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Buddha. Sammler öffnen ihre Schatzkammern: Das Kurzschwert

#Völklingen. Ab Samstag, dem 25. Juni 2016, präsentiert das Weltkulturerbe Völklinger Hütte die Großausstellung „Buddha“. Sie zeigt 232 Meisterwerke buddhistischer Kunst aus 2.000 Jahren. Internationale Sammler öffnen ihre Schatzkammern. Die Ausstellung „Buddha“ im Weltkulturerbe Völklinger Hütte zeigt zahlreiche extrem seltene und besonders herausragend gearbeitete Meisterwerke. Einige Objekte sind nach Expertenansicht die besten Werke ihrer Art auf der Welt. Völklingen im Wandel stellt Ihnen in vier Veröffentlichungen vier Top-Exponate vor. Heute: Das Kurzschwert

Kurzschwert Kambodscha, Khmer, Angkor Wat-Stil 12. Jahrhundert n. Chr. Griff: Vergoldete Bronze, Klinge: Eisen Länge: 54 cm Privatsammlung Copyright: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Hans-Georg Merkel
Kurzschwert
Kambodscha, Khmer, Angkor Wat-Stil
12. Jahrhundert n. Chr.
Griff: Vergoldete Bronze, Klinge: Eisen
Länge: 54 cm
Privatsammlung
Copyright: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Hans-Georg Merkel

Dieses überaus prächtige und extravagante Kurzschwert ist die mit Abstand wichtigste Khmer-Waffe, die überhaupt erhalten ist. Die kunst-und kulturgeschichtliche Bedeutung dieses Schwerts kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Denn obwohl das Khmer-Reich fast ständig Eroberungs-oder Verteidigungskriege führte oder Revolten im Inneren niederschlug, sind kaum Waffen aus dem alten Khmer-Imperium erhalten. Man muss vermuten, dass die gewöhnlichen Waffen, Schilde und Helme aus Materialien hergestellt wurden, die die Zeit nicht überdauert haben. So ist es z.B. möglich, dass Schwerter oft ganz aus Eisen waren. Eisen hat die feuchte Erdlagerung nur selten überdauert. Speere hatten vermutlich hölzerne Schäfte und eine eiserne Spitze.
Die herausragende künstlerische Gestaltung und die reiche Vergoldung legen nahe, dass es sich um eine königliche Prunkwaffe handelt. Nur eine sehr geringe Anzahl von Khmer-Artefakten sind vergoldet. Angesichts der hohen Materialkosten wurden solche Aufträge nur an die besten Künstler vergeben. Die originale Eisenklinge wird auf beiden Seiten von je einem blütenförmigen Element mit originalem Bergkristallbesatz gehalten. Solche Halbedelsteineinlagen sind extrem selten und kaum jemals so gut erhalten.
Am oberen Ende des Griffes ist ein Kala, ein grimmiger Dämon, der unter anderem die Zeit symbolisiert. So wie die Zeit alles auf der Welt verschlingt und verdaut und nichts verschont, verschlingt auch Kala alles. Die Kaladarstellung ist hier besonders eindrucksvoll: das weit aufgerissene Maul des Monsters umklammert den Unterleib des Naga und ist dabei, ihn zu verschlingen. Nagas sind Schlangenwesen mit magischen Fähigkeiten oder niedere Gottheiten, die oft eine Schutzfunktion ausüben (z.B. Beschützer von Quellen oder Flüssen) und auch mit Regen und Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht werden. In der Khmerkultur werden die meisten Tempelzugänge von Naga-Balustraden „bewacht“.


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Morgen stellen wir Ihnen Bodhisattva Avalokiteshvara vor. Gestern zeigten wir Ihnen: Nachdenklicher Avalokiteshvara

Buddha

Sammler öffnen ihre Schatzkammern –
232 Meisterwerke buddhistischer Kunst aus 2.000 Jahren

Weltkulturerbe Völklinger Hütte
25. Juni 2016 bis 19. Februar 2017

Öffnungszeiten:
Sommer (bis 6. November 2016): Täglich 10 bis 19 Uhr
Winter: Täglich 10 bis 18 Uhr

Eintrittspreise:
Jugendliche und Schüler bis 18 Jahre: Eintritt frei
(Kinder bis 14 Jahre nur in Begleitung eines bevollmächtigten Erwachsenen)
Studierende, Schüler und Auszubildende: Eintritt frei
(bis 27 Jahre, mit gültigem Ausweis)
Ermäßigt: 13 Euro
Normal: 15 Euro

Besucherservice:
Tel.  +49 (0) 6898 / 9 100 100
Fax  +49 (0) 6898 / 9 100 111
visit@voelklinger-huette.org

www.voelklinger-huette.org

(aus einer PM des WKE)

 

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