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Bienen-Paradies im Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Im Landschaftsgarten „Das Paradies“ des Weltkulturerbes Völklinger Hütte wurden 11 Bienenvölker angesiedelt

#Völklingen. „Das Paradies“ ist der ‚wilde‘ Landschaftsgarten im Weltkulturerbe Völklinger Hütte auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei. Heute ist das „Paradies“ ein einzigartiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Im „Paradies“ des Weltkulturerbes Völklinger Hütte wurden nun elf Bienenvölker mit je 50.000 Bienen angesiedelt. Sie werden professionell von der Imkerei Erik Pfänder bewirtschaftet. Schon bald soll es den ersten „Völklinger Paradies Honig“ geben. Bienen spielen für die Bestäubung von Obst und Gemüse eine wichtige Rolle.

Die Kokerei war einst einer der schwersten Arbeitsplätze der Völklinger Hütte, an dem Hitze, Staub und Feuer regierten. Heute können die Besucher des Weltkulturerbes Völklinger Hütte auf diesem Terrain einen außergewöhnlichen Garten entdecken, der zum Verweilen in der Natur einlädt und „Industriekultur“ neu erfindet. Aus der ‚Hölle‘ ist „Das Paradies“ geworden. Tiere und Pflanzen konnten sich hier frei entfalten und haben Stück für Stück das Gelände zurückerobert. Nach den Plänen von Catherina Gräfin Bernadotte von der Insel Mainau entstand ein Landschaftsgarten von 33.000 Quadratmetern, der die Symbiose von Industrie und Natur in zwölf Gartenräumen inszeniert.

Die Pflanzen- und Tierwelt im Weltkulturerbe Völklinger Hütte wurde von Biologen untersucht. Zu den Bewohnern des Hüttenareals gehören Fledermäuse und Vögel wie der Hausrotschwanz. Mehrfach wurden Katzen in 20 Meter Höhe in der Hochofengruppe beobachtet. Und auch ein seltener Schmetterling wie das „Braunauge“ und Eisvögel, die in den Gewässern im und um das Weltkulturerbe nach Nahrung suchen, wurden bereits gesichtet. Für Biologen, die sich mit Moosen und Farnen beschäftigen, ist die Völklinger Hütte die reinste Fundgrube.

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist das erste Industriedenkmal aus der Blütezeit der Industrialisierung, das in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurde.  Es ist das einzige Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung, das vollständig erhalten ist. Nach der Stilllegung der Roheisenproduktion im Jahr 1986 wurde die Völklinger Hütte 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Anfänge der Völklinger Hütte reichen bis zum Jahr 1873 zurück. Der erste Hochofen wurde 1883 angeblasen. PM WKE