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10 Jahre Frühe Hilfen im Regionalverband Saarbrücken: Im Jahr 2016 wurden über 1.300 Hausbesuche durchgeführt

#Regionalverband. Das Netzwerk Frühe Hilfen des Regionalverbands Saarbrücken feiert sein zehnjähriges Bestehen. Das 2008 als Modellprojekt gestartete Netzwerk richtet sich an werdende Eltern sowie Eltern mit Kindern bis zu einem Alter von drei Jahren. Regionalverbandsdirektor Peter Gillo: „Beim Thema Kinderarmut setzt unsere Jugendhilfe auf eine möglichst lückenlose Präventionskette. Die Frühen Hilfen sind der früheste Baustein. Bereits vor elf Jahren hat der damalige Stadtverband zusammen mit dem Klinikum Saarbrücken ein Rahmenkonzept Frühe Hilfen umgesetzt. Damit waren wir Vorreiter.“ Ein Jahr später hat der Regionalverband das Landesprojekt Frühe Hilfen mit einer Koordinierungsstelle beim Jugend- und Gesundheitsamt eingerichtet. Im ersten Jahr des Bestehens wurden bereits 85 Anfragen gestellt. 2016 ist die Zahl auf 180 angewachsen. Zudem wurden über 1.300 Hausbesuche durchgeführt. Seit 2012 sind die Frühen Hilfen fest im Kinderschutzgesetz verankert und werden vom Bund finanziert.

(von vorne rechts) Dr. Gesine Thünenkötter und Eveline Zobel von der Koordinierungsstelle Frühe Hilfen im Regionalverband Saarbrücken mit den Familienhebammen des Netzwerks, Foto: Lars Weber
(von vorne rechts) Dr. Gesine Thünenkötter und Eveline Zobel von der Koordinierungsstelle Frühe Hilfen im Regionalverband Saarbrücken mit den Familienhebammen des Netzwerks, Foto: Lars Weber

Im interdisziplinären Team beim Regionalverband Saarbrücken sind freiberufliche Familienhebammen und Familien-Gesundheits-Kinderkrankenpflegerinnen, Sozialmedizinische Assistentinnen, Kinderärzte und eine Sozialpädagogin mit der Arbeit betraut. Die gezielt geschulten Fachkräfte betreuen junge Familien in schwierigen Lebenssituationen vor und nach der Geburt des Kindes. Familien mit Frühgeborenen, chronisch kranken oder behinderten Kindern können bis zum 3. Lebensjahr begleitet werden. Im Rahmen der Hausbesuche erhalten die betreuten Eltern eine Anleitung zur Pflege und zur Ernährung und Versorgung des Säuglings, alltagspraktische Unterstützung und Begleitung sowie Gesundheits- und Entwicklungsberatung für den Säugling. Zudem werden die Erziehungs- und Beziehungskompetenzen der Eltern gefördert. Ulrike Scholz ist seit 25 Jahren als Hebamme aktiv und von Beginn an im Projekt Frühe Hilfen dabei. Für sie geht das Konzept auf: „Ich bin früher als Hebamme bei der Nachsorge immer wieder an meine Grenzen gestoßen. Meine Ausbildung und vor allem die zur Verfügung stehende Betreuungszeit war zu begrenzt, um genügend helfen zu können.“ Besonders freue sie sich darüber, wenn sie im Anschluss Familien erfolgreich in Angebote der Gemeinwesenarbeit wie vermitteln könne. Dazu zählen beispielsweise 12 Babyclubs im Gebiet des Regionalverbands Saarbrücken, die kostenfreie Angebote für Eltern mit Kindern bis zu drei Jahren anbieten.


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Weitere Informationen zu Angeboten der Frühen Hilfen erhalten Sie online unter www.regionalverband-saarbruecken.de/fruehe-hilfen oder telefonisch unter 0681 506-5260, – 5409. PM RV SB

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