert werden.“

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Die Kosten für die Einrichtung von erforderlichen zehn Meßstellen in den drei Ortsteilen werden auf 60.000 Euro geschätzt. Für den 2. Dezember ist bereits ein Gespräch der Stadt Völklingen mit der RAG, dem WZV Warndt, den Stadtwerken Völklingen und der Gemeinde Großrosseln anberaumt.

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