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Der Ludwigspark wird teurer – Der FCS hält sich weiter bedeckt: Völklingen nur für ein halbes Jahr?

#Völklingen/#Saarbrücken. Während heute in Saarbrücken offiziell der Umbau des Ludwigsparkstadions beginnt, und es dort zu beträchtlichen Kostensteigerungen kommen wird, gibt es in Völklingen weiter Hoffnung: Vertreter des 1. FC Saarbrücken besuchten das Stadion der Hüttenstädter ein weiteres Mal.

Das Flutlicht im Hermann-Neuberger-Stadion entspricht noch nicht den Auflagen der Regionalliga (Foto: Hell)
Das Flutlicht im Hermann-Neuberger-Stadion entspricht noch nicht den Auflagen der Regionalliga (Foto: Hell)


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In Saarbrücken ist heute der offizielle Startschuss in die Umbauphase des in die Jahre gekommen Ludwigsparkstadions, dessen Umbau mit 20 Millionen Euro runde vier Millionen Euro teurer wird als angenommen: Den saarländischen Steuerzahler wird dies zunächst zwar nicht freuen, doch langfristig versprechen sich die Sicherheitsbehörden durch ein besseres Sicherheitskonzept einsparungen, die den Mehraufwand amortisieren sollen.

Während der Zeit des Umbaus kann der 1. FC Saarbrücken das Stadion nicht nutzen, dies wäre weitere 4 Millionen teurer geworden, die sich der Verein nicht leisten kann.
Nur folgendes ist also inzwischen sicher: Im Ellenfeld Neunkirchen und auch in Pirmasens wird der 1. FC Saarbrücken genau so wenig spielen wie in der Baustelle des Ludwigspark.
Doch nach wie vor ist es Still um den FC-Vorstand, dessen Vertreter allerdings wieder in Völklingen waren um das Hermann-Neuberger-Stadion und seine Umgebung nochmals genauer unter die Lupe zu nehmen, wie Oberbürgermeister Klaus Lorig gegenüber Völklingen im Wandel erneut bestätigte: Man hat sich also nach wie vor nicht entgültig für Elversberg entschieden.

Es bleibt also weiter spannend in der „Stadionfrage“, die einige Gedankenspiele zulässt:
Pokern die Verantwortlichen mit gespieltem Interesse am Hermann-Neuberger-Stadion um einen besseren Preis beim Liga-Konkurrenten Elversberg? Hier stehen 300.000 Euro Stadionmiete im Raum, die durch höhere Nutzung der Kapazitäten des Stadions an der Kaiserline auch noch steigen könnten.

Diese Tatsache lässt einen weiteren Gedankengang zu:
Das Völklinger Stadion ist im Gegensatz zu jenem in Elversberg nicht ohne weiteres auch für die 3. Fußballliga geeignet, möchte sich der 1. FCS zunächst nur für ein halbes Jahr in Völklingen einmieten, um so Geld zu sparen und für den Fall des nicht-aufstiegs nicht gezwungen zu sein weiter teuer in Elversberg mieten zu müssen? Es steht außer Frage, dass das Hermann-Neuberger-Stadion lange nicht den Mietbetrag kosten wird, wie er in Elversberg im Raum steht. Die Zuschauerkapazitäten würden beim aktuellen Zuschauerschnitt der Saarbrücker, 3800 pro Spiel, locker ausreichen.
Außerdem laufen in Elversberg nach wie vor Bauarbeiten: Der Stehplatzbereich C1, der den Elversbergern als Fanbereich dient, wurde erst vor wenigen Wochen abgetragen. Der Neubau soll zweistöckig ausgeführt werden und voll überdacht sein: Das dieser Umbau bei der aktuellen Wetterlage rechtzeitig fertiggestellt wird ist fraglich. Man könnte somit sprichwörtlich „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“: Miete sparen und man muss nicht in eine Baustelle. Eine mögliche dritte Fliege wäre der Fall des Nichtaufstiegs, denn man kann für ein weiteres Jahr im günstigeren Völklingen bleiben.

Fans der Borussia Neunkirchen im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion
Fans der Borussia Neunkirchen, die dem FCS eigentlich im Ellenfeld die Daumen drücken wollten, müssen zum Daumendrücken doch nach Völklinger oder Elversberg reisen.

Was fehlt in Völklingen für den Regionalligabetrieb?
Nicht viel: Eine Anforderung liegt klar an den Saarbrückern: Man möchte gerne einen geeigneten VIP-Bereich haben, den man in Völklingen nicht direkt vorweisen kann, doch hierfür stehen zwei Lösungsvorschläge im Raum: Das Clubheim des SV Röchling Völklingen, sowie das Foyer der Hermann-Neuberger-Halle mit seiner großen Glasfront zum Stadion.Für die Zulassung zum Regionalligabetrieb wären ein zusätzlicher Zaun, der die Fans von den Gästen und die FCS-Fans voneinander trennt notwendig. Um den vom Zaun getrennten Gästefans Verpflegung und Toilettengang zu ermöglichen, müssten auch solche entsprechende Anlagen aufgestellt werden. Außerdem müsste das Flutlich verbessert werden. Weitere nicht erfüllte Auflagen sind der Redaktion aktuell nicht bekannt.

Für die Teilnahme in der 3. Liga fehlt es allerdings an mehr:
Mit rund 8000 Stehplätzen und 594 Sitzplätzen fehlen dem Völklinger Stadion genau 1606 Sitzplätze. Das Problem könnte mit einer Stahlrohr-Nottribüne lösen, doch sieht man laut Informationen der Saarbrücker Zeitung aus Platzgründen nur wenig Raum zur Realisierung.

Die Kosten für all diese Anpassungsarbeiten müsste der FCS tragen, diese würden auf die Miete umgelegt – was die Miete für ein halbes Jahr gegebenenfalls in die höhe treiben könnte. Außerdem mangelt es laut Oberbürgermeister an einer offiziellen Anfrage, wenn der 1. FC Saarbrücken Ende Januar sicher eine neue Heimat vorweisen will muss er sich also beeilen.

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