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Bald keine Fernwärme mehr in Luisenthal?

Luisenthal. Wie vergangene Woche bereits berichtet, könnte Luisenthal bald von der Fernwärme abgekopelt werden. Aus Kostengründen möchte der Liferant, das Unternehmen Steag, die Versorgung einstellen sobald die Saarbrücke bei Luisenthal erneuert wird.

Bereits 1973 – zu Zeiten der Energiekriese – wurde die Fernwärmeschiene Saar eröffnet. Sie führt heute entlang der Saar von Dillingen bis Saarbrücken und versorgt 4400 Kunden. Einst zählte auch die Grube in Luisenthal zu den Kunden.


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Nun möchte der Landesbetrieb für Straßenbau (kurz LfS) in naher Zukunft die Saarbrücke, über die die Fernwärmeversorgung des Stadtteils läuft, sanieren. Wie der LfS bereits bestätigte gibt es sogar Pläne für einen kompletten Neubau (wir berichten noch heute!). Deshalb hat die Steag bereits vergangene Woche die Kündigung der Versorgungsverträge in Luisenthal mit Wirkung zum Jahresende angekündigt, wobei die Versorgung noch länger Laufen kann, wenn es bei den Abrissarbeiten an der Brücke zu Verzögerungen kommt.

Zur Zeit werden laut Steag Angaben 16 Wohnblöche der Stiftung Wohnungsbau der Bergarbeiter (StWB) in der Rotstay-Siedlung, Altenkesseler Straße versorgt, knapp 200 Menschen leben dort. Auch die Wohnungen der Gemeinnützigen Städtischen Wohnungsgesellschaft (GSW) in der Albertstraße hängen an der Fernwärme.
Um diese Haushalte weiter zu versorgen müssten Leitungen, die teilweise noch durch Stollen der Grube führen, neu verlegt werden. Außerdem sei eine eigene Brücke für die Rohrleitungen nötig. Da mit dem Bergwerk ein Großverbraucher weggefallen ist, ist dies nicht mehr Wirtschaftlich tragbar.
Als Fernwärmealternative schlägt die Steag Erdgas vor, da entsprechende Versorgungsleitungen in der Nähe vorhanden seien. Eine Wärmeversorgung des Vorhandenen Netzes mit erdgasbetriebenen Kesseln, also Block-Heizwerke, seien daher sinnvoll. Dieser Vorschlag stößt allerdings bei der StWb auf Skepsis, da die Versorgungskosten um mehr als 50 Prozent steigen würden. Außerdem müsse man mit der Stadtwerke Völklingen einen 15 Jahre laufenden Liefervertrag eingehen. Statt dessen wird man wohl für mehrere hunderttausend Euro in Gas-Zentralheizungen investieren.

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